Flugabwehrraketengeschwader 1

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Flugabwehrraketengeschwader 1
— FlaRakG 1 —
III
FlaRakG 1.jpg
Wappen der FlaRakG 1
Aktiv 1. Juni 1959 bis …
Land Deutsche FlaggeDeutsche Flagge Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Luftwaffe Luftwaffe
Truppengattung Flugabwehr
Unterstellung Wappen des LwFüKdo KdoEinsVbdeLw
Garnison Fliegerhorstkaserne Husum

(Schleswig-Holstein)

Führung
Kommodore Oberst Bernd Stöckmann

Das Flugabwehrraketengeschwader 1 (FlaRakG 1) ist ein Verband der Luftwaffe mit Standorten in Husum, Sanitz, Bad Sülze, Panker und El Paso. Das Geschwader ist mit dem Flugabwehrraketensystem Patriot, dem Nächstbereichschutzsystem MANTIS und dem Leichten Flugabwehr System (LeFlaSys) Ozelot ausgestattet.

Seit dem 1. Juli 2013 ist das Flugabwehrraketengeschwader 1 dem Kommando Einsatzverbände Luftwaffe in Köln-Wahn unterstellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Flugabwehrraketengeschwader 1 wurde 1959 als Flugabwehrregiment 3 in Essen-Kupferdreh aufgestellt. Im gleichen Jahr erfolgte die Verlegung nach Bocholt, 1960 nach Osnabrück. 1965 wurde es mit Einführung des Waffensystems Hawk in Flugabwehrraketenregiment 3 umbenannt und nach Krummenort bei Rendsburg verlegt. 1967 zog der Verband nach Heide um. Dort wurde es 1989 zum Flugabwehrraketenkommando 1 und 1992 zum Flugabwehrraketengeschwader 1 umgegliedert. 1994 verlegte das Geschwader an seinen heutigen Standort. 2001 wurde das Waffensystem HAWK außer Dienst gestellt.

Am 1. Januar 2011 übernahm das Geschwader offiziell die Verantwortung für das Nächstbereichschutzsystem MANTIS, das Leichte Flugabwehr System (LeFlaSys) Ozelot und das Luftraumüberwachungsradar LÜR von der in Auflösung befindlichen Flugabwehrtruppe des Heeres. Zum Betrieb dieser Systeme durch den Flugabwehrraketendienst der Luftwaffe wurde am 25. März 2011 die Flugabwehrgruppe am Standort Husum in Dienst gestellt.[1]

Den Beinamen „Schleswig-Holstein“ hatte der Verband seit 1989. Zum 1. Oktober 2014 legte der Verband aufgrund der Integration weiterer, überregional gelegener Verbände, den Beinamen ab.

Das Flugabwehrraketengeschwader 1 war bis zum 30. Juni 2013 ein Verband der 4. Luftwaffendivision. Seit dem 1. Juli 2013 untersteht das Geschwader direkt dem Kommando Einsatzverbände Luftwaffe.

Dem Kommodore sind die Flugabwehrraketengruppen 21 (Sanitz), 24 (Bad Sülze), 26 (Husum) und 61 (Todendorf/Panker) unterstellt.[2] Im Rahmen der Umgliederung des Flugabwehrraketengeschwaders 1 „Schleswig-Holstein“ übergab Generalmajor Robert Löwenstein am 12. April 2013 auch das Kommando aller noch verbleibenden FlaRak-Verbände der Bundeswehr, des Taktischen Aus- und Weiterbildungszentrum FlaRakLw USA (TaktAusbWbZ FlaRakLw USA) El Paso, USA sowie des Ausbildungszentrums FlaRak an den Kommodore des FlaRakG 1.[3]

Aufgaben[Bearbeiten]

Startgerät des Flugabwehrraketensystems Patriot

Die Aufgabe des Verbands ist, mit dem Waffensystem MIM-104 Patriot zugewiesene Räume und Objekte gegen die Bedrohung durch Luftfahrzeuge und ballistische Flugkörper zu schützen. Seit der Aufstellung der Flugabwehrraketengruppe 61 (frühere Bezeichnung: Flugabwehrgruppe) besteht eine weitere Aufgabe des Verbands darin, mit dem Nächstbereichschutzsystem MANTIS den Feldlagerschutz eigener Truppen sicherzustellen.

Einsätze[Bearbeiten]

Seit Januar 2013 beteiligt sich der Verband mit dem Waffensystem Patriot an der NATO-geführten Operation Active Fence im südtürkischen Kahramanmaraş.

Unterstellung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDeutsche Luftwaffe: Unikatverband Flugabwehrgruppe in voller Verantwortung. www.luftwaffe.de, 27. März 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  2. Das Flugabwehrraketengeschwader 1 „Schleswig-Holstein“. www.luftwaffe.de, 13. März 2013, abgerufen am 14. März 2013.
  3. Informationsveranstaltung FlaRak I/2013. www.luftwaffe.de, 8. Mai 2013, abgerufen am 10. Mai 2013.