Detlev Glanert

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Detlev Glanert (* 6. September 1960 in Hamburg) ist ein deutscher Komponist.

Glanert studierte bei Diether de la Motte, Günter Friedrichs, Frank Michael Beyer und Hans Werner Henze. Bekannt wurde er vor allem durch seine Opern Der Spiegel des großen Kaisers (UA Mannheim 1995), die mit dem Rolf-Liebermann-Opernpreis ausgezeichnet wurde, Joseph Süß (UA Bremen 1999) und Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Bayerischen Theaterpreis 2001, Uraufführung in Halle). In Halle wurde auch seine (Kinder-)Oper Die drei Rätsel (2003) uraufgeführt. Drei frühe Kammeropern nach Texten von Thornton Wilder fasste Glanert später als Triptychon Wasserspiele zusammen. 2006 wurde in Frankfurt - in einer Koproduktion mit der Oper Köln - seine Oper Caligula unter der Leitung von Markus Stenz uraufgeführt. Das Libretto stammt von Hans-Ulrich Treichel nach dem gleichnamigen Drama Albert Camus'. Ashley Holland spielte die Hauptrolle. Am 6. April 2008 wurde am Theater Aachen die Kammeroper Nijinskys Tagebuch für zwei Sänger, zwei Schauspieler, zwei Tänzer und Instrumente uraufgeführt.

Außerdem schrieb Glanert bisher drei Sinfonien sowie zahlreiche kammermusikalische und Orchesterwerke. Am 20. Juni 2009 erfolgte die Uraufführung des Orchesterwerks Fluss ohne Ufer mit dem WDR-Sinfonierochester unter Semyon Bychkov in der Kölner Philharmonie.

Detlev Glanert ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

[Bearbeiten] Stil

Glanert zählt Maurice Ravel mit seinen künstlich-sinnlichen Klanglandschaften zu seinen Vorbildern. Er versteht es wie nur wenige andere Komponisten seiner Generation, die musikalische Tradition mit der Moderne zu verbinden und das Melodisch-Gestische herauszuarbeiten. Vor allem seine Bühnenwerke sind daher auch beim traditionsgebundenen Publikum ungewöhnlich erfolgreich.

[Bearbeiten] Weblinks

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