Frankfurt School of Finance & Management

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Frankfurt School of Finance & Management
Logo
Gründung 1957
Trägerschaft privat, gemeinnützig
Ort Frankfurt am Main
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Präsident und Vorsitzender der Geschäftsführung Udo Steffens
Studenten ca. 1.350 in den akademischen Programmen (hinzu kommen bundesweit ca. 5.000 Teilnehmer in den berufsbegleitenden Programmen)
Mitarbeiter ca. 400
davon Professoren ca. 45
Jahresetat 71,3 Mio. EUR (2011)
Website www.frankfurt-school.de

Die Frankfurt School of Finance & Management ist eine private, staatlich anerkannte Business School im bis 2015 befristeten[1] Universitätsrang mit Sitz in Frankfurt am Main.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Die Hochschule ging am 17. Januar 2007 aus der Bankakademie und der Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) hervor. Die HfB ihrerseits wurde 1990 als Fachhochschule mit dem Schwerpunkt Banking & Finance gegründet und 2004 in eine wissenschaftliche Hochschule überführt.

1957 wurde der Bankakademie e. V. vom Gabler Verlag in Wiesbaden gegründet. 1966 wurde der Verein neu gegründet und hatte regionale Verbände des privaten Kreditgewerbes und den Verband der Genossenschaftsbanken als Mitglieder. Die Bankakademie hat die berufsintegrierte Weiterbildung im Bankengewerbe Deutschlands nachhaltig und frühzeitig weiterentwickelt. Über das Weiterbildungsangebot zum Bankfachwirt hinaus hat die Bankakademie die Fortbildung zum Bankbetriebswirt eingeführt, die heute in Deutschland in jedem Kreditinstitut als anerkannte Weiterbildung gilt. In den 1970er Jahren wurde das Spektrum zudem um ein Managementstudium mit dem nicht-akademischen Abschluss "Diplom-Bankbetriebswirt" erweitert.

Unter dem Dach der Bankakademie wurde 1990 die Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) gegründet. 1994 schlossen die ersten 35 Studenten als Diplom-Betriebswirte (FH) ab. Der wesentliche Unterschied des Bildungsangebots im Vergleich zu anderen privaten (Fach-)Hochschulen lag darin, dass das betriebswirtschaftliche Studium auf eine Möglichkeit zur Berufspraxis in Teilzeit ausgelegt war, ohne dass der Studiumumfang selbst gekürzt wurde.

Campus der Frankfurt School im Ostend

Im Rahmen des Bologna-Prozesses führte die HfB im Jahr 2000 das Bachelor- und Master-System ein. Das Modell der berufsintegrierten akademischen Ausbildung wurde in das berufsintegrierte Studium zum Bachelor bzw. Master of Science übernommen. Daneben wurden zunehmend mehr klassische Vollzeitstudiengänge eingeführt, die einen internationalen Fokus hatten. 2001 bezog die HfB ihren neuen Campus im Frankfurter Ostend. 2003 graduierten die ersten Masterstudenten.

Zum 3. November 2004 wurde die HfB in eine wissenschaftliche Hochschule überführt. 2007 wurden beide Einrichtungen unter dem gemeinsamen Dach der Frankfurt School of Finance & Management vereint. Seit Januar 2008 ist die Frankfurt School of Finance & Management eine gemeinnützige GmbH die von der gleichnamigen Stiftung getragen wird.

Derzeit verfügt die Frankfurt School über knapp 50 Professorinnen und Professoren.[2] Sowohl in den Vollzeit- als auch in den berufsbegleitenden Studiengängen liegt der inhaltliche Schwerpunkt inzwischen auf allgemeiner Betriebswirtschaftslehre. Der ehemals alleinige, namensgebende Schwerpunkt Finanzdienstleistung und Management prägt zwar nach wie vor alle Studiengänge, wird aber inzwischen primär über Wahlmodule und spezialisierte Masterstudiengänge angeboten. Die Quote der Absolventen der Frankfurt School, die in die Industrie gehen, lag zuletzt bei 15%. Die Frankfurt School of Finance & Management arbeitet mit rund 90 Partneruniversitäten zusammen.

Organisation [Bearbeiten]

Die Geschäftsleitung der Frankfurt School besteht aus dem Präsidenten und Vorsitzenden der Geschäftsführung Udo Steffens und dem Vizepräsidenten und Geschäftsführer Ingolf Jungmann. Dem Präsidium gehören außerdem an die Vizepräsidenten Michael H. Grote (Akademische Angelegenheiten) und Hartmut Kliemt (Forschung) sowie die Direktoren Klaus Beinke (Leiter Firmenprogramme & Services) und Fatma Dirkes (Leiterin International Advisory Services).

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Frankfurt School sind in fünf sog. Departments organisiert. Neben den Professoren und anderen hauptamtlichen Lehrkräften gibt es elf Programmdirektoren, die für das Management und für die Entwicklung der Studiengänge verantwortlich sind. Sie werden ebenfalls zur Fakultät gezählt, obwohl sie ein separates Team bilden, das beim Präsidenten und nicht beim Vizepräsidenten für Akademische Angelegenheiten angesiedelt ist. Nicht alle Programmdirektoren sind in der Lehre tätig.

Department Leiter Professoren Honorarprofessoren sonstige hauptamtliche Lehrkräfte
Finance Christina E. Bannier 16 1 1
Management Erich Barthel 12 1 1
Economics Paul G. Schmidt 6 2 1
Accounting Jörg R. Werner 5 1 0
Legal Studies & Ethics Hartmut Kliemt 4 1 0

Akademische Programme [Bearbeiten]

Bachelor und Master [Bearbeiten]

Die Frankfurt School bietet sechs Bachelor-Programme an, die alle mit dem Grad Bachelor of Science (B.Sc.) abschließen. Alle Programme werden in Vollzeit studiert und umfassen 210 ECTS Credit Points. Mit Ausnahme des Intensivprogramms "Business Administration" dauert das Studium sieben Semester. Zwei Programme sind dual, d.h. sie verbinden Berufstätigkeit mit Studium. Alle Programme beinhalten außerdem Praktika in Deutschland und im Ausland, sowie mindestens ein Semester Auslandsstudium an einer der Partnerhochschulen der Frankfurt School:

  • Business Administration (englischsprachig, sechssemestriges Intensivprogramm))
  • International Business Administration (englischsprachig)
  • Betriebswirtschaftslehre dual
  • Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung
  • Wirtschaftsinformatik (duales Programm)
  • Management, Philosophy & Economics

In den dualen Studienprogrammen kooperiert die Frankfurt School mit großen Banken wie der Deutschen Bank, der Commerzbank, der KfW, der DekaBank und der DZ Bank und mit anderen Unternehmen wie der Deutschen Telekom. Die Kooperationspartner stellen die Arbeitsplätze bereit. Zusätzlich zu ihrem Gehalt bekommen die Studenten von ihren Arbeitgebern einen Teil der Studiengebühren erstattet – meist zwischen 25 und 100%.

Die Studiengebühren in den Bachelor-Programmen betragen 6.200 € pro Semester, im Intensivprogramm "Business Administration" 7.440 € pro Semester (Stand: Studienbeginn 2013).

Die Frankfurt School bietet darüber hinaus neun Masterprogramme an und verleiht die akademischen Grade Master of Science (M.Sc.), Master of Arts (M.A.), Master of Business Administration (MBA) und Master of Laws (LL.M.):

  • Master in Auditing
  • Master of Finance
  • Master of International Business
  • Master in Management
  • Master of Quantitative Finance
  • Master in Risk Management & Regulation
  • Executive Master of Business Administration
  • MBA in International Healthcare Management
  • Master of Mergers & Acquisitions

Befristetes Promotionsrecht [Bearbeiten]

Die Frankfurt School hat seit 2005 ein Promotionsprogramm, das mit dem akademischen Titel Dr. rer. pol. abschließt. Das Promotionsrecht wurde befristet bis zum 31. Dezember 2010 verliehen, die Befristung wurde einmalig um fünf Jahre verlängert.[3] Das Promotionsrecht der Privatschule ist nicht unumstritten. So bemerkte der Wissenschaftsrat in einer Stellungnahme zur Akkreditierung, die Frankfurt School habe "erst sehr spät energische Schritte eingeleitet, um das ihr befristet verliehene Promotionsrecht durch adäquate Forschungsleistungen zu untermauern." und nahm das befristet verliehene Promotionsrecht ausdrücklich von der für zehn Jahre ausgesprochenen Akkreditierung aus.[4] Laut Wissenschaftsrat hat die Frankfurt School es versäumt, die institutionellen und infrastrukturellen Voraussetzungen für ein Forschungsumfeld zu schaffen. Daher sieht er "gegenwärtig keine ausreichende wissenschaftliche Basis, um eine Entfristung oder weitere Verlängerung des bislang befristet verliehenen Promotionsrechts für die Frankfurt School zu empfehlen."[5] Nach Plagiatsvorwürfen wurde dem ersten Absolventen, der im Jahr 2007 an der Frankfurt School promoviert wurde[6] der Doktorgrad wieder entzogen.[7]

Berufsbegleitende Programme [Bearbeiten]

Ferner werden spezialisierte Programme wie z. B. Ship Financing,[8] Finance Journalism[9] etc. angeboten.

Weitere Angaben [Bearbeiten]

Zulassungsverfahren [Bearbeiten]

Zur Zulassung führt die Frankfurt School ein zweistufiges Bewerbungsverfahren durch. Auf die schriftliche Bewerbung erfolgt ein Assessment-Center, in dem analytisch-logische Fähigkeiten, Teamkompetenz, allgemeinwirtschaftliches Wissen sowie Fremdsprachenkenntnisse in Englisch überprüft werden.

Das Assessment-Center für die Bachelor-Programme besteht aus mehreren schriftlichen Tests und einer Gruppenübung. Außerdem werden Bewerber von zwei Personen interviewt. Interviewer sind meistens ein Vertreter der Hochschule – beispielsweise ein Professor oder einer der Programmdirektoren – und ein Vertreter eines Unternehmens, mit dem die Frankfurt School zusammenarbeitet.

Qualität in der Lehre [Bearbeiten]

Unterricht findet in kleinen Gruppen statt. Für die Bachelor-Programme liegt die maximale Anzahl Teilnehmer je Kurs bei 40, in den Sprachkursen in der Regel bei 15. Für ihre Dozenten bietet die Frankfurt School eigene Didaktikschulungen an.

Alle Lehrveranstaltungen werden von den Studenten evaluiert. Für die einzelnen Studienprogramme sind außerdem Lernziele definiert, also Kompetenzen und Fähigkeiten, die die Studenten bis zum Abschluss ihres Studiums erworben haben sollen. Damit prüft die Hochschule nicht nur ihre Studenten, sondern auch ihre eigene Lehrleistung. Für das Qualitätsmanagement gibt es eigene Mitarbeiter.[10]

Beratungstätigkeit [Bearbeiten]

Neben dem Bildungsangebot, das den Kern der Frankfurt School darstellt, ist sie in der internationalen Beratung aktiv und betreut weltweit diverse Projekte. Schwerpunktmäßig lassen sich die Beratungsfelder der Frankfurt School in die Themen Development Finance, Micro Finance, Housing und Consulting einteilen.

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Das neue Logo

Das Logo ist ein artifizielles Signet in dem sich neben Anklängen an die Währungszeichen Dollar, Euro, Yen und Pfund auch die mathematisch-wissenschaftlichen Zeichen für gleich/ungleich und unendlich erkennen lassen. Die Farben waren ursprünglich dunkelblau (die Farbe der Bankakademie) und gelb-orange (ehemals HfB).

Das alte Logo

Durch die Frankfurter Kommunikationsagentur Maleki Group wurde am 30. März 2007 ein Widerspruch gegen die Marke mit dem Versuch eingereicht, der Frankfurt School of Finance & Management die Verwendung der Namensbestandteile „Frankfurt“ und „Finance“, des Logos und der Farbkombination blau/gelb zu untersagen.[11]

Vor dem Landgericht Frankfurt am Main wurde durch den Vorsitzenden Richter Kästner am 10. November 2009 in einem öffentlichen Gütetermin dargelegt, dass eine Zeichenähnlichkeit nicht gegeben ist. Hinsichtlich der Farbkombination wurde zu einem Vergleich geraten, in dem die Frankfurt School auf die Gelbtöne im Logo verzichtet. Die Frankfurt School nutzt seit 30. August 2010 in der farblichen Gestaltung des Logos die Kombination blau/weiß.[12]

Ranking [Bearbeiten]

Das Magazin Wirtschaftswoche kürte die Frankfurt School 2012 und 2013 nach einer Umfrage unter 500 Personalverantwortlichen zur sechstbesten BWL-Fakultät in Deutschland.[13] Ihr Master of Finance war außerdem das einzige Programm einer deutschen Hochschule, dass 2012 im Ranking der Financial Times aufgeführt wurde.[14] Im Handelsblatt-Ranking der forschungsstärksten BWL-Fakultäten belegte die Frankfurt School 2012 Rang 8 unter den deutschen Universitäten.[15]

Im CHE-Ranking erreichte die Frankfurt School 2012/13 in der Kategorie „Bachelor (Uni) BWL“ gemeinsam mit der Universität Mannheim, der TU München, der EBS und der WHU die beste Bewertung.[16]

Bekannte Professoren [Bearbeiten]

Bekannte Absolventen [Bearbeiten]

Alumni [Bearbeiten]

Seit der Gründung haben etwa 100.000 Absolventen ihren Studienabschluss in der beruflichen Weiterbildung gemacht. In den akademischen Programmen gibt es derzeit über 1.500 Alumni aus den Diplom-, Bachelor- und Masterstudiengängen und dem Promotionsprogramm. Die Frankfurt School hat aus historischen Gründen zwei Alumni-Vereine, da nach der Fusion von Bankakademie und HfB die beiden Alumni-Vereine eigenständig blieben.

  • Frankfurt School Alumni e.V. (vormals HfB-Alumni e.V.): Verein der Absolventen der akademischen Studiengänge [1]
  • Frankfurt School of Finance & Management Bankakademie Alumni e.V.: In diesem Verein haben sich die Absolventen der beruflichen Weiterbildungsprogramme (Bankfachwirt, Bankbetriebswirt, Managementstudium) organisiert [2]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://www.journal-frankfurt.de/?src=journal_news_einzel&rubrik=5&id=12387
  2. http://www.frankfurt-school.de/content/de/who_we_are/facts.html
  3. Artikel zur Verlängerung des Promotionsrechts auf HR-Online
  4. Stellungnahme zur Akkreditierung der Frankfurt School of Finance & Management (PDF; 297 kB), Wissenschaftsrat, S. 12 und S. 10, abgerufen am 14. Dezember 2012.
  5. Stellungnahme zur Akkreditierung der Frankfurt School of Finance & Management (PDF; 297 kB), Wissenschaftsrat, S. 11, abgerufen am 14. Dezember 2012.
  6. Jahresbericht 2007, Management Research Centre, Frankfurt School of Finance & Management, S. 2.
  7. Frankfurt School entzieht Doktorgrad, 17. Oktober 2012.
  8. Ship Financing an der Frankfurt School http://www.frankfurt-school.de/content/de/education_programmes/professional_programmes/shf.html
  9. Finance Journalism an der Frankfurt School http://www.frankfurt-school.de/content/de/education_programmes/professional_programmes/fjm.html
  10. http://www.frankfurt-school.de/content/de/who_we_are/accreditation_quality.html
  11. LG Frankfurt 2-18 O 35/09
  12. Wortbildmarke der Frankfurt School of Finance & Management
  13. Frankfurt School auf dem sechsten Platz im BWL-Hochschulranking der Wirtschaftswoche. Frankfurt School of Finance & Management. Abgerufen am 8. April 2013.
  14. Masters in Finance Pre-experience 2012. Financial Times. Abgerufen am 10. Juli 2012.
  15. Handelsblatt-Ranking Betriebswirtschaftslehre 2012. Handelsblatt. Abgerufen am 17. September 2012.
  16. CHE-Ranking Bachelor (Uni) BWL 2012/13. Die Zeit. Abgerufen am 20. November 2012.

50.1096388888898.6974111111111Koordinaten: 50° 6′ 35″ N, 8° 41′ 51″ O