Flugplatz Ahlhorner Heide

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Flugpark Ahlhorn
Vogelperspektive
Kenndaten
ICAO-Code ETNA
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1 km südöstlich von Großenkneten-Ahlhorn
Basisdaten
Eröffnung 1916
Betreiber Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG
Start- und Landebahn
09/27 2101 m × 45 m Asphalt

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Flugpark Ahlhorn aus der Vogelperspektive

Der Metropolpark Hansalinie war von 1916 bis 2006 ein Militärflugplatz, der im Laufe der Jahrzehnte unterschiedliche Verwendung fand.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Luftschiffhafen Ahlhorn wurde 1916 als Militärluftschiffhafen der Kaiserlichen Marine in Betrieb genommen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flugplatz als Fliegerhorst Ahlhorner Heide von der Luftwaffe der Wehrmacht genutzt. Im Februar 1945 zerstörte ein britischer Luftangriff die Anlagen des Fliegerhorstes, den die Alliierten als Airfield B.111 bezeichneten. Die British Air Force of Occupation nutzte die Bahnen jedoch vorerst weiter, im Sommer 1946 lagen hier zum Beispiel drei Staffeln Spitfire, die das 131. (Polish) Wing (Geschwader) bildeten. Es war aus polnischen Freiwilligen gebildet und wurde im Oktober des Jahres in das Vereinigte Königreich zurückverlegt.

Im Hinblick auf den sich anbahnenden Kalten Krieg wurde RAF Ahlhorn seit Januar 1952 von der Royal Air Force wiederhergestellt und anschließend reaktiviert. Seit Ende 1952 lag hier 125. Wing, ein gemischtes Geschwader aus zwei Staffeln Meteor NF11-Nachtjägern und zusätzlich Canberra B(I)6-Angriffsflugzeugen; letztere unterstanden der Testeinheit Tactical Development Unit (TDU), die von Februar bis Oktober 1953 - mit einer Unterbrechung im Sommer - von Ahlhorn aus die Nachtangriffstauglichkeit der Canberra beurteilten. Später war eine Reihe von Canberra-Staffeln in dieser Rolle auf den RAF-Stationen westlich des Rheins beheimatet.

Im Oktober 1958 übergab die RAF die Station an die neu aufgestellte Luftwaffe der Bundeswehr, die den wieder als Fliegerhorst Ahlhorner Heide bezeichneten Platz bis 2005 betrieb:

Der reguläre militärische Flugbetrieb wurde Ende 1995 eingestellt.

Heutige Nutzung: Metropolpark Hansalinie[Bearbeiten]

Seit 2005 war auf dem Gelände u.a. die Aircraft Maintenance Service GmbH vertreten, die dort Passagierflugzeuge wartete resp. zerlegte, jedoch im November 2009 in Insolvenz ging. Von 2005 bis 2009 wurde nach einem neuen Betreiber für den Flugplatz gesucht. Mehrere Verkaufsverfahren scheiterten. Am 1. Mai 2009 ging das Gelände in den Besitz des Bauunternehmens Johann Bunte über, das als Betreibergesellschaft die Flugplatz-Ahlhorn GmbH gründete. Das Gelände erhielt zunächst den Namen „Flugpark Ahlhorn“. Der ehemalige Fliegerhorst soll unter dem neuen Namen "Metropolpark Hansalinie" laut Betreiberauskunft per dem Stand von 2014 in langfristiger Planung zu einem Logistik-, Technologie- und Gewerbepark mit bis zu 1500 Arbeitsplätzen ausgebaut werden, etwa ein Drittel der Arbeitsplätze sei bereits vorhanden sein. Unter anderem wird bereits eine Teilfläche von 45 ha der insgesamt ca. 307 ha Fläche für die Stromerzeugung durch Photovoltaik genutzt.

Solar-Anlage auf dem Gelände des Flugpark Ahlhorn

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Ahlhorner Heide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien