Fuselöle
Fuselöle sind ein Gemisch aus mittleren und höheren Alkoholen (sog. Fuselalkohole, Genaueres siehe unter Begleitalkohole), Fettsäureestern, Terpenen, Furfuralen, Acetalen, Aldehyden und Carbonsäuren sowie einigen weiteren Stoffen. Sie entstehen bei der alkoholischen Gärung als Nebenprodukte des Hefestoffwechsels und dienen in Bier, Wein und Spirituosen als Geschmacks- und Aromaträger. Fuselöle spielen für die Verträglichkeit von alkoholischen Getränken eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund sollte der Fuselölgehalt von Spirituosen auch nicht über 0,1% liegen.[1]
Fuselöle werden im Körper des Menschen zu Giftstoffen abgebaut, die zu einer Belastung der Organe, insb. Herz, Leber, Nieren und Nervensystem, führen. Kopfschmerz, Übelkeit und Müdigkeit (zusammengefasst als „Kater“) sind die möglichen Folgen. In höheren Dosen können Fuselöle zur Erblindung oder gar lebensgefährlichen Vergiftungen führen.
Durch Techniken wie Rektifikation oder durch Filtrieren über Aktivkohle lässt sich der Gehalt der Fuselöle in Spirituosen reduzieren. Hoch aufkonzentrierte und gereinigte Spirituosen wie Korn oder Wodka enthalten in Relation zum Alkoholgehalt deutlich weniger Fuselöle als andere alkoholische Getränke.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Manfred V. Singer und Stephan Teyssen: Alkohol und Alkoholfolgekrankheiten, 2005, II, 55-88, doi:10.1007/3-540-26446-9_7
[Bearbeiten] Weblinks
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