Der kleine Cäsar

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Filmdaten
Deutscher Titel Der kleine Cäsar
Originaltitel Little Caesar
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1931
Länge 79 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Mervyn LeRoy
Drehbuch Francis Edward Faragoh u.a.
Produktion Hal B. Wallis
Darryl F. Zanuck u.a.
Musik Erno Rapee, David Mendoza
Kamera Tony Gaudio
Schnitt Ray Curtiss
Besetzung

Der kleine Cäsar (alternativ auch Der kleine Caesar) ist ein US-amerikanischer Gangsterfilm des Regisseurs Mervyn LeRoy aus dem Jahr 1931. Das Drehbuch entstand auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von William Riley Burnett. In der Titelrolle spielt Edward G. Robinson, der durch diesen Film einem breiteren Publikum bekannt geworden ist. Der kleine Cäsar markiert den Anfang der Blütezeit des harten amerikanischen Gangsterfilms in den frühen 1930er-Jahren. Für dieses Subgenre war er gleichzeitig auch bereits stilprägend.

Handlung[Bearbeiten]

Caesar Enrico Bandello und Joe Massara wollen sich nicht damit zufriedengeben, als Kleinkriminelle ihr Geld zu verdienen. Massara strebt eine Karriere als Tänzer an. „Rico“ Bandello hingegen bleibt seinem Milieu treu, entwickelt sich zu einem rücksichtslosen Mitglied der Gang von Sam Vettori, bootet dann seinen Chef aus und ist schließlich als „Kleiner Cäsar“ auf dem Höhepunkt seiner Gangsterkarriere angekommen. Dort kann er sich so lange behaupten, bis er den Fehler begeht, Joe Massara in seine Gang aufnehmen zu wollen. Der Freund aus vergangenen Zeiten hat sich nämlich für ein solides Leben an der Seite seiner Freundin Olga entschieden, von der er sich dazu überreden lässt, als Kronzeuge wegen eines von Bandello begangenen Mordes aufzutreten. Der Gangsterboss muss fliehen und kann sich für einige Zeit unerkannt in einem Obdachlosenasyl verstecken, jedenfalls so lange, bis es der Polizei gelingt, ihn zu stellen. Sein Ende findet der einst allmächtige Unterweltsboss schließlich im Kugelhagel der Polizei.

Deutsche Fassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand erst 1970 im Auftrag des ZDF. [1]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Caesar Enrico Bandello Edward G. Robinson Günter Strack
Joe Massara Douglas Fairbanks Jr. Manfred Schott
Tony Passa William Collier Jr. Klaus Kindler
Sam Vettori Stanley Fields Erik Jelde
Pete Montana Ralph Ince Wolf Ackva
Otero George E. Stone Wolfgang Draeger
Flaherty Thomas E. Jackson Manfred Andrae
De Voss Armand Kaliz Thomas Reiner

Kritiken[Bearbeiten]

  • "Der Film, der den Beginn der großen Gangsterfilme Hollywoods darstellt, liefert eine auf Realismus und Stilisierung beruhende Studie einer Großstadtgangsterszene, bei der Robinsons hartes, authentisches Spiel herausragt." (Wertung: 3 von 4 möglichen Sternen = sehr gut) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“, 1990 [2]
  • "Mervyn LeRoy drehte mit „Der kleine Cäsar“ ein nüchtern und distanziert gestaltetes Ganovenporträt, das sich zu einem wegweisenden Beitrag im Genre des Gangsterfilms entwickelte." - Das große TV Spielfilm Filmlexikon [3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • Der kleine Cäsar. Warner Home Video 2005

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Bräutigam: Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation. Mehr als 2000 Filme und Serien mit ihren deutschen Synchronsprechern etc.. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-289-X, S. 213
  2. Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 452
  3. -jg- in: Das große TV Spielfilm Filmlexikon. Digitale-Bibliothek-Sonderband (CD-ROM-Ausgabe). Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-036-1, S. 7071

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]