Fischbach LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Fischbachf zu vermeiden.
Fischbach
Wappen von Fischbach
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1129i1Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „stand“f4
Postleitzahl: 6145
Koordinaten: 635599 / 22283847.1555527.908057637Koordinaten: 47° 9′ 20″ N, 7° 54′ 29″ O; CH1903: 635599 / 222838
Höhe: 637 m ü. M.
Fläche: 8.04 km²
Einwohner: 731 (31. Dezember 2012)[1]
Website: www.fischbach-lu.ch
Fischbach

Fischbach

Karte
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Fischbach ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt an der Strasse von Zell LU nach St. Urban. Durch die Ortschaft fliesst der gleichnamige Bach. Zur Gemeinde gehört der Weiler Leimbütz (500 m südöstlich; 649 m.ü.M.) an der Strasse nach Zell. Am rechten Ufer des (Gondiswiler-)Rotbachs liegt die Streusiedelung Schönenthül. Dieser Rotbach bildet die Westgrenze des Orts und ist gleichzeitig auch Grenze zum Kanton Bern. Daneben gibt es Dutzende Häusergruppen und Einzelgehöfte in der hügeligen Landschaft. Höchste Erhebungen sind die Schönenthülerhöhe (763 m.ü.M.) und ein Teil des Bodenbergs im Vogelsangwald (759 m.ü. M.). Der Grossteil der Fläche ist gerodet und wird landwirtschaftlich genutzt (80,7 % des Gemeindegebiets). Nur 5,3 % sind Siedlungsfläche; Wald und Gehölz bedecken weitere 13,8 % des Areals.

Fischbach grenzt an die luzernischen Gemeinden Ebersecken, Grossdietwil, Ufhusen und Zell LU und an die Gemeinde Gondiswil im Kanton Bern.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 500
1850 801
1860 693
1880 782
1888 761
1900 676
1930 703
1950 761
1980 595
1990 631
2004 697

Die Bevölkerung wuchs bis 1850. Der Höchststand dieses Jahres wurde nie mehr erreicht. Im darauf folgenden Jahrzehnt verlor die Ortschaft durch Abwanderung einen ansehnlichen Teil derBewohner (1850-1860: -13,5 %). Dieser Rückgang konnte bis 1880 grösstenteils wieder wettgemacht werden. Zwischen 1888 und 1900 erfolgte ein zweiter Exodus (1888-1900: -11,2 %). Bis 1930 folgte eine Stagnationsphase mit leichtem Wachstum (1900-1930: +4,0 %), danach eine leichte Wachstumsphase bis 1950 (1930-1950: +8,3 %). In den darauf folgenden Jahrzehnten bis 1980 kam es zur dritten Abwanderungsphase (1950-1980: -21,8 %). Seit diesem absoluten Tiefststand wächst die Bevölkerung beständig (1980-2004: +17,1 %).

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 93,95 % Deutsch, 3,83 % Albanisch und 0,88 % Serbokroatisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Früher war die gesamte Bevölkerung Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Vor allem durch Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht es so aus: Es gibt 70,06 % römisch-katholische, 17,99 % evangelisch-reformierte und 0,88 % freikirchliche Christen. Daneben findet man 5,46 % Muslime und 2,21 % Konfessionslose. Die Muslime sind beinahe ausschliesslich Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Ende 2006 waren von den 719 Einwohnern 645 Schweizer und 74 (=10,3 %) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung waren 88,64 % (einschliesslich Doppelbürger 88,94 %) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro(vorwiegend Albaner, einige Slawen) und Mazedonien(ebenfalls Albaner).

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist durch die Postautolinie Zell-Altbüron-St. Urban ins Netz des Öffentlichen Verkehrs eingebunden. In Zell gibt es eine Station der Bahnlinie Luzern-Langenthal. Der Ort liegt an der Strasse von Zell nach St. Urban. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist Dagmersellen an der A2 in 12 km Entfernung.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde aus prähistorischer Zeit belegen, dass die Gemeinde bereits früh besiedelt wurde. In historischer Zeit waren erst die Grafen von Lenzburg die Herren. Ihr Besitz ging im 13. Jahrhundert an die Herren von Balm über. Unter deren Regentschaft taucht im Jahr 1224 erstmals in einer Tauschurkunde zwischen Eberhard von Grünenberg und dem Kloster St. Urban der Name Viscebach auf. Da Rudolf von Balm 1308 in die Ermordung von König Albrecht verwickelt war, fiel sein Besitz an die Habsburger. Die Gemeinde wurde der Grafschaft Willisau zugeteilt, wo sie bis 1415 blieb. In diesem Jahr kaufte die Stadt Luzern die gesamte Grafschaft und machte sie zur Landvogtei Willisau. Die Verhältnisse blieben so bis 1798, als Fischbach zum neu gebildeten Distrikt Altishofen kam. Bereits 1803 kam es zu einer territorialen Neueinteilung - und die Gemeinde wurde dem neu geschaffenen Amt Willisau zugeteilt.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fischbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)