Kunsthochschule Kassel

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Kunsthochschule Kassel
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Gründung 1947
Trägerschaft staatlich
Ort Kassel
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Rektor Christian Philipp Müller
Website www.kunsthochschule-kassel.de

Die Kunsthochschule Kassel ist eine Hochschule für Bildende Kunst in Kassel. Die Hochschule ist ein teilautonomer Fachbereich der Universität Kassel. Bereits 1777 wurde in Kassel eine erste Kunstakademie gegründet, die bis 1931 bestand. Die heutige Lehranstalt besteht seit 1947 und befindet sich am Rande der Kasseler Karlsaue.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Kasseler Kunstakademie [Bearbeiten]

Erster Sitz der Akademie im Schloss Bellevue, gemalt von Louis Kolitz

Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) begann Friedrich II., Landgraf von Hessen-Cassel, mit der Ansiedlung von Industrie und Manufaktur in Hessen und holte Künstler und Gelehrte nach Kassel. Am 18. Oktober 1777 löste er die „Académie de Peinture et de Sculpture de Cassel“ aus dem Collegium Carolinum heraus und eröffnete 1779 das Fridericianum als eines der ersten öffentlichen Museen auf dem europäischen Kontinent. Im selben Jahr bekam die Akademie ihre erste Satzung, in der die Rolle der Kunstförderung die der Lehre noch überwog.

Der Wechsel hin zur Kunstlehranstalt fand 1838 statt, nachdem die Verantwortung für die Akademie 1832 an die Regierung überging. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts trennte sich die akademischen Lehre immer mehr von der Ausbildung in gewerblicher Kunst. Eine eigene Kunstgewerbeschule entstand. Wesentliche Aspekte waren hier die Ausbildung zum Kunsterzieher und die Einführung von ersten Werkstätten.

In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts führte die Akademie ebenfalls Werkstätten ein, um der zunehmenden Bedeutung des handwerklichen in der Kunst gerecht zu werden. Der Versuch der preußischen Regierung, die Akademie und die Kunstgewerbeschule zusammenzulegen, scheiterte. Nach der Schließung der Akademie im Jahr 1931 wurde deren Gebäude 1943 durch britische Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Neugründung und Weg zur Universität [Bearbeiten]

Nordbau der Kunsthochschule Kassel

Nach dem Krieg wurden sowohl die Kunstgewerbeschule (1946) unter dem Namen „Schule für Handwerk und Kunst“ als auch die Akademie (1947) unter dem Namen „Werkakademie“ wiedereröffnet. Diese wurde im Jahre 1960 zur „Staatlichen Hochschule für bildende Künste“. Durch die protegierte Stellung des Professors und documenta-Gründers Arnold Bode erfolgte nach dessen Erfolg im Jahr 1962 zur Erweiterung durch die didaktische Auslegung von Praxis und Anwendung innerhalb der Kasseler Schule. Im Jahr 1962 zog die „Schule für Handwerk und Kunst“ in einen Neubau von Paul Friedrich Posenenske am Rande der Karlsaue. 1968 folgte die Staatliche Hochschule in ein unmittelbares Nachbargebäude. Zwei Jahre später kam es zur Fusion. Als Fachbereich 20 ist die Kunsthochschule inzwischen der 1971 als Gesamthochschule Kassel gegründeten Universität Kassel angegliedert.

Hervortretend war die Hochschule innerhalb der Jahre als Hochschule für bildende Künste durch die Experimentalistik insbesondere in der Architektur und Offenheit. Protagonist dieser Phase ist der "Lehmbau"-Papst Gernot Minke, dem die Verbindung von gezielter Auseinandersetzung und angewandter Praxis offensiv gelang. Auch Eberhard Fiebig ist ein Repräsentant dieser Phase bis in die ausgehenden 1980er Jahre. Die Schule entwickelte in dieser Zeit ein eigenes, integriertes System der Darstellung und Vermittlung. Gleichwohl ist Lucuis Burckhardt, Soziökonom und Stadtplaner, der lange Jahre die Freiraum- und Spaziergangswissenschaften pflegte, ein Vertreter dieser Zeit.

Im Jahr 2011 wurde Christian Philipp Müller als Nachfolger von Karin Stempel Rektor der Schule.

Studienangebot [Bearbeiten]

Studiengänge [Bearbeiten]

Die Kunsthochschule Kassel bietet folgende Studiengänge an:

Werkstätten [Bearbeiten]

Die Kunsthochschule Kassel bietet neben den studiengangsspezifischen Einrichtungen disziplinenübergreifende Werkstätten. Sie setzt damit Traditionen wie die des Bauhauses fort, handwerkliche und künstlerische Kompetenzen konstruktiv miteinander zu verbinden.

  • Fotowerkstatt
  • Holzwerkstatt
  • Kunststoffwerkstatt
  • Studienwerkstatt Buch und Papier
  • Studienwerkstatt Druck und Druckgestaltung
  • Studienwerkstatt für digitale Medien
  • Studienwerkstatt Keramik
  • Studienwerkstatt Metall
  • Studienwerkstatt Modellbau
  • Studienwerkstatt Serigrafie
  • Studienwerkstatt Textil
  • Studienwerkstatt Trick- und Animationsfilm
  • Studienwerkstatt Typografie
  • Werkstätten für Originalgrafik

Partnerhochschulen [Bearbeiten]

Die Kunsthochschule Kassel pflegt Austauschprogramme mit folgenden Hochschulen:

Bekannte Professoren und Studenten [Bearbeiten]

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  • Manfred Vosz 1972 – 2000 Professor der Filmklasse Kassel

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Varia [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Kunsthochschule Kassel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.3041666666679.4891666666667Koordinaten: 51° 18′ 15″ N, 9° 29′ 21″ O