Heide (Holstein)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Heide
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Heide hervorgehoben
Koordinaten: 54° 12′ N, 9° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Höhe: 11 m ü. NN
Fläche: 31,97 km²
Einwohner: 20.695 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 647 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25746
Vorwahlen: 04804, 0481
Kfz-Kennzeichen: HEI
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 044
Adresse der Stadtverwaltung: Postelweg 1
25746 Heide
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ulf Stecher (CDU)
Lage der Stadt Heide im Kreis Dithmarschen
Karte

Heide ist eine Stadt in Schleswig-Holstein. Sie ist die Kreisstadt des Kreises Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Klima

Klimadiagramm von Heide
Klimadiagramm von Heide

[1]

[Bearbeiten] Geschichte

1404 wird Heide als "Uppe de Heyde" zum ersten Mal erwähnt. 1447 wählten die Dithmarscher Heide zum Versammlungsort und sicherten den Status des Orts als einer der Dithmarscher Hauptorte neben Meldorf. Von 1867 bis 1971 war Heide Sitz eines Amtsgerichts. Im Jahre 1870 erhielt Heide das Stadtrecht. Heide war Kreisstadt des Kreises Norderdithmarschen.

Seit 1970 ist Heide Kreisstadt des aus den Kreisen Norder- und Süderdithmarschen neu geschaffenen Kreises Dithmarschen und setzte sich in der Wahl gegen Meldorf durch. Bereits 1932 hatte die preußische Regierung die Kreise Norder- und Süderdithmarschen zusammengelegt, dabei aber Meldorf zur Kreisstadt erkoren. Die Nazis machten die Zusammenlegung 1933 wieder rückgängig. Im September 1967 wurde die Orte Süderholm und Bennewohld auf eigenen Wunsch eingemeindet.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

  • 1800: 3700 Einwohner
  • 1875: 6772 Einwohner
  • 1880: 7485 Einwohner
  • 1890: 7444 Einwohner
  • 1925: 10621 Einwohner
  • 1933: 11801 Einwohner
  • 1939: 12709 Einwohner
  • 1950: 23261 Einwohner
  • 1970: 22950 Einwohner
  • 1995: 20775 Einwohner
  • 2000: 20530 Einwohner
  • 2004: 20503 Einwohner
  • 2005: 20745 Einwohner
  • 2006: 20721 Einwohner

[Bearbeiten] Stolpersteine für Nazi-Opfer

Sieben Stolpersteine sind in Heide zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus installiert worden:

Am 21. August 2005 hat Gunter Demnig vor der Rossmann-Filiale in der Friedrichstraße 4 vier Stolpersteine zur Erinnerung an die in Auschwitz ermordeten Mitglieder der Heider Familie Stillschweig verlegt. Am 10. Oktober 2006 folgten drei weitere Stolpersteine für Erich Böhlig auf dem Wulf-Isebrand-Platz, Emil Schmekel in der Kreuzstr. 51 und Lilly Wolff vor der Klaus-Groth-Schule.

[Bearbeiten] Politik

Derzeitige Sitzverteilung in der Ratsversammlung:

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Rot der barhäuptige, silbern gerüstete Ritter St. Jürgen (entspricht dem Heiligen Georg), der auf dem Leib eines auf dem Rücken liegenden silbernen Drachens steht und seinen Speer in den Rachen desselben stößt. Rechts wird der Ritter von einem aufgerichteten Anker und links von einem Heidebüschel begleitet. Das Haar, der Gürtel, die Sporen und der Speer des Ritters, die Augen des Drachens, der Anker und die Wurzeln des Heidebüschels sind golden, während das Heidebüschel selbst grün und dessen Blüten lila tingiert sind.“[2]

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

  • Nowogard in Polen - Städtefreundschaft (ehemals Naugard)
  • Anklam in Mecklenburg-Vorpommern - Städtefreundschaft
  • Freudenstadt - freundschaftliche Beziehungen zur Großen Kreisstadt im Schwarzwald. Freudenstadt ist die andere Stadt in Deutschland, die den Anspruch erhob, den größten Marktplatz des Landes zu haben. Beide Städte einigten sich mittlerweile darauf, dass die Marktplätze gleich groß seien, jedoch hat Heide den größten unbebauten Marktplatz Deutschlands und Freudenstadt den größten bebauten Marktplatz.

[Bearbeiten] Patenschaften

  • Patenschaft mit der Deutschen Privatschule in Feldstedt/Dänemark
  • Patenschaft zur 13. Kompanie der Unteroffiziersschule der Luftwaffe
  • Patenschaft Containerschiff "Heide" - Reederei Wentorf
  • Patenschaft Lufthansa-Jet "Heide"
  • Patenschaft zu den ehemaligen Einwohnern der Stadt und des Kreises Naugard in Pommern

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Marktplatz von Heide 360° Panoramafotografie
Marktplatz von Heide 360° Panoramafotografie

Die Stadt hat den größten unbebauten Marktplatz Deutschlands (4,7 ha). Hier findet seit über 500 Jahren der traditionelle Wochenmarkt statt. Er ist ehemaliger Tagungsort der Landesversammlung der freien und unabhängigen Bauernrepublik Dithmarschen (1447 - 1559). 48 Regenten tagten jeden Sonnabend, schufen Gesetze, sprachen Recht, erhoben Strafen, empfingen oder schickten Gesandtschaften. Heide ist durch die Nordsee auch als Tourismusstadt bekannt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die St. Jürgen-Kirche (1560), der 1903 erbaute und im Jahre 2004 vollständig sanierte Wasserturm mit Trauzimmer des Heider Standesamtes sowie die ‚Museumsinsel‘ mit dem Klaus-Groth-Museum, Heider Heimatmuseum und dem Stammhaus der Familie des Komponisten Johannes Brahms.

Aus dem 19. Jahrhundert stammt die Tradition des Hohnbeers, das zur Karnevalszeit stattfindet. Seit 1990 findet alle zwei Jahre im Juli der Heider Marktfrieden, ein Mittelaltermarkt, statt. Seit Juli 2007 wirbt die Stadt Heide mit dem Slogan "Marktstadt im Nordseewind".

[Bearbeiten] Sportvereine

  • Heider SV
  • MTV Heide
  • Post-SV Heide
  • Heider Tennis-Club Grün-Weiß
  • Verein Heider Kegler
  • Reit-u. Traberclub Ditmarsia
  • Reitverein Süderholm
  • Süderholmer SV

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Eisenbahnverkehr

Am Bahnhof Heide kreuzen die Bahnlinien (Hamburg -) Elmshorn - Westerland(Sylt), auch als Marschbahn bezeichnet und Neumünster - Heide(Holst) - Büsum.

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Heide ist durch die A 23 Hamburg - Heide an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen. Es gibt die Anschlussstellen "Heide-Süd" an die B 5 Richtung Meldorf/Brunsbüttel und die Anschlussstelle "Heide West" an die B 203 Richtung Büsum und B 5 Richtung Tönning/Husum.

[Bearbeiten] Busverkehr

Die Heider Stadtverkehr GmbH betreibt ein Stadtbusnetz mit 4 Linien.
Außerdem gibt es Busverbindungen in die Nachbarorte und ein Anschluss an das landesweite Busliniennetz.
Bahnhof und zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) sind räumlich voneinander getrennt.

[Bearbeiten] Flugverkehr

Der nächstgelegene Regionalflughafen befindet sich bei Büsum, der nächste Verkehrsflughafen ist Hamburg/Fuhlsbüttel.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Grundschulen

  • Grund- und Hauptschule Loher Weg (Loher Weg)
  • Grundschule Lüttenheid (Lüttenheid 32)
  • Grundschule Süderholm (Süderholmer Straße 65)
  • St.-Georg-Schule (Bürgermeister-Vehrs-Straße 13-15)

Grundschule im Förderzentrum (Friedrich-Elversstr. 14)

[Bearbeiten] Hauptschulen

  • Grund- und Hauptschule Loher Weg (Loher Weg)
  • Schulzentrum Heide-Ost (Friedrich-Elvers-Straße 7)
  • St.-Georg-Schule (Bürgermeister-Vehrs-Straße 13-15)

[Bearbeiten] Förderschulen

  • Friedrich-Elvers-Schule (Förderschule mit Grundschulzug, Friedrich-Elvers-Str. 14)

[Bearbeiten] Realschulen

  • Klaus-Groth-Realschule (Klaus-Groth-Straße 18-20)
  • Realschule im Schulzentrum Heide-Ost (Friedrich-Elvers-Straße 7)

[Bearbeiten] Gymnasien

  • Werner-Heisenberg-Gymnasium (Rosenstr. 41)
  • Gymnasium Heide-Ost, Europaschule (Friedrich-Elvers-Str. 7)
  • Fachgymnasium Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Agrarwirtschaft (Waldschlößchenstr. 48-52)

[Bearbeiten] Berufsschulen

  • Berufsbildungszentrum (BBZ) Dithmarschen (Waldschlößchenstr. 48-52)
  • Dr.-Gillmeister-Schule, staatlich anerkannte Schule für technische Assistenten in der Medizin (Esmarchstr. 50)
  • Staatlich anerkannte Fachschule für Altenpflege / DRK LV (Esmarchstr. 50)
  • BTZ Bildungs- und Technologiezentrum gGmbH (Stiftstr. 83)
  • Landwirtschaftsschule (Waldschlösschenstr. 47)
  • Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen am Westküstenklinikum Heide (Esmarchstr. 50)

[Bearbeiten] Fachhochschule

Diw Fachhochschule Westküste (FHW) ist die jüngste Fachhochschule in Schleswig-Holstein. Die Fachhochschule preist den engen Kontakt zwischen Studenten und Schülern an; des Weiteren wirbt sie mit einer engen Verzahnung zwischen Wirtschaft und Technik, sowie mit vielfältigen Möglichkeiten zur praktischen Anwendung theoretisch erlernten Wissens in Betriebskooperationen.

Studiengänge:

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Bedeutende Personen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Quellen

  1. Geoklima 2.1
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Heide – Bilder, Videos und Audiodateien
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