Flugplatz Ahlhorner Heide

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Ehemaliger Flugplatz
Ahlhorner Heide
Vogelperspektive
Kenndaten
ICAO-Code ETNA
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1 km südöstlich von Großenkneten-Ahlhorn
Basisdaten
Eröffnung 1916
Betreiber Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG
Start- und Landebahn
09/27 2101 m × 45 m Asphalt

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Der ehemalige Flugplatz aus der Vogelperspektive

Der Flugplatz Ahlhorner Heide war von 1916 bis 1995 ein Militärflugplatz, der im Laufe der Jahrzehnte unterschiedliche Verwendung fand. Heute wird der ehemalige Flugplatz unter dem Namen Metropolpark Hansalinie als Logistik-, Technologie- und Gewerbepark ausgebaut.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Flugplatz wurde 1916 unter dem Namen Luftschiffhafen Ahlhorn als Militärluftschiffhafen der Kaiserlichen Marine in Betrieb genommen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flugplatz als Fliegerhorst Ahlhorner Heide von der Luftwaffe der Wehrmacht genutzt. Im Februar 1945 zerstörte ein britischer Luftangriff die Anlagen des Fliegerhorstes, den die Alliierten als Airfield B.111 bezeichneten. Die British Air Force of Occupation nutzte die Bahnen jedoch vorerst weiter, im Sommer 1946 lagen hier zum Beispiel drei Staffeln Spitfire, die das 131. (Polish) Wing (Geschwader) bildeten. Es war aus polnischen Freiwilligen gebildet und wurde im Oktober des Jahres in das Vereinigte Königreich zurückverlegt.

Im Hinblick auf den sich anbahnenden Kalten Krieg wurde RAF Ahlhorn seit Januar 1952 von der Royal Air Force wiederhergestellt und anschließend reaktiviert. Seit Ende 1952 lag hier 125. Wing, ein gemischtes Geschwader aus zwei Staffeln Meteor NF11-Nachtjägern und zusätzlich Canberra B(I)6-Angriffsflugzeugen; letztere unterstanden der Testeinheit Tactical Development Unit (TDU), die von Februar bis Oktober 1953 - mit einer Unterbrechung im Sommer - von Ahlhorn aus die Nachtangriffstauglichkeit der Canberra beurteilten. Später war eine Reihe von Canberra-Staffeln in dieser Rolle auf den RAF-Stationen westlich des Rheins beheimatet.

Im Oktober 1958 übergab die RAF die Station an die neu aufgestellte Luftwaffe der Bundeswehr, die den wieder als Fliegerhorst Ahlhorner Heide bezeichneten Platz bis 2005 betrieb:

Der reguläre militärische Flugbetrieb wurde Ende 1995 eingestellt.

Heutige Nutzung als Metropolpark Hansalinie[Bearbeiten]

Solar-Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes

Seit 2005 war auf dem Gelände u.a. die Aircraft Maintenance Service GmbH vertreten, die dort Passagierflugzeuge wartete resp. zerlegte, jedoch im November 2009 in Insolvenz ging. Von 2005 bis 2009 wurde nach einem neuen Betreiber für den Flugplatz gesucht. Mehrere Verkaufsverfahren scheiterten. Am 1. Mai 2009 ging das Gelände in den Besitz des Bauunternehmens Johann Bunte über, das als Betreibergesellschaft die Flugplatz-Ahlhorn GmbH gründete. Das Gelände erhielt zunächst den Namen Flugpark Ahlhorn. Der ehemalige Fliegerhorst soll unter dem neuen Namen Metropolpark Hansalinie laut Betreiberauskunft per dem Stand von 2014 in langfristiger Planung zu einem Logistik-, Technologie- und Gewerbepark mit bis zu 1500 Arbeitsplätzen ausgebaut werden, etwa ein Drittel der Arbeitsplätze sei bereits vorhanden sein. Unter anderem wird bereits eine Teilfläche von 45 Hektar der insgesamt ca. 307 Hektar Fläche für die Stromerzeugung durch Photovoltaik genutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Ahlhorner Heide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien