Der Zug (1988)

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Der Zug ist ein italienisch-französisch-deutsch-österreichischer Fernsehfilm des Regisseurs Damiano Damiani aus dem Jahr 1988. In Deutschland wurde er erstmals als zweiteiliger Fernsehfilm im Februar 1990 gezeigt.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung des Films spielt während des Ersten Weltkrieges, im Jahre 1917. Das Deutsche Reich kämpft zeitgleich an zwei Fronten, im Westen und im Osten. In dieser Situation wendet sich ein Exilrusse an den Deutschen Generalstab: Lenin, der russische Revolutionär, der im Schweizer Exil in Zürich lebt, soll in seine Heimat zurückkehren dürfen, um eine erfolgreiche Umwälzung der politischen Bedingungen im Russischen Kaiserreich herbeizuführen. Der Vorschlag wird in die Tat umgesetzt. Lenin besteigt mit einer Gruppe exilierter Revolutionäre einen verschlossenen Sonderzug und fährt von der Schweiz durch Deutschland, Schweden und Finnland nach Sankt Petersburg. Während der Fahrt des Zuges diskutiert Lenin mit den Mitreisenden seine politischen Vorstellungen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film schildert ein historisches Ereignis, die Reise Lenins mit Inès Armand und Nadeschda Krupskaja aus der Schweiz nach Petrograd.

Anders als in Sergei Jutkewitschs Lenin in Paris, bei dem die Zensoren die Liebesgeschichte zwischen Lenin und „Inessa“ verboten hatten, widmet sich Damiano Damianis Film dieser Beziehung.

Kritik[Bearbeiten]

„Mit großem Aufwand und internationalen Stars inszenierter Film, der sich um die genaue Rekonstruktion dieser "historischen Zugfahrt" bemüht. Ben Kingsley gibt als Lenin eine faszinierend differenzierte Darstellung.“

Lexikon des Internationalen Films.[1]

DER SPIEGEL schrieb anlässlich der Fernseherstausstrahlung im ZDF von einem „gewaltigen Historienschinken“ mit einem „ständig diskutierenden Lenin“.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Zug (1988) im Lexikon des Internationalen Films
  2. Der Zug (I) in: DER SPIEGEL, 6/1990