Zell LU

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Zellf zu vermeiden.
Zell
Wappen von Zell
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1150i1f3f4
Postleitzahl: 6144 Zell LU

6152 Hüswil

UN/LOCODE: CH ZZL
Koordinaten: 637532 / 22037947.1333277.933341589Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 7° 56′ 0″ O; CH1903: 637532 / 220379
Höhe: 589 m ü. M.
Fläche: 13.87 km²
Einwohner: 2001 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 144 Einw. pro km²
Website: www.zell-lu.ch
Zell

Zell

Karte
Sempachersee Mauensee (Gewässer) Soppensee Tuetesee Kanton Aargau Kanton Bern Kanton Solothurn Wahlkreis Entlebuch Wahlkreis Hochdorf Wahlkreis Luzern-Land Wahlkreis Luzern-Stadt Wahlkreis Sursee Alberswil Altbüron Altishofen Dagmersellen Ebersecken Ebersecken Egolzwil Ettiswil Fischbach LU Gettnau Grossdietwil Grossdietwil Grossdietwil Hergiswil bei Willisau Luthern Menznau Nebikon Pfaffnau Reiden Roggliswil Schötz Ufhusen Wauwil Wikon Willisau Zell LUKarte von Zell
Über dieses Bild
w

Zell ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 6 km nordwestlich von Willisau im vorderen Tal der Luthern und ist ein regionales Zentrum. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf die beiden Ortsteile Briseck (1 km östlich des Dorfs; 582 m.ü.M.) und Hüswil (1,7 km südwestlich von Zell-Dorf; 615 m.ü.M.), wo der Warmisbach in den (Gondiswiler-) Rotbach einmündet. Abgesehen vom Lutherntal, das flach ist, liegt der Rest der Gemeinde im Hügelland. Im Nordosten der Gemeinde liegen die Weiler Hällershof (2,4 km nordöstlich des Dorfs; 702 m.ü.M.), Bründlen (1,1 km nordöstlich; 693 m.ü.M.) und Hünkihof (1,4 km nordöstlich; 720 m.ü.M.). Im Norden des Dorfs liegt die Guggihöhe (724 m.ü.M.), nordwestlich der Zellerwald. Der höchste Punkt der Gemeinde ist Salberig (2 km südlich des Dorfs). Vom Gemeindegebiet von fast 14 km² wird 68,0 % landwirtschaftlich genutzt. Wald und Gehölz bedecken 22,8 % der Fläche und 8,9 % sind Siedlungsfläche.

Zell grenzt an die Gemeinden Ebersecken, Fischbach, Gettnau, Schötz, Ufhusen und Willisau.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 831
1850 1'355
1860 1'177
1888 1'155
1941 1'713
1960 1'582
1970 1'590
1990 1'795
2000 1'975
2004 1'967
2006 1'938

Die Bevölkerung wuchs bis Mitte des 19. Jahrhunderts stark an (1798–1850: +63,1 %). In den 1850er-Jahren folgte eine Massenabwanderung (1850–1860: −13,1 %) - anschliessend eine Phase der Stagnation, die bis 1888 anhielt. Danach wuchs die Einwohnerzahl bis 1941 stark (1888–1941: +48,3 %). Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine weitere Abwanderungswelle bis ins Jahr 1960 (1941–1960: −7,6 %). Von 1970 bis ins Jahr 2000 wuchs die Einwohnerschaft wieder erheblich (1970–2000: +24,2 %). Seither stagniert die Bevölkerungszahl.

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 94,84 % Deutsch, 1,67 % Albanisch und 0,81 % Portugiesisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

In früheren Zeiten war die gesamte Einwohnerschaft Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) gibt es 77,72 % römisch-katholische und 15,65 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 2,28 % Muslime und jeweils 0,61 % Konfessionslose und Angehörige anderer nichtchristlicher Religionen (meist Hindus tamilischer Herkunft). Bei den Muslimen handelt es sich beinahe ausschliesslich um Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Von den 1'938 Einwohnern Ende 2006 waren 1'759 Schweizer und 179 (=9,2 %) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung waren 89,57 % (einschliesslich Doppelbürger 90,33 %) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro (meist Albaner), Portugal, Mazedonien (meist Albaner), Kroatien und Sri Lanka.

Verkehr[Bearbeiten]

Zell verfügt mit Zell und Hüswil über zwei Haltestellen an der Bahnlinie Luzern-Langenthal der S-Bahn Luzern. Die Gemeinde ist ein lokaler Busknotenpunkt. Die Buslinien Zell-Altbüron-St. Urban, Hüswil-Ufhusen und Zell-Hüswil-Hofstatt-Luthern-Luthern Bad erschliessen das Umland mittels öffentlichem Verkehr. Zell liegt an den Strassen Willisau-Huttwil und Zell-St Urban. Die nächstliegenden Autobahnanschlüsse sind Dagmersellen in 12 km und Sursee in 16 km Entfernung. Beide liegen an der A2.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend wurde schon vor unserer Zeitrechnung besiedelt, wie der Fund einer Bronzeaxt belegt. Zudem wurde eine römische Goldmünze ausgegraben. In einem päpstlichen Sammelregister zur Erhebung der Kreuzzugssteuer wird Celle im Jahr 1275 erstmals erwähnt. Bis zum Jahr 1407 gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Willisau, die ein Besitz der Habsburger war. Diese übergaben die Regentschaft den Herren von Büttikon. 1407 erwarb die Stadt Luzern die Grafschaft. Bis 1798 gehörte Zell dann zur Landvogtei Willisau. Von 1798 bis 1803 war der Ort dem Distrikt Willisau zugeteilt, der dann im neu geschaffenen Amt Willisau aufging.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)