James Gleason

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James Austin Gleason (* 23. Mai 1882 in New York City, New York; † 12. April 1959 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Dramatiker und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

James Gleason spielte bereits als Kind während seiner Ferien in verschiedenen Theatertruppen. Bereits mit 13 Jahren verdiente er sich sein Geld selbst: er arbeitete als Botenjunge, als Druckergehilfe, als Hilfe in einem Elektrowarengeschäft sowie als Liftboy. Im Alter von 16 Jahren trat Gleason der United States Army bei und diente drei Jahre auf den Philippinen. Anschließend begann er seine Karriere als Theaterschauspieler, unter anderem führte ihn ein Gastspiel für zwei Jahre nach London. Am Broadway in seiner Heimatstadt New York spielte er zwischen 1914 und 1928 in 15 Produktionen.[1] Zusammen mit Robert Armstrong hatte Gleason zudem Anfang der 1930er-Jahre eine eigene Radio-Sitcom namens Gleason and Armstrong.

Nach Hollywood gelangte der Charakterdarsteller gegen Ende der Stummfilmzeit, als er sich bereits im mittleren Alter befand. Sein erster Film war The Count of Ten (1927) bei Universal Studios. Der hagere, bereits früh glatzköpfige mit einer schroffen Stimme spielte vor allem ernste und hart erscheinende Figuren mit einem warmherzigen und liebenswerten Kern. Häufig hatten seine Figuren einen New Yorker Hintergrund. Er erschien in zahlreichen Filmen an der Seite seiner Frau Lucile Gleason (1888–1947) und seinem Sohn Russell Gleason (1908–1945). Die Schauspielfamilie Gleason hatte Ende der 1930er-Jahre ihre eigene kleine Filmreihe über die Familie Higgins. Dabei verkörperte James den Familienpatriachen Joe Higgins, Lucile seine Ehefrau und Russell seinen Sohn. Eine weitere Filmreihe mit Gleason waren die sechs Filme über die Detektivin Hildegarde Withers, wobei Gleason den Inspector Oscar Piper spielte.

Gleason arbeitete ebenfalls als Dramatiker und war unter anderem am Drehbuch des Musicalfilms The Broadway Melody (1929) beteiligt, welcher bei der zweiten Oscarverleihung den Oscar für den besten Film erhielt. Er übernahm ebenfalls eine kleinere Nebenrolle in The Broadway Melody. Er schrieb ebenfalls am Drama Change of Heart (1934) mit Janet Gaynor in der Hauptrolle mit. Im Film Urlaub für die Liebe aus dem Jahre 1945 spielte neben seiner Frau einen Milchwagenfahrer, welcher die Hauptfiguren Judy Garland und Robert Walker in Sachen Ehe unterweist. Mit Regisseur Frank Capra spielte er einen zynischen, hartgesottenen Chefredakteur in Hier ist John Doe (1941), welcher für einen steinreichen Unternehmer mit diktatorischen Absichten arbeitet. Am Ende wendet er sich gegen seinen Vorgesetzten und erzählt, was dessen wirkliche Absichten sind. In Capras Filmklassiker Arsen und Spitzenhäubchen (1944) war der Charakterdarsteller - wie in vielen anderen Filmen auch - als Polizeikommissar zu sehen.

Für seine Darstellung eines Boxmanagers im Film Urlaub vom Himmel wurde er 1941 für den Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert. In den 1950er-Jahren war Gleason zunehmend auch in Gastrollen im Fernsehen zu sehen. Er spielte 1955 die Rolle des Birdie Steptoe in Charles Laughtons legendärer, einziger Regiearbeit Die Nacht des Jägers an der Seite von Robert Mitchum, Shelley Winters und Lillian Gish. Gleasons Rolle war ein alter, gutmütiger Witwer, der den von Robert Mitchums Filmcharakter bedrohten Kindern nicht helfen kann, weil er seinen Kummer in Alkohol ertrunken hat. Seine Abschiedsvorstellung gab er ein Jahr vor seinem Tod neben Spencer Tracy in Das letzte Hurra. Insgesamt absolvierte er über 160 Film- und Fernsehauftritte.

James Gleason war mit seiner Ehefrau Lucile von 1905 bis zu ihrem Tod 1947 verheiratet, ihr Sohn war der Schauspieler Russell Gleason, welcher 1945 bei einem Sturz von einem Gebäude verstarb. James Gleason starb 1959 im Alter von 76 Jahren an Asthma und wurde auf dem Friedhof „Holy Cross Cemetery“ in Culver City, Kalifornien begraben.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. James Gleason bei der Internet Broadway Database

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: James Gleason – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien