Friedrich von Ahlefeldt (Gutsherr, 1623)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friedrich von Ahlefeldt (1623–1686)

Friedrich Reichsgraf von Ahlefeldt (* 1623 in Søgård; † 7. Juli 1686 in Kopenhagen) war Politiker in dänischen Diensten.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich von Ahlefeldt aus der Gravensteiner Linie des holsteinischen Adelsgeschlechts Ahlefeldt stand vermittelt durch seinen Schwiegervater Christian zu Rantzau seit 1657 als Diplomat in dänischen Dienst. 1663 wurde er als dessen Nachfolger Statthalter von Schleswig und Holstein und erhielt im selben Jahr den Elefanten-Orden. Daneben war er Amtmann zu Steinburg und Gouverneur in Süderdithmarschen.

Seit dem 30. Oktober 1665 besaß er ein Pfründe als Domherr zu Lübeck. Am 14. Dezember 1665 wurde er in Wien von Kaiser Leopold I. in den persönlichen Reichsgrafenstand erhoben. Zusammen mit Detlev von Ahlefeldt war er Gesandter am Berliner Hofe und schloss dort eine Offensiv-Allianz gegen Schweden ab.

1669 erwarb er von Graf Ludwig Eberhard von Leiningen-Westerburg-Rixingen (1624–1688), Präsident des Reichskammergerichtes in Speyer, käuflich die Herrschaft Rixingen (Réchicourt) in Lothringen, die gelegentlich als Grafschaft bezeichnet wird, da die Leininger Grafen waren.[1] Die Herrschaft wurde 1703 von seinem jüngeren Sohn und Nachfolger in Rixingen und Mörsberg, Carl von Ahlefeldt, an den Schwager Reichsgraf Friedrich Ludwig von Nassau zu Ottweiler verkauft. Er besaß ebenfalls die Freiherrschaft Mörsberg (Morimont) im Ober-Elsass - genauer im habsburgischen Sundgau.

Unter dem dänischen König Christian V. war er Geheimer Etats- und Landrat und königlicher Kanzler. Am 20. Juni 1672 wurde er dänischer Lehnsgraf von Langeland. Er war Träger des Danebrog-Ordens und Ritter vom Elefanten-Orden. 1676 gehörten er zu denen, die Peder Schumacher Griffenfeld stürzten.

Friedrich von Ahlefeldt war seit 1656 in erster Ehe mit Margarethe Dorothea zu Rantzau (1643–1665), der Tochter von Christian zu Rantzau, und in zweiter Ehe mit Marie Elisabeth von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (1648–1724) verheiratet. Aus erster Ehe stammte sein Sohn Friedrich.

Quellen[Bearbeiten]

  • Leopold Freiherr von Zedlitz-Neukirch: Neues preussisches Adels-Lexicon oder genealogische und diplomatische Nachrichten, Erster Band, Seite 87 (Leipzig 1836)
  • Schleswig-Holsteinische Ritterschaft: Beitrag zur Adelsgeschichte Deutschlands und Dänemarks, Seite 11 (Schleswig 1869)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friedrich von Ahlefeldt (1623–1686) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bebilderte Webseite zu Schloss Rixingen (französisch)