Fritz Balogh

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Fritz Balogh (* 16. Dezember 1920 in Preßburg/Bratislava; † 14. Januar 1951 nahe Nersingen bei Ulm) war ein deutscher Fußballspieler.

Bei SK Bratislava (Preßburg) hatte Balogh in der Jugend im Jahr 1934[1] mit dem Fußballspiel begonnen. Während des Zweiten Weltkriegs hatte es Balogh in die Reichshauptstadt verschlagen, wo er für Hertha BSC spielte. Bei den Berlinern gelangen Balogh in 19 Partien 22 Treffer und auch in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1944 erzielte er zwei Tore in drei Partien.

Ab 1946 schnürte der Halblinke seine Fußballschuhe für den Mannheimer Vorortklub VfL Neckarau in der Oberliga Süd; dort gelangen ihm insgesamt in 96 Punktspielen 66 Tore. In der Saison 1946/47 wurde er mit 32 Toren zweitbester Ligatorschütze - hinter Hans Pöschl, aber noch vor Max Morlock (beide vom 1. FC Nürnberg).

Fritz Balogh blieb dem Verein aus familiären Gründen auch treu, als dieser 1948 in die zweite Liga abstieg und sich u. a. der VfB Mühlburg und FSV Frankfurt um den torgefährlichen Angreifer bemühten, und verhalf Neckarau 1950 zur Rückkehr ins Fußball-Oberhaus.

Am 22. November 1950 stand er im Aufgebot der Deutschen Fußballnationalmannschaft bei ihrem ersten Länderspiel nach dem Krieg. Das DFB-Team siegte in Stuttgart gegen die Schweiz mit 1:0. Für Balogh blieb dies der einzige Einsatz in der Nationalmannschaft und er war der einzige Nationalspieler, den der VfL Neckarau hervorgebracht hat.

Am 14. Januar 1951 gegen 21.30 Uhr stürzte Balogh während der Rückfahrt vom Auswärtsspiel seines Vereins beim FC Bayern München aus dem fahrenden Zug und war sofort tot.

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Skrentny, „Als Morlock noch den Mondschein traf. Die Geschichte der Oberliga Süd 1945 - 1963“, Kassel 2001, ISBN 3-89784-175-4
  • Tragmann, Voß: Das Hertha Kompendium. Verlag Harald Voß, Berlin 2002, ISBN 3-935759-05-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken. Agon-Verlag, Kassel 2010, Seite 16, ISBN 978-3-89784-366-0