Heide (Holstein)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Heide
Heide (Holstein)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Heide hervorgehoben
54.1961111111119.093333333333311Koordinaten: 54° 12′ N, 9° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Höhe: 11 m ü. NHN
Fläche: 31,97 km²
Einwohner: 20.894 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 654 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25746
Vorwahl: 0481
Kfz-Kennzeichen: HEI
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 044
Adresse der
Stadtverwaltung:
Postelweg 1
25746 Heide
Webpräsenz: www.heide.de
Bürgermeister: Ulf Stecher (CDU)
Lage der Stadt Heide im Kreis Dithmarschen
Karte

Heide (plattdeutsch: De Heid oder kurz Heid) ist eine Stadt in Schleswig-Holstein und die Kreisstadt des Kreises Dithmarschen.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Heide ist am nördlichen Ende der Westküstenautobahn (A 23) gelegen; die Bundesstraße 5 (B 5) durchläuft Heide und bildet zurzeit die Fortsetzung der A23. Zur Unterscheidung von anderen Orten mit gleichem Namen wird der Zusatz „i.H.“ / „in Holstein“ benutzt. Nachbarorte sind Hemmingstedt (rund 6 km von Epenwöhrden inklusive des Mittelpunkts Dithmarschens entfernt), Lohe-Rickelshof sowie Wesseln.

Gliederung[Bearbeiten]

Als Stadtteile von Heide (Holst.) werden Rüsdorf (1924 eingemeindet), Süderholm-Bennewohld (1967 eingemeindet) und Butendiek genannt. Zudem wird Heide (H.) pragmatisch in Heide-Nord und Heide-Süd sowie Heide-Ost und Heide-West unterteilt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend die Gemeinden Wesseln, Weddingstedt, Ostrohe, Süderheistedt, Barkenholm, Gaushorn, Nordhastedt, Hemmingstedt, Lohe-Rickelshof und Norderwöhrden (alle im Kreis Dithmarschen).

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm von Heide[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Entwicklung[Bearbeiten]

Marktplatz von Heide, Zeichnung um 1895

1404 wird Heide als Uppe de Heyde zum ersten Mal erwähnt. Laut einer Chronik von 1577 hatten im 14. Jahrhundert die Dörfer Rickelshof, Lohe, Wesseln und Rüsdorf beschlossen, im Schnittpunkt ihrer Gebiete, eine Kapelle - oder nach anderer Quelle ein Gasthaus - zu errichten.[3] Bereits 1434 wurde Heide als Versammlungsort der Bauernrepublik erwähnt. 1447 wählten die Dithmarscher Heide zum Obergericht der Achtundvierziger und sicherten den Status des Orts als einer der Dithmarscher Hauptorte neben Meldorf. Zu den Landesversammlungen konnten sich bis zu 12000 wehrfähige Männer auf dem 4,6 ha großen Platz versammeln. An dessen Rand ist schon 1437 eine dem heiligen Georg geweihte St. Jürgen-Kapelle bezeugt.[4]

Am 10. Dezember 1524 wurde auf dem Marktplatz der ehemalige Mönch Heinrich von Zütphen verbrannt, der Ende November auf Einladung von Nicolaus Boie nach Meldorf gekommen war, um dort die evangelische Lehre zu predigen. Die Reformation setzte sich erst acht Jahre später durch.

Auch wenn Dithmarschen nach der Letzten Fehde 1559 seine Unabhängigkeit verlor und Heide dabei völlig zerstört wurde, behielt Heide seine Bedeutung als Handelsort und Sitz der Verwaltung der Landschaft Dithmarschen. Der ehemalige Versammlungsort diente nunmehr nur noch als Marktplatz. Die ursprünglich aus Feldstein errichtete Kirche wurde aus Ziegeln neu aufgeführt und schon im folgenden Jahr wieder eingeweiht. Der Turm wurde 1611 angefügt und 1724 erneuert.[5]

Eisenbahnanschlüsse[Bearbeiten]

1877 bekam Heide durch die Westholsteinische Eisenbahn-Gesellschaft im Bahnhof Heide erste Eisenbahnverbindungen nach Neumünster und Tönning, die zum 1. November 1878 durch die Einbindung der Marschbahn um direkte Verbindungen nach Hamburg und zehn Jahre später direkt nach Husum erweitert wurden. 1905 bis 1938 bestand gegenüber dem Bahnhof das Betriebsgelände der Kreisbahn Norderdithmarschen, die mit zwei Strecken den Kreis erschloss.

Politische Entwicklungen[Bearbeiten]

Von 1867 bis 1971 war Heide Sitz eines Amtsgerichts. Am 7. Juli 1870 erhielt Heide das Stadtrecht. Heide war Kreisstadt des Kreises Norderdithmarschen.

Heide war eine frühe Hochburg des Nationalsozialismus. Bei der Reichstagswahl 1928 erreichte die NSDAP in Heide 12,6 Prozent. Nach der von den Nazis so genannten Blutnacht von Wöhrden verzeichnete die Heider Ortsgruppe der NSDAP einen starken Mitgliederzuwachs. Bei den Kommunalwahlen 1929 kam die NSDAP in der Folge auf 14,0 Prozent. Bei der Reichstagswahl 1930 wählten 33,3 Prozent der Wähler in Heide die NSDAP, bei der Reichstagswahl Juli 1932 50,8 Prozent.

Trotz der absoluten Mehrheit für die NSDAP bei den Kommunalwahlen 1933 mit 57,7 Prozent blieb der deutschnationale Bürgermeister Hermann Hadenfeldt vorerst im Amt. 1937 gab Hadenfeldt sein Amt aber vorzeitig auf und Karl Herwig wurde als Bürgermeister eingesetzt. Nach dem Krieg ernannten die Briten August Vehrs zum Bürgermeister.

Während der Operation Gomorrha warfen die US-amerikanischen Bomber der 381st bomb group am Nachmittag des 25. Juli 1943 ihre Bombenlast erst während ihres Rückflugs zur Nordsee über Heide ab.

Seit 1970 ist Heide Kreisstadt des aus den Kreisen Norder- und Süderdithmarschen neu geschaffenen Kreises Dithmarschen und setzte sich in der Wahl gegen Meldorf durch. Bereits 1932 hatte die preußische Regierung die Kreise Norder- und Süderdithmarschen zusammengelegt, dabei aber Meldorf zur Kreisstadt erkoren. Die Nazis machten die Zusammenlegung 1933 wieder rückgängig. Im September 1967 wurden die Orte Süderholm und Bennewohld auf eigenen Wunsch eingemeindet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 9. Oktober 1924 wurde die Dorfgemeinde Rüsdorf, die bis dahin der Kirchspielslandgemeinde Weddingstedt angehörte, eingegliedert. Am 1. Januar 1968 kam die bis dahin selbständige Gemeinde Süderholm hinzu. Diese entsprach gebietsmäßig der Gemeinde Süderholm-Bennewohld, die am 1. April 1934 auf die neuen Gemeinden Bennewohld und Süderholm aufgeteilt wurde. Bennewohld wurde am 1. April 1943 nach Süderholm eingemeindet.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung

Die Grafik weist einen für die Region typischen Anstieg der Einwohnerzahl [7] auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Dithmarschen und Eiderstedt (zusammen damals unter 120.000 Einwohner) zum Internierungsgebiet der Alliierten für bis zu 400.000 Wehrmachtssoldaten (Sperrgebiet G). Während des Krieges und danach wurden sehr viele Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands in Heide aufgenommen und auch dauerhaft sesshaft.

Jahr Einwohner
1835 (1. Feb.) 5.135
1840 (1. Feb.) 5.284
1845 (1. Feb.) 5.396
1855 (1. Feb.) 6.120
1860 (1. Feb.) 6.452
1864 (3. Dez.) 6.846
1871 (1. Dez.) 7.420
1875 (1. Dez.) 7.485
1880 (1. Dez.) 8.219
1885 (1. Dez.) 8.032
1890 (1. Dez.) 8.103
1895 (1. Dez.) 8.594
1905 (1. Dez.) 9.478
1919 (1. Dez.) 10.912
Jahr Einwohner
1925 (16. Juni) 11.164
1933 (16. Juni) 12.368
1939 (17. Mai) 13.205
1946 (29. Okt.) 23.175
1950 (13. Sep.) 23.178
1956 (25. Sep.) 20.792
1961 (6. Juni) 20.675
1970 (27. Mai) 22.992
2003 (30. Juni) 20.533
2005 (30. Juni) 20.660
2006 (31. Dez.) 20.695
2007 (31. Dez.) 20.827
2012 (31. Dez.) 20.894

Politik[Bearbeiten]

Gemeindewahl 2013[8][9][10]
Wahlbeteiligung: 36,87 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,02 %
39,03 %
8,87 %
6,08 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+2,69 %p
+13,81 %p
-4,43 %p
-4,13 %p
-7,94 %p

Ratsversammlung[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 verteilen sich die 27 Sitze (–4) in der Ratsversammlung folgendermaßen auf die einzelnen Parteien (in Klammern: Sitzverteilung nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2008):

  • CDU: 12 Sitze (–2)
  • SPD: 11 Sitze (+3)
  • FDP: 2 Sitze (–2)
  • LINKE: 2 Sitze (–1)
  • UWH: n. k. (–2)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot der barhäuptige, silbern gerüstete Ritter St. Jürgen (entspricht dem Heiligen Georg), der auf dem Leib eines auf dem Rücken liegenden silbernen Drachens steht und seinen Speer in den Rachen desselben stößt. Rechts wird der Ritter von einem aufgerichteten Anker und links von einem Heidebüschel begleitet. Das Haar, der Gürtel, die Sporen und der Speer des Ritters, die Augen des Drachens, der Anker und die Wurzeln des Heidebüschels sind golden, während das Heidebüschel selbst grün und dessen Blüten lila tingiert sind.“[11]

Die Wappenfigur geht auf das Jahr 1460 zurück. Damals wurde die damalige St.-Jürgen-Kapelle zur Kirche aufgewertet, und Heide ein eigenständiges Kirchspiel. Das Kirchspiel hatte nun das Recht ein Siegel zu führen. Dieses zeigt den Namensheiligem der Kirche: St. Jürgen/St. Georg. Das heutige Stadtwappen geht auf dieses Siegel zurück.[11]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Nowogard in Polen – Städtefreundschaft (ehemals Naugard)
  • Anklam in Mecklenburg-Vorpommern – Städtefreundschaft
  • Freudenstadt – freundschaftliche Beziehungen zur Großen Kreisstadt im Schwarzwald. Freudenstadt ist die andere Stadt in Deutschland, die den Anspruch erhob, den größten Marktplatz des Landes zu haben. Beide Städte einigten sich mittlerweile darauf, dass die Marktplätze gleich groß seien, jedoch hat Heide den größten unbebauten Marktplatz Deutschlands und Freudenstadt den größten bebauten Marktplatz.

Patenschaften[Bearbeiten]

  • Patenschaft mit der Deutschen Privatschule in Feldstedt/Dänemark
  • Patenschaft zur 12. Inspektion der Unteroffizierschule der Luftwaffe
  • Patenschaft Containerschiff „Heide“ – Reederei Wentorf
  • Patenschaft Lufthansa-Jet „Heide“
  • Patenschaft zu den ehemaligen Einwohnern der Stadt und des Kreises Naugard in Pommern

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Marktplatz von Heide 360° Panoramafotografie

In der Liste der Kulturdenkmale in Heide (Holstein) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

  • Die Stadt hat den größten unbebauten Marktplatz Deutschlands (4,7 ha). Hier findet seit über 500 Jahren der traditionelle Wochenmarkt statt. Er ist ehemaliger Tagungsort der Landesversammlung der freien und unabhängigen Bauernrepublik Dithmarschen (1447–1559). 48 Regenten tagten jeden Sonnabend, schufen Gesetze, sprachen Recht, erhoben Strafen, empfingen oder schickten Gesandtschaften. Heide ist durch die Nordsee auch als Tourismusstadt bekannt.
  • der 1903 erbaute und im Jahre 2004 vollständig sanierte Heider Wasserturm mit Trauzimmer des Heider Standesamtes

Aus dem 19. Jahrhundert stammt die Tradition des Hohnbeers (Hohn = Hahn; beer = Fest), das zur Karnevalszeit stattfindet. Seit 1990 findet alle zwei Jahre im Juli der Heider Marktfrieden, ein Mittelaltermarkt, statt. Seit Juli 2007 wirbt die Stadt Heide mit dem Slogan „Marktstadt im Nordseewind“.

St.-Jürgen-Kirche[Bearbeiten]

St.-Jürgen-Kirche von Süd-Ost

Die lichtdurchflutete Kirche steht auf dem Süd-West-Eck des Marktplatzes und wurde auf den Grundmauern des 1559 bei einem Brand vollständig zerstörten Vorgängerbaus errichtet. 1694-96 wurde das Gebäude erweitert und im gleichen Jahrhundert an der Nordseite eine Empore eingezogen, an der in bildhaften Darstellungen Szenen aus der Bibel gezeigt werden. 1724 wurde die Kirche durch einen neuen, breiteren Chor zu einer Saalkirche vergrößert und der 1611 errichtete Turm so umgestaltet, wie man ihn heute noch sieht.[12] Aus der alten Kirche wurde ein Taufbecken aus Sandstein übernommen. Vermutlich zusammengesetzt aus zwei älteren Altären ist der Schrein eines gotischen Schnitzaltar an der Südwand.[13] Die Kanzel aus der Erbauungszeit mit Darstellungen von Szenen aus dem Leben Jesu mit niederdeutscher Beschriftung stammt aus der Zeit des Neubaus, der barocke Altar von 1699. Außerhalb der Kirche an der Südseite befindet sich ein Sühnestein der in Bild und Wort von einem im Jahre 1567 erfolgten Totschlag berichtet. [14]

Altes Pastorat[Bearbeiten]

Altes Pastorat

An der Südseite des Heider Marktplatzes, gegenüber der St.-Jürgen-Kirche, befindet sich das alte Pastorat. Erbaut wurde das Gebäude im Jahre 1739 von Johann Georg Schott.

Heute befindet sich dort unter anderem die Touristinformation.

Museen / Museumsinsel Lüttenheid[Bearbeiten]

Das Heider Heimatmuseum beherbergt eine beeindruckende Schau von Fotografien aus der Zeit zwischen 1860 und 1930, die beispielhaft das Leben und die Veränderungen in der Kleinstadt zeigen. Daneben bietet das Haus einen Querschnitt durch die verschiedenen Gewerke des ehemaligen Fleckens Heide.

Das Klaus-Groth-Museum, ist das Geburtshaus des Dichters Klaus Groth (1819 - 1899), der als bedeutendster niederdeutsche Lyriker gilt. Hier verlebte er seine Kindheit und Jugend. Etwa 1912 konnte das Haus durch private Initiative vor dem Abbruch gerettet und in den Zustand versetzt werden, in dem es sich zur Jugendzeit des Dichters befand. Seit 1914 zeigt das Museum Einblicke in das Schaffen des Dichters, in die damaligen Lebensverhältnisse und beherbergt die umfangreiche Bibliothek des Dichters, eine große Musikaliensammlung, Handschriften und Dokumente.

Am Johannes Brahms findet man unter dem Giebel an der Vorderfront eine Tafel mit dem Hinweis auf die Familie Brahms, in deren Besitz sich das Haus von 1819 bis 1887 befand. Die 1987 gegründete Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein hat hier eine Stätte der Erinnerung an den Komponisten geschaffen. Das Haus ist kultureller Anziehungspunkt und beherbergt eine Ausstellung und eine Bibliothek mit Literatur zu Johannes Brahms. Auch finden hier Konzerte, Vorträge und Kurse sowie die Planungen für die Vergabe des hochrenomierten Brahms-Preises statt.

Stolpersteine für Nazi-Opfer[Bearbeiten]

In Heide gibt es sieben Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus.[15]

Sport[Bearbeiten]

Rennbahn Fichtenhain[Bearbeiten]

Für Trabrennen des am 4. März 1904 gegründeten Traberclubs Ditmarsia entstand eine 500 m lange Trabrennbahn, die am 16. Juni 1907 eingeweiht wurde. Der Traberclub beschloss 1924 zusammen mit dem neu gegründeten Dithmarscher Automobil-Club (DDAC) den Bau einer Automobil- und Motorradrennbahn, die nach nur siebenwöchiger Bauzeit fertigstellte wurde und eines der modernsten und schnellsten Autodrome in Europa war. "Die Bahn war 1250 m lang, 10 - 12 m breit und hatte eine Kurvenüberhöhung von 45 - 50 Grad". Auf dieser Ovalbahn fanden bis 1932 achtzehn Rennen in diversen Automobil- und Motorradklassen statt, einige als Deutsche Meisterschaft. Der von Soenius gehaltene Bahnrekord auf der Fichtenhain-Rennbahn beträgt 143,2 km/h. [Zusammengestellt nach Ernst Peters: Die großen Automobil- und Motorradrennen - Fichtenhain-Rennbahn 1925 - 1932: Aufstieg und Fall einer Sportstätte in Heide. Pro Business, Berlin 2013.]

Sportvereine (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Dithmarscher Automobil-Club Heide e.V. (DDAC)
  • Heider SV (Fußball)
  • MTV Heide (div. Breitensport)
  • Postsportverein Heide (div. Freizeit- und Breitensport)
  • Schachverein VHS Heide (Schach)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Am Bahnhof Heide kreuzen die Bahnstrecken (Hamburg –) Elmshorn – Westerland (Sylt), auch als Marschbahn bezeichnet, und Neumünster – Heide (Holst.) – Büsum. In Heide halten sowohl die Züge des Regionalverkehrs als auch die IC-Züge des Fernverkehrs.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Heide ist durch die A 23 Hamburg–Heide an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen. Es gibt die Anschlussstellen „Heide-Süd“ an der B 5 Richtung Meldorf/Brunsbüttel und die Anschlussstelle „Heide-West“ an der B 203 Richtung Büsum bzw. Richtung Rendsburg/Kiel und B 5 Richtung Tönning/Husum.

Busverkehr[Bearbeiten]

Die Heider Stadtverkehr GmbH betreibt ein Stadtbusnetz mit vier Linien.
Außerdem gibt es Regionalbusverbindungen in die Nachbarorte und einen Anschluss an das landesweite Busliniennetz.
Bahnhof und zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) sind bis zum Abschluss der Bahnhofsumgestaltung noch räumlich voneinander getrennt. Seit Dezember 2013 fahren die Linien des Heider Stadtverkehrs bereits die Haltestelle am neuen Kombibahnsteig an. Die vollständige Verlagerung des ZOBs an den Heider Bahnhof ist für 2015 geplant.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der nächstgelegene Regionalflughafen ist der Flugplatz Heide-Büsum, von hier aus werden mehrmals täglich Linienflüge der OFD nach Helgoland angeboten. Der nächste Verkehrsflughafen befindet sich in Hamburg-Fuhlsbüttel, der in einer Stunde erreicht werden kann.

Bildung und Kinderbetreuung[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

  • Grundschule Lüttenheid (Lüttenheid 32)
  • Schulen am Moor mit Standorten in Heide-Süderholm und der Nachbargemeinde Ostrohe (Süderholmer Straße 65)

Grund- und Hauptschulen[Bearbeiten]

  • St.-Georg-Schule (Bürgermeister-Vehrs-Straße 13–15)

Der Hauptschulzweig läuft aus, im Schuljahr 2008/09 wurde keine 5. Klasse mehr aufgenommen

Grund- und Regionalschulen[Bearbeiten]

  • Klaus-Groth-Schule mit Standorten in der Klaus-Groth-Straße 18–20 und am Loher Weg

Gemeinschaftsschulen[Bearbeiten]

  • Gemeinschaftsschule Heide-Ost (Friedrich-Elvers-Straße 7)

Förderschulen[Bearbeiten]

  • Friedrich-Elvers-Schule, Förderzentrum Heide mit Außenstellen und Grundschulzug (Friedrich-Elvers-Straße 14)

Der Grundschulzweig läuft aus, im Schuljahr 2008/09 wurde keine 1. Klasse mehr aufgenommen

Gymnasien[Bearbeiten]

Die Fachrichtungen Technik und Agrarwirtschaft des Beruflichen Gymnasium des BBZ Dithmarschens werden in Schritten nach Heide verlegt; die Techniker sind jedoch auf die technische Ausstattung in Meldorf angewiesen, was den vollständigen Ausschluss des Standorts Meldorf (noch) nicht zulässt.

Berufsschulen[Bearbeiten]

  • BerufsBildungsZentrum (BBZ) Dithmarschen (Waldschlößchenstraße 48–52; in Meldorf: Friedrichshöfer Straße 31)
  • Dr.-Gillmeister-Schule, staatlich anerkannte Schule für technische Assistenten in der Medizin (Esmarchstraße 50)
  • Staatlich anerkannte Fachschule für Altenpflege/DRK LV (Esmarchstraße 50)
  • BTZ Bildungs- und Technologiezentrum gGmbH (Stiftstraße 83)
  • Landwirtschaftsschule (Waldschlösschenstraße 47)
  • Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen am Westküstenklinikum Heide (Esmarchstraße 50)
  • Rettungsdienst-Akademie der RKiSH, notfallmedizinische Aus- und Fortbildung (Esmarchstr. 50)

Fachhochschule[Bearbeiten]

Die Fachhochschule Westküste ist die jüngste Fachhochschule in Schleswig-Holstein. Die Fachhochschule preist den engen Kontakt zwischen Studenten und Dozenten an; des Weiteren wirbt sie mit einer engen Verzahnung zwischen Wirtschaft und Technik, sowie mit vielfältigen Möglichkeiten zur praktischen Anwendung theoretisch erlernten Wissens in Betriebskooperationen. Studiengänge:

Kinderbetreuung[Bearbeiten]

  • Evangelischer Kindergarten (Lindenstraße 9a)
  • Evangelischer Johannes Kindergarten (Stettiner Straße 28)
  • Ganztagskindergarten und Kinderhort Heide e. V. (Klaus-Harms-Straße 56)
  • Kindertagesstätte Sausewind (Klaus-Harms-Straße 56)
  • Kinderbeutreuungsservice (Helgoländer Straße 13)
  • Kindergarten Arche Noah (Waldschlößchenstraße 84)
  • Kindertagesstätte Morgenstern (Nordstrander Straße 27)
  • Kindertagesstätte Regenbogen (Norderstraße 82–86)
  • Kindertagesstätte Sternschnuppe (Dr.-Gillmeister-Weg 3)
  • Lichtblick Westküste (Berliner Straße 65)

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Volkshochschule Heide e. V. (Markt 29)
  • Stadtbücherei (Himmelreichstraße 10–12)
  • Dithmarscher Musikschule e. V. (Bahnhofstraße 29)

Kirchen und kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten]

St. Jürgen

evangelisch-lutherisch[Bearbeiten]

  • St. Jürgen (Markt)
  • Auferstehungskirche (Timm-Kröger-Straße 33)
  • Gemeindehaus Butendiek (Helgoländer Straße 20)
  • Erlöserkirche (Berliner Straße 7)
  • Gemeindehaus Süderholm (Amtmann-Rohde-Straße 27)

römisch-katholisch[Bearbeiten]

  • St. Josef (Kleine Straße 8)

Sonstige Glaubensgemeinschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Klaus Groth, niederdeutscher Dichter und Schriftsteller
  • Heinrich Schultz, Alt-Marktmeister
  • August Blaas, 1868 Vorsteher des Fleckenkollegiums, 1870 1. Bürgermeister der Stadt Heide
  • August Schölermann, Stadtverordneter, stellv. Bürgermeister, Initiator des Heimatmuseums
  • Ernst Mohr, Stifter der Anlage vorm Heider Wasserturm und Stadtrat
  • Emil Jacobsen, Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Heide
  • Nikolaus Bachmann, Maler und Bildhauer
  • Arnold Ebel, Komponist, Professor an der Berliner Hochschule für Musik
  • Hermann Hadenfeldt, Bürgermeister 1903–1909 und 1928–1937, nach dem Krieg Stadtdirektor
  • Friedrich Pauly, Buchhändler und Stadtverordneter, galt als bester Groth-Kenner
  • Hinrich Schmidt, 1919–1929 Beigeordneter und Stadtrat, 1924–1927 leitender Bürgermeister, Tiefbauunternehmer
  • Adolf Stein, Bürgervorsteher
  • August Vehrs, 22 Jahre Stadtverordneter, 1945–1950 Bürgermeister
  • Helmut Petersen-Schmidt, Bürgervorsteher
  • Reinhard Woelk, Bürgervorsteher

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit Heide verbunden[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marie-Elisabeth Rehn: Heider gottsleider – Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz, neu aufgelegt 2005, Verlag Pro Business Berlin, ISBN 3-939000-31-0
  • Erwin Rehn, Marie-Elisabeth Rehn: Die Stillschweigs – von Ostrowo über Berlin und Peine nach Heide in Holstein bis zum Ende in Riga, Theresienstadt und Auschwitz; eine jüdische Familiensaga 1862–1944, Konstanz 1998, ISBN 3-89649-259-4
  • Ulrich Pfeil: Vom Kaiserreich ins »Dritte Reich«. Heide 1890–1933, Heide 1997
  • Telse Lubitz: Heide im Wandel, Gang durch die Geschichte der Stadt Heide, Verlag Boyens Medien Heide, ISBN 3-8042-0764-2
  • Telse Lubitz, Inge Harländer: Die Reihe Archivbilder – Leben in Heide, neu 2006, Verlag Sutton, ISBN 3-86680-047-9
  • Theodor Lübbe, Günther Pump: Heide – Marktstadt im Nordseewind , Verlag Boyens & Co Heide, ISBN 3-8042-0584-4
  • Ernst Peters: Die großen Automobil- und Motorradrennen - Fichtenhain-Rennbahn 1925 - 1932: Aufstieg und Fall einer Sportstätte in Heide. Pro Business, Berlin 2013, ISBN 978-3-86386-596-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Heide (Holstein) – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geoklima 2.1
  3. Geschichte der Stadt Heide
  4. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Hamburg, Schleswig-Holstein; 3. Aufl. Deutscher Kunstverlag 2009; S. 353f.
  5. St. Jürgen Kirche Heide (mit Video)/
  6.  Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 45.
  7. Stadt Heide (Daten & Zahlen)
  8. http://www.heide.de/fileadmin/heide.de/rathaus/politik/Wahlen2013/gw_2013/gw_gesamt_2013.jpg
  9. http://www.heide.de/fileadmin/heide.de/rathaus/politik/Wahlen2013/gw_2013/Sitzverteilung_gw_2013.jpg
  10. http://www.heide.de/fileadmin/heide.de/rathaus/politik/Wahlen2008/GW2008/GKW2008_WahlergebnisGemeindewahlgesamt.jpg
  11. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  12. Dehio, S. 354
  13. St. Jürgen Kirche Heide/
  14. http://www.suehnekreuz.de/holstein/heide.htm
  15. AKENS: Liste der Stolpersteine
  16. Klaus Müller: Hennings, Paul Christoph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 548 f. (Digitalisat).
  17. Horst A. Wessel: Overbeck, Egon. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 723 f. (Digitalisat).