Der König auf Camelot

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Der König auf Camelot (The Once and Future King) ist ein vierteiliger Roman des englischen Schriftstellers T. H. White.

Inhalt des ersten Buches[Bearbeiten]

Die Warze (The Wart) ist ein typischer gewöhnlicher Junge aus dem Mittelalter – ruhelos, wissbegierig und glücklicher draußen als drinnen – wenngleich er das seltene und geheimnisvolle Privileg hat, im „Schloss des wilden Waldes“ (The Castle of the Forest Sauvage) aufzuwachsen.

Als er eines hehren Sommertages auf der Falkenjagd ist trifft er Merlin (Merlyn), einen bizarren alten Herrn, der eine tote Maus unter seinem Scheitelkäppchen und die komplette Encyclopædia Britannica auf seinem Bücherregal hat. Merlin lebt entgegen dem ursprünglichen Zeitstrom und hat den Jungen zu seiner späteren Bestimmung bereits begleitet: Die Warze soll, nachdem er das Schwert Excalibur aus einem Stein gezogen hat, als Arthur, Sohn des Uther Pendragon rechtmäßiger König von ganz Britannien werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Inspiriert durch Thomas Malorys Le Morte Darthur entstand Der König auf Camelot in vier Teilen (Das Schwert im Stein; Die Königin von Luft und Dunkelheit; Der mißratene Ritter; Die Kerze im Wind) zwischen 1939 und 1958. 1950 überarbeitete White seine ersten beiden Bücher und entfernte, unter anderem, den Zweikampf zwischen Merlin und der Hexe Madame Mim. Diese war in der ersten Veröffentlichung der zweiten Geschichte noch die Mutter von Morgause. Das als abschließender fünfter Teil geplante, 1941 entstandene Buch Merlin erschien erst 1977 postum.

Kritiken[Bearbeiten]

Die New York Times bezeichnete den Roman als „einen glorreichen Traum des Mittelalters wie es niemals war aber wie es hätte sein sollen“ und die britische Sunday Times urteilte über Whites Buch: „glänzend und tragisch, eine unwiderstehliche Mischung aus Fröhlichkeit und Pathos“. Ute Blaich (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt) schrieb: „Aus uralten keltischen Märchen und Sagen wuchsen über Jahrhunderte Traum, Zauber und Faszination des Königs Artus, Ritter der Tafelrunde. T. H. White machte den historischen Vorwurf zum Gegenstand einer ganz und gar unpathetischen Heldengeschichte, einem Stück meisterlicher moderner Fantasy-Literatur.“

Verfilmungen[Bearbeiten]

Whites Roman diente u. a. als Vorlage für den Walt-Disney-Film Die Hexe und der Zauberer sowie für das Musical Camelot und den darauf basierenden Film Camelot – Am Hofe König Arthurs.

Ausgaben[Bearbeiten]