Ein Baum wächst in Brooklyn

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Filmdaten
Deutscher Titel Ein Baum wächst in Brooklyn
Originaltitel A Tree Grows in Brooklyn
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1945
Länge 128 Minuten
Stab
Regie Elia Kazan
Drehbuch Frank Davis
Anita Loos
Tess Slesinger
Betty Smith
Produktion Louis D. Lighton
Musik Alfred Newman
Kamera Leon Shamroy
Schnitt Dorothy Spencer
Besetzung

Ein Baum wächst in Brooklyn (englisch A Tree Grows in Brooklyn) ist der Titel eines mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Romans von Betty Smith aus dem Jahr 1943, sowie der Verfilmung dieses Romans als Erstlingswerk des Regisseurs Elia Kazan im Jahr 1945. Die Verfilmung wurde ausgezeichnet mit einem Oscar für James Dunn als Bester Nebendarsteller (in der Rolle von Johnny Nolan) und einem Juvenile Award (in der Filmgeschichte nur zwölfmal vergebener Ehrenoscar für jugendliche Darsteller) für Peggy Ann Garner (in der Rolle von Francie Nolan). In Deutschland war die TV-Premiere Heiligabend am 24. Dezember 1974.

Die Geschichte beschreibt das Leben einer Familie im Brooklyn des beginnenden 20. Jahrhunderts. Sowohl im Roman als auch im Film werden die unterschiedlichen Charaktere sehr pointiert gezeichnet: die realistische, vom Leben wenig erwartende Mutter Katie Nolan, der träumerische, visionäre und liebevolle, aber häufig dem Alkohol zusprechende Vater Johnny Nolan, die ehrgeizige Tochter Francie (die eigentliche Hauptfigur), die sich in der rauen Umwelt ihre Ideale und Ziele bewahrt, ihr jüngerer Bruder Neeley (ein typischer, mitunter etwas rauer Zehnjähriger mit dem Herz auf dem rechten Fleck) sowie Katie Nolans lebenslustige Schwester Sissy.

Handlung[Bearbeiten]

Johnny Nolan arbeitet als Singkellner, kann mit seinen Gelegenheitsjobs seine Familie aber kaum durchbringen, weswegen Katie Nolan mit Putzstellen und die Kinder mit diversen Tätigkeiten wie Schrottsammeln zum Unterhalt beitragen. Katie und Johnny Nolan sind sich von ihrem Charakter her eher fremd, wogegen zwischen Johnny Nolan und seiner Tochter Francie ein herzliches Verhältnis besteht. Zur Weihnachtszeit, nach einem intensiven harmonischen Gespräch mit Francis, bemüht sich Johnny Nolan um einen Job, erkrankt aber in den kalten Straßen Brooklyns und stirbt. Mit Zähigkeit und nicht zu besiegendem Lebensmut gelingt es der Familie Nolan, dennoch weiterzumachen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Von humanem Geist geprägter Erstlingsfilm von Elia Kazan, episch breit inszeniert, überzeugend in Milieu- und Charakterzeichnung und gut gespielt.“

Lexikon des internationalen Films

Bewertung[Bearbeiten]

Sowohl Roman als auch Film geben ein außerordentlich dichtes und authentisches Stimmungsbild des Arme-Leute-Lebens im Brooklyn der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

In der Verfilmung ist die Szene herausragend, in der Francis Nolan nach dem Tod ihres Vaters weinend auf dem Dach des von der Familie bewohnten Mietshauses - die Silhouette New Yorks im Hintergrund - steht, mit Gott spricht und ihn bittet, dass sie eines Tages Mutter eines Jungen sein kann, in dem ihr Vater weiterlebt.

Weblinks[Bearbeiten]