Fabian Gottlieb von der Osten-Sacken

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Fabian Gottlieb von der Osten-Sacken
Mannheim, Denkmal an den Rheinübergang des russischen Korps unter General von der Osten-Sacken, am 1. Januar 1814

Fürst Fabian Gottlieb von der Osten-Sacken (russisch Фабиан Вильгельмович Остен-Сакен; * 20. Oktoberjul./ 31. Oktober 1752greg.[1] in Reval; † 7. Apriljul./ 19. April 1837greg. in Kiew) war ein Feldmarschall der russischen Armee deutsch-baltischer Abkunft und Freimaurer.

Leben[Bearbeiten]

Fabian von der Osten-Sacken entstammte dem in Estland und Livland ansässigen Adelsgeschlecht derer von der Osten-Sacken. Er war der Sohn des russischen Kapitäns Wilhelm Ferdinand von der Osten-Sacken († 1754) und der Hedwig Eleonore von Udam († 1778).[2] Osten-Sacken nahm an den Kriegen gegen Polen und gegen das Osmanische Reich teil und kam, bereits Generalleutnant, 1799 in der Ersten Schlacht von Zürich in französische Gefangenschaft. Er kehrte 1801 nach Russland zurück und zeichnete sich dann bei Pultusk (1806) und Preußisch Eylau (1807) aus, kämpfte bei der Schlacht an der Katzbach unter Blücher und wurde in der Schlacht bei Leipzig zum General der Infanterie ernannt.

Anschließend nahm er an den Siegen über Napoléon Bonaparte in den Schlachten von Brienne und La Rothière teil (1814). Bei Montmirail wurde er jedoch geschlagen. Nach der Einnahme von Paris wurde er Generalgouverneur dieser Stadt. 1826 wurde Osten-Sacken zum Feldmarschall ernannt und unterdrückte 1831 den polnischen Aufstand in Volhynien und Podolien.

1821 wurde Osten-Sacken in den russischen Grafen- und 1832 in den Fürstenstand erhoben.[3]

Fabian Gottlieb Fürst von der Osten-Sacken starb am 19. April 1837 in Kiew. Er wurde mit dem russischen St. Andreas-Orden, dem preußischen Schwarzen Adlerorden und dem österreichischen Maria-Theresia-Orden ausgezeichnet.[4]

In Mannheim (Friesenheimer Straße) erinnert ein Denkmal an den dortigen Rheinübergang des russischen Korps von der Osten-Sacken, am 1. Januar 1814.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag im Taufregister der Olaikirche zu Reval (estnisch: Tallinna Oleviste kirik)
  2. Genealogisches Handbuch des Adels, Band Fü V, Seite 529, C. A. Starke Verlag, Limburg, 1959
  3. Genealogisches Handbuch der Oeselschen Ritterschaft, 1935 S. 251, 1. Absatz
  4. Genealogisches Handbuch des Adels, aaO.