Fachhochschule Frankfurt am Main

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Fachhochschule Frankfurt am Main
University of Applied Sciences
Logo
Gründung 1971
Trägerschaft staatlich
Ort Frankfurt am Main
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Präsident Detlev Buchholz
Studenten 10.705 (WS 2012/13)[1]
Mitarbeiter 1.200
Website www.fh-frankfurt.de

Die Fachhochschule Frankfurt am Main (kurz FH FFM)ist eine am 1. August 1971 gegründete Hochschule in Frankfurt am Main.

Geschichte[Bearbeiten]

Ansicht vom Nibelungenplatz

Entstehung[Bearbeiten]

Früheste Vorgängerinstitutionen der heutigen Fachhochschule waren die 1908 gegründete „Königliche Baugewerkschule“ und die 1910 eröffnete „Königliche Maschinenbauschule“. Die Fachhochschule Frankfurt am Main in ihrer heutigen Form entstand am 1. August 1971 durch die Vereinigung verschiedener Vorgängereinrichtungen, wie der Höheren Fachschule für Sozialarbeit, der Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule (HWS) und Staatlicher Ingenieurschulen.

Zusammenlegung der Fachbereiche[Bearbeiten]

1995 zogen der Fachbereich Wirtschaft und 1998 die Sozialfachbereiche aus der Nordweststadt an den Nibelungenplatz. Als Teilschritte eines Reformprozesses hat die Hochschule grundlegende Ziele festgelegt und sich eine neue Organisationsstruktur gegeben. Mit Wirkung zum 1. Juli 2001 wurde beschlossen, die damals dreizehn Fachbereiche zu vier Fachbereichen zusammenzufassen:

  • Die Fachbereiche A = Architektur, B = Bauingenieurwesen und G = Geodäsie = Vermessungswesen gehen bis auf die 1908 gegründete Königliche Baugewerkschule für Hoch- und Tiefbau zurück.
  • Die Fachbereiche E = Elektrotechnik, F = Feinwerktechnik, M = Maschinenbau und V = Verfahrenstechnik gehen auf die 1920 gegründeten staatlichen vereinigten Maschinenbauschulen zurück.
  • Der Fachbereich P = Sozialpädagogik geht zurück auf das 1954 gegründete Städtische Jugendleiterinnenseminar.
  • Der Fachbereich S = Sozialarbeit geht zurück auf die 1944 gegründete Staatlich anerkannte Frauenschule für Volkspflege.
  • Der Fachbereich W = Wirtschaft schließlich ist aus der 1966 gegründeten Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule hervorgegangen.
  • Die Fachbereiche MND = Mathematik und Naturwissenschaften und
  • SuK = Sozial- und Kulturwissenschaften sind erst mit Errichtung der FH 1971 geschaffen worden; sie hatten zunächst keine eigenen Studierende, sondern waren reine Service-Fachbereiche, vor allem für die Studierenden der Ingenieurfachbereiche.
  • Als 13. Fachbereich ist 1993 noch C = Care = Pflege und Gesundheit hinzugekommen.

Diese 13 Fachbereiche waren auf zwei Standorte verteilt:

  • Nibelungenplatz: Auf der einen Seite der Kleiststraße im alten Gebäude der „Staatsbauschule“ saßen die Fachbereiche A, B, G und SuK, auf der anderen Seite in der alten „Ingenieurschule“ die Fachbereiche E, F, M, V und MND. Die beiden Seiten der Kleiststraße lagen mental kaum weniger weit auseinander als der Nibelungenplatz und die Nordweststadt.
  • Nordweststadt: Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Pflege und Wirtschaft.

Fusionsgespräche mit der Fachhochschule Wiesbaden[Bearbeiten]

Die Präsidenten der Fachhochschule Frankfurt am Main und der Fachhochschule Wiesbaden vereinbarten im September 2005 die Strategische Partnerschaft der Fachhochschulen Frankfurt und Wiesbaden. Begründet wurde dies durch die Veränderungen im bundesdeutschen Hochschulsystem (Bachelor/Master) und den dadurch wachsenden Wettbewerb zwischen den Fachhochschulen, Universitäten und Berufsakademien. Am 14. September 2007 legte eine von den Präsidenten eingerichtete Steuerungsgruppe ein Eckpunktepapier für die Zusammenführung der beiden Hochschulen als Hochschule Rhein Main - Universität für angewandte Wissenschaften vor. Am 12. Dezember 2007 wurde die Fusion mit großer Mehrheit vom Senat der Fachhochschule Frankfurt am Main abgelehnt, obwohl zuvor der Senat der Fachhochschule Wiesbaden dieser zugestimmt hatte.

Rektoren / Präsidenten[Bearbeiten]

  • 1971–1982 Johannes Uthoff
  • 1983–1986 Rolf Kessler
  • 1987–1994 Johannes Schneider
  • 1995–2002 Rolf Kessler
  • 2003–2008 Wolf Rieck
  • seit 2008 Detlev Buchholz

Leitbild und Entwicklungsplan[Bearbeiten]

Die FH Frankfurt ist durch ihren urbanen Standort und ihre Internationalität gekennzeichnet. So stammen die über 12.000 Studierenden aus ca. 100 Nationen. Auch die Lehre und das Lehrangebot weisen eine internationale Orientierung aus, z. B. durch Doppelabschlüsse mit ausländischen Partnerhochschulen, umfangreiche Austauschangebote für Studierende und Lehrende und internationale Wochen. Dies wurde als Grund angegeben, die Hochschule zum 1. Juli 2014 in Frankfurt University of Applied Sciences umzubenennen.

Bauliche Entwicklung[Bearbeiten]

Das im Jahr 2006 neu bezogene Gebäude 1
Innenhof des Gebäudes 1
Der Campus auf der ehemaligen Kleiststraße mit den Gebäuden 8, 5 und 4 (v.l.n.r.)
Das neue Hauptgebäude in der Dämmerung

Campusbebauung 1[Bearbeiten]

Durch die Fertigstellung der „Campusbebauung 1“ mit einem Gesamtaufwand von ca. 53 Millionen Euro konnte die Anmietung des BCN-Gebäudes zum damaligen Zeitpunkt beendet werden. Außerdem ermöglichte sie strukturelle Verbesserungen wie die Schaffung eines Informatikzentrums, Rechnerräume und Räume für Forschungsprojekte sowie Ersatzräume für die abzureißenden Flächen aus den Gebäuden 2, 3 und 4. Das Raumprogramm umfasst ca. 12.000 m² Hauptnutzfläche, die in einem neuen Gebäude (Gebäude 1) und einem Anbau an das bestehende Gebäude 2 realisiert wurden. Inzwischen wurden - bedingt durch das Wachstum der Hochschule - größere Flächen im BCN wieder angemietet.

Campusbebauung 2[Bearbeiten]

Mit der „Campusbebauung 2“ wurde weitere räumliche Überlast der Fachhochschule abgebaut. Daneben wurde aus dem früheren Gelände der Fachhochschule und dem ehemaligen Gelände der „Philipp-Holzmann-Schule“ unter Einbeziehung der Kleiststraße zwischen Alleenring und Gleimstraße ein zusammenhängender Campusbereich geschaffen. Hierfür wurde die Kleiststraße für den öffentlichen Verkehr entwidmet und in den Campus integriert. Entsprechende Beschlüsse wurden von den zuständigen Gremien der Stadt Frankfurt a.M. bereits im Jahr 2002 verabschiedet.

Fachbereiche[Bearbeiten]

Die Fachbereiche der Fachhochschule Frankfurt am Main:

  1. ArchitekturBauingenieurwesenGeomatik
    (Bisherige Fachbereiche: Vermessungswesen – Architecture; Bauingenieurwesen – Civil Engineering; Surveying – Vermessung)
  2. Informatik und Ingenieurwissenschaften
    (Bisherige Fachbereiche: Elektrotechnik; Feinwerktechnik; Maschinenbau; Verfahrenstechnik; Mathematik, Naturwissenschaften, Datenverarbeitung [MND])
  3. Wirtschaft und Recht
    (Bisherige Fachbereiche: Sozial- und Kulturwissenschaften [SuK]; Wirtschaft)
  4. Soziale Arbeit und Gesundheit
    (Bisherige Fachbereiche: Pflege und Gesundheit – Health and Social Work; Sozialarbeit; Sozialpädagogik)

Studiengänge[Bearbeiten]

Bachelor[Bearbeiten]

  • Allgemeine Pflege
  • Allgemeine Pflege mit Schwerpunkt (ab WS 2013)
  • Architektur
  • Bauingenieurwesen
  • Betriebswirtschaft
  • Betriebswirtschaft mit deutsch-französischem Doppelabschluss
  • Bioverfahrenstechnik
  • Business Information Systems- Wirtschaftsinformatik (international)
  • Business Information Systems- Wirtschaftsinformatik (transnational)
  • Electrical Engineering
  • Elektrotechnik und Informationstechnik (auslaufend)
  • Energieeffizienz und erneuerbare Energien - Elektrotechnik
  • Geoinformation und Kommunaltechnik
  • Informatik
  • Informatik - mobile Anwendungen
  • Informationssystemtechnik
  • Ingenieur-Informatik (auslaufend)
  • International Business Administration
  • International Finance
  • Luftverkehrsmanagement (dual)
  • Maschinenbau
  • Maschinenbau mit deutsch-spanischem Doppelabschluss
  • Material und Produktentwicklung
  • Mechanical Engineering
  • Mechatronik/Mikrosystemtechnik
  • Public Administration (dual)
  • Public Management
  • Service Engineering- Maschinenbau
  • Soziale Arbeit
  • Tourismusmanagement
  • Wirtschaftsinformatik – Business Information Systems (international)
  • Wirtschaftsinformatik – Business Information Systems TRADIS (transnational)
  • Wirtschaftsingenieurwesen (Onlinestudiengang)
  • Wirtschaftsrecht

Master[Bearbeiten]

  • Architektur
  • Aviation Management
  • Barrierefreie Systeme – Interdisziplinärer Masterstudiengang M. Sc.
  • Barrierefreies Planen und Bauen
  • Beratung in der Arbeitswelt. Coaching und Supervision
  • Beratung und Sozialrecht
  • Bio- und Umweltverfahrenstechnik in Kooperation mit der Hochschule RheinMain
  • Case Management für ein barrierefreies Leben
  • Entrepreneurship & Business Development (MBA)
  • Geoinformation und Kommunaltechnik
  • High Integrity Systems
  • Information Technology
  • Infrastrukturmanagement
  • Konstruktiver Ingenieurbau / Baumanagement
  • Leadership
  • Management und Vertragsgestaltung in der Gesundheitswirtschaft (Master of Healthcare Administration and Contracting - MHAC)
  • Musiktherapie (auslaufend)
  • Pflege – Advanced Practice Nursing
  • Pflege- und Gesundheitsmanagement
  • Production Management and Automation (PROMA) oder Automotive Engineering, NVH and Emission
  • Produktion und Automobiltechnik
  • Soziale Arbeit
  • Strategisches Informationsmanagement SIM – Master of Science (M. Sc.)
  • Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (M.Eng) in Kooperation mit der Hochschule RheinMain
  • Urban Agglomerations
  • Verhandeln und Gestalten von Verträgen (LL.M.)
  • Wirtschaftsingenieurwesen (M.B.A.E.)
  • Wirtschaftsinformatik (M. Sc.) in Kooperation mit der Technische Hochschule Mittelhessen
  • Zukunftssicher Bauen

Familiengerechte Hochschule[Bearbeiten]

Als erste hessische Hochschule erwarb die Fachhochschule Frankfurt am Main am 19. Juni 2007 das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Im Mittelpunkt der Bemühungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familienpflichten stand von Anfang an die Erarbeitung eines Konzepts für bedarfsgerechte und flexible Angebote der Kinderbetreuung. Die Zertifizierung beruht auf einem Prozess der Auditierung unter Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Professorinnen und Professoren sowie Studentinnen und Studenten.

Die wichtigsten im Familien-Audit vereinbarten Ziele:

  • Bau eines „forschungsorientierten Kinderhauses“ auf dem Campus
  • Eltern-Kind-Zimmer mit Arbeitsmöglichkeiten für Eltern
  • Infomaterial und Beratung zum Thema Studieren und Arbeiten mit Kind an der Fachhochschule Frankfurt
  • Informationsmaterial zum Thema Pflege von Angehörigen
  • Informationssammlung und Absprachen über Möglichkeiten des Auslandsstudiums mit Kind
  • Familiengerechte Organisation von Lehrveranstaltungen und Prüfungen
  • Verbesserung der Wiedereingliederung beurlaubter Beschäftigter
  • Implementierung von Familiengerechtigkeit in das Qualitätsmanagement
  • Implementierung von Familiengerechtigkeit in die Personalentwicklung
  • Fortbildungen für Führungskräfte
  • Flexibilisierung von Arbeitszeiten

Einrichtungen und angeschlossene Institute[Bearbeiten]

Studentische Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Fachsprachenzentrum
  • Selbstlernzentrum
  • Café Profitratte
  • Café Kurzschlusz
  • Café1

Wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsinstitute[Bearbeiten]

  • Institut für Materialwissenschaften (IfM)
  • Institut für Stadt- und Regionalentwicklung (ISR)
  • Institut für Suchtforschung (ISFF)
  • Institut für interdisziplinäre Technik (IiT)
  • Institut für Materialwissenschaften (IfM)
  • Frankfurter Technologiezentrum Medien (FTzM)
  • Institut für Migrationsstudien und interkulturelle Kommunikation (IMiK)
  • Institut für professionelle Anwendungen in der Informatik (IPIAG)
  • Hessisches Zentrum für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement (HZQ)
  • Institut für Materialwissenschaften (IfM)
  • Institut für Entrepreneurship (IFE)[2]
  • Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR)
  • Zentrum für Logistik, Mobilität und Nachhaltigkeit (ZLMN)

Fachhochschulübergreifende Forschungszentren[Bearbeiten]

  • Hessisches Institut für Pflegeforschung (HeSSIP)
  • Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen (gFFZ)
  • Center for Biomedical Engineering (CBME)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fachhochschule Frankfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fachsemesterstatistik WS 2012 (PDF; 41 kB)
  2. https://www.fh-frankfurt.de/en/fachbereiche/fb3/forschunginstituteprojekte/institute/ife.html Informationen zum IFE auf der Website der Fachhochschule Frankfurt am Main

50.1303338.692486Koordinaten: 50° 7′ 49,2″ N, 8° 41′ 32,9″ O