Elisabeth Orth

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Elisabeth Orth im Österreichischen Theatermuseum anlässlich der Veranstaltung König Ottokars Glück und Ende 1955-2005, Eine Gegenüberstellung, 26. Jänner 2007

Elisabeth Orth (* 8. Februar 1936 in Wien) ist eine österreichische Schauspielerin, Kammerschauspielerin und Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Sie ist die Schwester von Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger. Um nicht mit dem Namen Hörbiger Karriere zu machen, nahm sie den Familiennamen ihrer Großmutter mütterlicherseits an.

Leben[Bearbeiten]

Elisabeth Orth trat in die Fußstapfen ihrer berühmten Eltern Attila Hörbiger (1896–1987) und Paula Wessely (1907–2000) und absolvierte das Max-Reinhardt-Seminar. Danach folgten erste Engagements am Wiener Volkstheater und am Theater der Courage in Wien. Am Wiener Burgtheater debütierte Elisabeth Orth 1965 als Luise in Schillers Kabale und Liebe unter Leopold Lindtberg und an der Seite von Klausjürgen Wussow. Seit 1968 ist die Kammerschauspielerin Ensemblemitglied im Burgtheater.

Nach einem Engagement an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin 1995 bis 1999 spielt Elisabeth Orth wieder am Wiener Burgtheater. Sie stand unter anderem in Maria Stuart, Don Carlos und Der Kirschgarten (Regie: Andrea Breth) auf der Bühne.

Als Dorfschullehrer in Die letzten Tage der Menschheit bei den Salzburger Festspielen 2014

Seit 1969 gastiert die Schauspielerin immer wieder bei den Salzburger Festspielen. Im Jedermann am Salzburger Domplatz übernahm sie 1969 die Rolle der Guten Werke und verkörperte von 1990 bis 1993 den Glauben. Weiters war sie in Werken Shakespeares, Grillparzers, Schnitzlers und Dostojewskis zu sehen. 2014 gehörte sie zum Ensemble der Karl-Kraus-Produktion Die letzten Tage der Menschheit und beeindruckte mit mehreren Charakterstudien kleinerer Rollen.

Von 1985 bis 1994 präsentierte Elisabeth Orth die ORF-Sendung Schatzhaus Österreich. Bis zum Jahr 2000 war sie Kolumnistin der katholischen Wochenzeitung Die Furche. Elisabeth Orth engagiert sich gegen Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit.

Die Tradition der Schauspielerfamilie führt auch Elisabeth Orths 1969 geborener Sohn Cornelius Obonya fort, der ebenfalls am Burgtheater engagiert war. Der Vater von Cornelius Obonya war der Burgschauspieler Hanns Obonya, der am 27. Mai 1978 verstarb und Elisabeth Orths dritter Ehemann war. Einige Jahre lang führte Elisabeth Orth eine Lebensgemeinschaft mit Regisseurin Andrea Breth.

Am 5. Februar 2006 gab es im Burgtheater eine Festvorstellung aus Anlass des 70. Geburtstages der Schauspielerin: An diesem Abend wurde Maria Stuart zum 70. und zum letzten Mal in dieser Inszenierung aufgeführt.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1964: Actis (Fernsehfilm)
  • 1965: Yerma (Fernsehfilm)
  • 1967: Kurzer Prozess
  • 1968: Fast ein Poet (Fernsehfilm)
  • 1968: Nachtcafé (Fernsehfilm)
  • 1972: Libussa (Fernsehfilm)
  • 1974: Tod eines Landstreichers (TV-Serie Der Kommissar)
  • 1976: Der Raub der Sabinerinnen (Fernsehfilm)
  • 1977: Der Einstand (Fernsehfilm)
  • 1978: Iphigenia auf Tauris (Fernsehfilm)
  • 1978: Lemminge (Fernsehfilm)
  • 1981: Triptychon (Fernsehfilm)
  • 1989: Georg Elser – Einer aus Deutschland

Publikationen[Bearbeiten]

  • 1975: Märchen ihres Lebens - Meine Eltern Attila Hörbiger und Paula Wessely. Verlag Molden, München, ISBN 3-217-00660-7.
Elisabeth Orth mit Johanna Dohnal (2008)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Markus: Die Hörbigers. Biografie einer Familie. Amalthea Verlag, 2006, ISBN 3-85002-565-9.
  • Christina Höfferer und Andreas Kloner: Hörbiger. Eine Familienaufstellung. ORF-Radiofeature 2008, 54 Min.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Burgtheater: Elisabeth Orth Ehrenmitglied. Artikel vom 31. Oktober, abgerufen am 1. November 2014.