Francesco Marchisano

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Wappen von Francesco Kardinal Marchisano

Francesco Kardinal Marchisano (* 25. Juni 1929 in Racconigi, Provinz Cuneo, Italien) ist emeritierter Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Marchisano empfing am 29. Juni 1952 in Turin durch Maurilio Kardinal Fossati das Sakrament der Priesterweihe. Am 13. Juli 1963 verlieh ihm Papst Paul VI. den Ehrentitel Überzähliger Geheimkämmerer Seiner Heiligkeit[1] (Monsignore).

Johannes Paul II. ernannte ihn am 6. Oktober 1988 zum Titularbischof von Populonia und zum Sekretär der päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche. Die Bischofsweihe spendet ihm Johannes Paul II. am 6. Januar 1989. Mitkonsekratoren waren die später zu Kardinälen ernannten Kurienerzbischöfe Edward Idris Cassidy und José Tomás Sánchez.

Am 4. September 1991 wurde er Präsident der Päpstlichen Kommission für sakrale Archäologie und am 4. Mai 1993 zusätzlich Präsident der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche, deren Sekretär er bislang war. Johannes Paul II. ernannte ihn am 4. Juli 1994 pro hac vice zum Titularerzbischof seines bisherigen Titularbistums Populonia. Am 24. April 2002 wurde er zudem zum Erzpriester der Vatikanischen Basilika, Generalvikar Seiner Heiligkeit für die Vatikanstadt und zum Präsidenten der Dombauhütte von Sankt Peter ernannt.

Marchisano trat am 13. Oktober 2003 als Präsident der Pontificia Commissio de Bonis Culturalibus Ecclesiae zurück und wurde am 5. Februar 2005 zudem zum Präsidenten des Päpstlichen Arbeitsamtes ernannt. Mit Erreichen der Altersgrenze trat Marchisano auch als Präsident der Pontificia Commissio de Sacra Archaeologia zurück.

Am 21. Oktober 2003 wurde er als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Santa Lucia del Gonfalone in das Kardinalskollegium aufgenommen. Er war Teilnehmer am Konklave 2005, in dem Papst Benedikt XVI. gewählt wurde. Am 31. Oktober 2006 nahm Papst Benedikt XVI. seinen aus Altersgründen vorgebrachten Rücktritt als Erzpriester der Vatikanischen Basilika an. Am 3. Juli 2009 nahm Papst Benedikt XVI. Marchisanos aus Altersgründen vorgebrachtes Rücktrittsgesuch vom Amt des Präsidenten des Päpstlichen Arbeitsamtes an. Am 12. Juni 2014 wurde er zum Kardinalpriester erhoben.[2]

Am 17. Januar 2005 überreichte ihm Gerd Westdickenberg das von Bundespräsident Horst Köhler verliehene Große Bundesverdienstkreuz[3]

Mitgliedschaften in der römischen Kurie[Bearbeiten]

Francesco Kardinal Marchisano war Mitglied der folgenden Kongregationen und Räte der römischen Kurie:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annuario Pontificio per l’anno 1964, Città del Vaticano 1964, S. 1261.
  2. Konsistorium: Interne Kardinalsbeförderungen. Radio Vatikan, 12. Juni 2014, abgerufen am 12. Juni 2014.
  3. Radio Vatikan - Meldungen vom 18. Januar 2005

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Virgilio Kardinal Noé Erzpriester des Petersdoms
2002–2006
Angelo Kardinal Comastri