PorYes

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Logo von PorYes in Form der stilisierten Auster mit Perle

PorYes ist ein feministisches Gütesiegel für pornografische Filme. Es wird von einer Berliner Initiative um Laura Méritt vergeben. Für das Gütesiegel wurde ein detaillierter Katalog von Kriterien für feministische Pornos erarbeitet. Die Mindestanforderungen umfassen sexpositive Darstellungen weiblicher Lust, das Aufzeigen vielfältiger sexueller Ausdrucksweisen und die maßgebliche Mitwirkung von Frauen bei der Filmproduktion.[1] Mit dem PorYes-Label möchten die Initiatorinnen dem Sexismus in der Mainstream-Pornografie eine Alternative entgegensetzen.[2]

Ebenfalls durch die feministische Initiative wird zweijährlich der PorYes-Award, der Feministische Pornofilmpreis Europa verliehen, mit dem erstmals im Jahr 2009 in Berlin herausragende und den PorYes-Kriterien entsprechende Porno-Produktionen ausgezeichnet wurden. Ähnliche Filmpreise gab es bereits seit vielen Jahren in Kanada und den USA.[2] Der Name spielt auf die PorNO-Kampagne an, die Initiative sieht sich jedoch nicht im direkten Gegensatz zu dieser Kampagne. [3] Unterstützt wird die Filmpreisverleihung unter anderem von der taz, dem Schwulen Museum Berlin, dem Pornfilmfestival Berlin und dem Frauen-Online-Magazin Aviva.[4]

Award [Bearbeiten]

2009

Die als „Auster“ bezeichnete Auszeichnung ging 2009 an Film-Pionierinnen der sexpositiven Frauenbewegung, darunter Candida Royalle, Annie Sprinkle, Maria Beatty, Shine Louise Houston und Petra Joy. Die Laudatio hielten unter anderen Corinna Rückert und Paula Rosengarthen.[5] Eröffnet wurde die Preisverleihung von ihrer Schirmfrau, der Filmemacherin Ula Stöckl.

2011

Nachdem die Prämierten 2009 zu einem großen Teil aus den USA kamen, ging die Auster 2011 ausschließlich an europäische Werke. Neben den Preisen für verschiedene sex-positive Filmproduktionen wurde die französische Schriftstellerin, Filmemacherin und Schauspielerin Catherine Breillat für ihr künstlerisches Gesamtwerk ausgezeichnet. Breillat, die bei der Verleihung nicht persönlich anwesend war, beschaffe „Sisyphus gleich in ihrem literarischen und filmischen Schaffen den Frauen und Mädchen durch ihr Werk das Recht auf den eigenen Blick auf ihren eigenen Körper und ihre eigene Sexualität wieder“.[6] Für einzelne ihrer Filme wurden Breillats Landsfrau Emilie Jouvet, die Britin Rusty Cave (Angie Dowling) sowie Mia Engberg aus Schweden ausgezeichnet.

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. poryes.de: Kriterien FemPorn. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  2. a b Zeit Online: PorYes, das Biosiegel für Sex-Filme. vom 16. Oktober 2009. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  3. poryes.de: FAQ. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  4. poryes.de: Die UnterstützerInnen. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  5. poryes.de: Die Auster-Prämierten 2009. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  6. poryes.de: Laudatio auf Catherine Breillat. Abgerufen am 25. Oktober 2012.