Ellen Burstyn
Ellen Burstyn, eigentlich Edna Rae Gillooly (* 7. Dezember 1932 in Detroit, Michigan) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.
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Leben[Bearbeiten]
Burstyn verließ früh die High School, um sich auf ihre Model-Karriere zu konzentrieren, während sie zusätzlich noch in Kaufhäusern arbeitete. 1957 trat sie erstmals als Darstellerin am Broadway auf. Sie wechselte nun ganz zur Schauspielerei und übernahm verschiedene Rollen in Fernsehserien. 1963 zog sie nach New York, um dort am renommierten Actors Studio von Lee Strasberg Schauspielunterricht zu nehmen.
Der Durchbruch gelang ihr mit der Rolle der Lois Farrow in Peter Bogdanovichs Die letzte Vorstellung von 1971, für die sie auch eine Oscar-Nominierung erhielt. Im folgenden Jahr spielte sie die Mutter der besessenen Regan im Horror-Klassiker Der Exorzist, wofür sie erneut eine Oscarnominierung bekam. Durch den großen internationalen Erfolg des Films (er war der erste, der mehr als 100 Millionen US-Dollar einspielte) wurde sie einem größeren Publikum bekannt.
1974 verwirklichte sie ein Projekt, das ihr sehr am Herzen lag. Im Film Alice lebt hier nicht mehr spielte sie eine junge Witwe, die mit ihrem Sohn eine zweite Chance im Leben sucht. Die Regie wurde ihr von den Produzenten zwar angeboten, aber da sie sich für diese Aufgabe nicht bereit erklärte, wurde sie vom damals relativ unbekannten Martin Scorsese übernommen. Burstyn wurde zum dritten Mal für den Oscar nominiert und gewann ihn diesmal, obwohl sie sich für die Nominierung der norwegischen Schauspielerin Liv Ullmann einsetzte.
Im gleichen Jahr bekam sie auch den Tony Award für ihre Leistung im Broadway-Stück Same Time, Next Year, das 1978 von Robert Mulligan verfilmt wurde. An der Seite von Alan Alda übernahm sie dabei die Rolle, die sie auch in der Broadway-Aufführung gespielt hatte. Mit Der Starke Wille steckte sie 1980 wiederum viel Kritikerlob ein, bevor ihre Film-Karriere in den 1980ern einen Knick bekam. Sie bekam von nun an vor allem Rollen in Fernsehfilmen angeboten, ihre eigene Sitcom The Ellen Burstyn Show wurde 1987 nach einem Jahr abgesetzt.
Burstyn konzentrierte sich in dieser Zeit mehr aufs Theater und die Förderung des Schauspielernachwuches. Dafür kehrte sie zum Actors Studio nach New York zurück und arbeitete dort als Schauspiellehrerin. Nach dem Tod ihres Gründers Lee Strasberg übernahm sie dort an der Seite von Al Pacino die künstlerische Leitung. Von 1982 bis 1985 war sie zudem die Präsidentin der Actors' Equity Foundation, einer Schauspieler-Gewerkschaft.
Aufmerksamkeit auf der Kinoleinwand erregte sie erst im Jahr 2000 wieder – mit der Rolle der Sara Goldfarb im Drogendrama Requiem for a Dream. Für ihre Leistung in diesem Film wurde sie nach langer Zeit wieder für einen Oscar nominiert. 2009 erhielt sie für ihren Gastauftritt als Bernadette Stabler in der Serie Law & Order: New York (Episode: Swing) nach vier vorangegangenen Nominierungen ihren ersten Emmy.
Ellen Burstyn war dreimal verheiratet und hat einen Sohn aus der Ehe mit Neil Burstyn.
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1970: Wendekreis des Krebses (Tropic of Cancer)
- 1971: Die letzte Vorstellung (The Last Picture Show)
- 1972: Der König von Marvin Gardens (The King of Marvin Gardens)
- 1973: Der Exorzist (The Exorcist)
- 1974: Alice lebt hier nicht mehr (Alice Doesn’t Live Here Anymore)
- 1977: Providence
- 1978: Nächstes Jahr, selbe Zeit (Same Time, Next Year)
- 1980: Der starke Wille (Resurrection)
- 1981: Der Jean-Harris-Prozeß (The People vs. Jean Harris)
- 1984: Der Ambassador (The Ambassador)
- 1986: The Ellen Burstyn Show (Fernsehserie)
- 1991: Entscheidung aus Liebe (Dying Young)
- 1994: When a Man Loves a Woman – Eine fast perfekte Liebe (When a Man Loves a Woman)
- 1995: Ein amerikanischer Quilt (How to Make an American Quilt)
- 1996: Die Geschichte vom Spitfire Grill (The Spitfire Grill)
- 1996: Mutter mit Fünfzehn (Our Son, the Matchmaker)
- 1997: Scharfe Täuschung (Deceiver)
- 1999: Leben und lieben in L.A. (Playing by Heart)
- 2000: Requiem for a Dream
- 2000: The Yards – Im Hinterhof der Macht (The Yards)
- 2000-2002: That`s Life (TV-Serie)
- 2002: Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern (Divine Secrets of the Ya-Ya Sisterhood)
- 2002: Roter Drache (Red Dragon)
- 2005: Mrs. Harris – Mord in besten Kreisen (Mrs. Harris)
- 2006: The Fountain
- 2006: The Wicker Man
- 2008: Immer noch Liebe! (Lovely, Still)
- 2008: The Loss of a Teardrop Diamond
- 2008: W. – Ein missverstandenes Leben (W.)
- 2009: Greta (According to Greta)
- 2010: Main Street
Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1975 Oscar (Beste weibliche Hauptrolle)
- 1975 Tony Award (Beste weibliche Hauptrolle)
- 1976 BAFTA Award (Beste weibliche Hauptrolle)
- 1978 Golden Globe (Beste weibliche Hauptrolle/Musical)
- 2000 National Board of Review Career Achievement Award
- 2009 Genie Award (Beste weibliche Hauptrolle)
Weblinks[Bearbeiten]
- Ellen Burstyn in der Internet Movie Database (englisch)
- Essay über Ellen Burstyn zu ihrem 75. Geburtstag
- Biographie
Douglas Fairbanks sen., William C. de Mille (1929) | William C. de Mille (April 1930) | Conrad Nagel (November 1930) | Lawrence Grant (1931) | Conrad Nagel (1932) | 1933 | Will Rogers (1934) | Irvin S. Cobb (1935) | Frank Capra (1936) | George Jessel (1937) | Bob Burns (1938) | Kein offizieller Gastgeber (1939) | Bob Hope (1940) | Walter Wanger (1941) | Wendell Willkie (1942) | Bob Hope (1943, 1944) | Bob Hope, John Cromwell (1945) | Bob Hope, James Stewart (1946) | Jack Benny (1947) | Dick Powell, Agnes Moorehead (1948) | Robert Montgomery (1949) | Paul Douglas (1950) | Fred Astaire (1951) | Danny Kaye (1952) | Bob Hope, Conrad Nagel (1953) | Donald O’Connor, Fredric March (1954) | Bob Hope, Thelma Ritter (1955) | Jerry Lewis, Claudette Colbert, Joseph L. Mankiewicz (1956) | Jerry Lewis, Celeste Holm (1957) | James Stewart, David Niven, Jack Lemmon, Rosalind Russell, Bob Hope (1958) | Bob Hope, Jerry Lewis, David Niven, Laurence Olivier, Mort Sahl, Tony Randall (1959) | Bob Hope (1960, 1961, 1962) | Frank Sinatra (1963) | Jack Lemmon (1964) | Bob Hope (1965, 1966, 1967, 1968) | Kein offizieller Gastgeber (1969, 1970, 1971) | Helen Hayes, Alan King, Sammy Davis jr., Jack Lemmon (1972) | Carol Burnett, Michael Caine, Charlton Heston, Rock Hudson (1973) | John Huston, David Niven, Burt Reynolds, Diana Ross (1974) | Sammy Davis jr., Bob Hope, Shirley MacLaine, Frank Sinatra (1975) | Goldie Hawn, Gene Kelly, Walter Matthau, George Segal, Robert Shaw (1976) | Warren Beatty, Ellen Burstyn, Jane Fonda, Richard Pryor (1977) | Bob Hope (1978) | Johnny Carson (1979, 1980, 1981, 1982) | Liza Minnelli, Dudley Moore, Richard Pryor, Walter Matthau (1983) | Johnny Carson (1984) | Jack Lemmon (1985) | Alan Alda, Jane Fonda, Robin Williams (1986) | Chevy Chase, Goldie Hawn, Paul Hogan (1987) | Chevy Chase (1988) | Kein offizieller Gastgeber (1989) | Billy Crystal (1990, 1991, 1992, 1993) | Whoopi Goldberg (1994) | David Letterman (1995) | Whoopi Goldberg (1996) | Billy Crystal (1997, 1998) | Whoopi Goldberg (1999) | Billy Crystal (2000) | Steve Martin (2001) | Whoopi Goldberg (2002) | Steve Martin (2003) | Billy Crystal (2004) | Chris Rock (2005) | Jon Stewart (2006) | Ellen DeGeneres (2007) | Jon Stewart (2008) | Hugh Jackman (2009) | Alec Baldwin, Steve Martin (2010) | Anne Hathaway, James Franco (2011) | Billy Crystal (2012) | Seth MacFarlane (2013)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Burstyn, Ellen |
| ALTERNATIVNAMEN | Gillooly, Edna Rae |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1932 |
| GEBURTSORT | Detroit, Michigan, USA |