DB Schenker Rail

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
DB Schenker Rail AG
Logo DB Schenker.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 2009 (Railion GmbH: 2000)
Sitz Mainz
Leitung • Dr. Alexander Hedderich (Chairman, Deutschland, Region Central)

• Alain Thauvette (Region West)

• Dr. Markus Hunkel(Production)

• Dr. Rudolf Müller (Human Resources)

• Matthias Reichel (Finance / Controlling)

• Axel Marschall (Sales)

• Hans-Georg Werner (Region East)

Mitarbeiter 31.770 (31. Dezember 2012)[2]
Umsatz 4.925 Mio Euro (2012)[2]
Branche Transport/Logistik
Website www.rail.dbschenker.de
Ursprüngliches Logo von Railion mit Quadrat
Ursprüngliches Logo an einem Flachwagen für den Coiltransport Shimmns-ttu723
Ehemaliges RAILION-Logo mit dem Zusatz DB Logistics

DB Schenker Rail AG ist die Führungsgesellschaft für das Geschäftsfeld Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn AG (DB), in dem die DB alle nationalen und europäischen Logistikaktivitäten auf der Schiene gebündelt hat. Der Sitz des Unternehmens ist Mainz. Mit 3.587 Lokomotiven[2] und 97.000 eigenen Güterwagen[3] verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über den größten Fuhrpark auf dem europäischen Kontinent. Täglich werden von DB Schenker Rail 5.034 Güterzüge gefahren, im Jahr werden fast 400 Millionen Tonnen Güter transportiert.[2]

Organisation[Bearbeiten]

In dem Anfang 2009 neu formierten Geschäftsfeld DB Schenker Rail gehen neben den Gesellschaften des ehemaligen Railion-Verbundes (Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Schweiz und Italien) auch die englische Güterbahn DB Schenker Rail UK (vorher English Welsh & Scottish Railway Holding Ltd., kurz EWS), die Mehrheitsbeteiligung an der spanischen Transfesa, die Beteiligung an der italienischen NordCargo und die Ende Januar 2009 erworbene polnische PCC Logistics auf. Geführt wird das Geschäftsfeld aus der DB Schenker Rail AG, die sich in die regional strukturierten Geschäftseinheiten West (Großbritannien, Frankreich, Spanien und Portugal), Central (Dänemark, Deutschland, Niederlande, Schweiz und Italien) und East (Finnland, Russland, Weißrussland, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien) sowie die Regionen übergreifenden Einheiten Automotive und Intermodal (für den Kombinierten Verkehr) gliedert. Die Geschäftseinheiten verantworten Vertrieb und Produktion, für regionenübergreifende Verkehre und Großkunden gibt es einen zentralen europäischen Vertrieb.

Geschichte[Bearbeiten]

Zum 1. Januar 2000 wurde die Railion GmbH mit Sitz in Mainz ins Leben gerufen, in die die Deutsche Bahn AG und die niederländischen Nederlandse Spoorwegen (NS) ihre Schienengüterverkehrs-Aktivitäten als 100-prozentige Tochtergesellschaften der Railion GmbH einbrachten. Aus DB Cargo wurde so Railion Deutschland AG und aus NS Cargo wurde Railion Benelux NV. Später wurde diese Gesellschaft in Railion Nederland NV umbenannt. Der Zusammenschluss war am 16. September 1999 offiziell angekündigt worden[4]. Die Deutsche Bahn hielt 94 % des Kapitals der Railion GmbH, die NS 6 %.

Die zum 1. Januar 2000 zunächst als reine Finanzholding-Gesellschaft gegründete Railion GmbH stand nach ihrer Gründung auf der Kippe, nachdem der neue DB-Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn an Stelle der gemeinsamen Güterbahn eine Kooperation mit einem großen Logistikkonzern anstrebte.[4] Nach den Plänen von Spätsommer 2000 sollte sich die Gesellschaft auf die Entwicklung des Güterverkehrs zwischen Deutschland und den Benelux-Ländern konzentrieren.[5]

Mitte 2001 brachte die dänische Danske Statsbaner (Dänische Staatsbahn – DSB) ihre Schienengüterverkehrssparte DSB Gods ebenfalls als 100-prozentige Tochtergesellschaft namens Railion Danmark A/S in die Holding ein und erhielt dafür 2 % des Kapitals der Railion GmbH, der Anteil der DB wurde auf 92 % vermindert.

Zum 1. September 2003 übertrug die DB AG ihren Anteil an der Railion GmbH an die Stinnes AG (heute DB Mobility Logistics). Zum Jahresende übten die NS die Option aus, ihren Kapitalanteil an der Railion GmbH an die Stinnes AG abzugeben.

Mit Wirkung zum 19. Januar 2004 erwarb Railion Deutschland eine 30,07-%-Beteiligung an der italienischen Rail Traction Company.[6] Im Juni 2004 übernahm Railion 95 % der Anteile an der italienischen Strade Ferrate del Mediterraneo (SFM). Ab April 2005 firmierte das Tochterunternehmen als Railion Italia s.r.l. Anfang Januar 2010 wurde das inzwischen in DB Schenker Rail Italia umbenannte Unternehmen mit der NordCargo s.r.l. vereinigt, an der DB Schenker Rail gleichzeitig die Mehrheit der Anteile übernahm. Damit ist NordCargo gemessen am Verkehr und Umsatz die zweitgrößte italienische Güterbahn.[7]

2003 und 2005 führte das Unternehmen ein neues Logo ein.[8]

Mit der Übernahme der schweizerischen Brunner Railway Services (BRS) im Januar 2007 erweiterte sich das Unternehmen in die Schweiz hinein. Seit Mai 2007 firmiert dieses Tochterunternehmen als DB Schenker Rail Schweiz GmbH.

Im Dezember 2007 beteiligte sich Green Cargo mit 49 % an Railion Danmark. Das Joint-Venture heißt Railion Scandinavia A/S.

Anfang 2009 wurde das Unternehmen von „Railion“ in „DB Schenker Rail“ umbenannt und in fünf Geschäftseinheiten neu strukturiert.[9] Diese untergliedern sich in drei regionale Einheiten (West, Central und East) sowie die Fachbereiche Automotive (Transporte für die Autoindustrie) und Intermodal. Im Bereich Automotive sind spezielle Dienstleister für die Automobilindustrie zusammengefasst (DB Schenker Rail Automotive GmbH (DBSRA) und Transfesa).[10]

Ende Januar 2009 kaufte DB Schenker Rail die größte private polnische Eisenbahn PCC Rail (350 Millionen Euro Umsatz 2008), die bis dahin zur Logistiksparte der PCC SE gehörte. Nach der Genehmigung durch die EU-Kommission wurde die Übernahme Ende Juli wirksam.[11] Die Gesellschaft wurde inzwischen in DB Schenker Rail Polska S.A. umbenannt.[12]

Beteiligungen[Bearbeiten]

Folgende Tochterunternehmen gehören zu DB Schenker Rail, untergliedert nach den Geschäftseinheiten:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amtsgericht Mainz HRB 44261
  2. a b c d Angabe nach eigener Webseite[1] (eingesehen am 7. August 2013)
  3. DB Mobility Logistics AG: Wussten Sie schon, dass... (Broschüre), Berlin 2012, S. 10.
  4. a b Meldung Was wird aus Railion. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4/2000, ISSN 1421-2811, S. 147
  5. Meldung Neuorientierung von DB-Cargo. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2000, ISSN 1421-2811, S. 428
  6. Railion erwirbt 30 % an Rail Traction Company. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2004, ISSN 1421-2811, S. 120
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVgl. Pressemeldung der Deutschen Bahn: DB Schenker Rail erwirbt Mehrheit an italienischer NordCargo. 13. Januar 2010, abgerufen am 13. Januar 2010.
  8. Meldung Abermals neues Railion-Logo. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12/2005, S. 561
  9. Aus Railion wird DB Schenker Rail. In: DB Welt, Ausgabe Januar 2009, S. 13
  10. Pressemittteilung der Deutsche Bahn AG vom 3. März 2009
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVgl. finanznachrichten.de, "Verkauf der PCC Logistics an die Deutsche Bahn vollzogen / Die Duisburger PCC SE hat den Großteil ihrer Logistik-Sparte, die polnische PCC Logistics, an die Deutsche Bahn-Gruppe (DB) verkauft". 22. Juli 2009, abgerufen am 22. Juli 2009.
  12. PCC Rail S.A. in DB Schenker Rail Polska S.A. umfirmiert. DB Mobility Logistics AG, 12. November 2009, abgerufen am 30. November 2009.
  13. Integration von DB Schenker Bulgaria. DB Schenker Rail Deutschland AG, 10. Mai 2010, abgerufen am 2010.
  14. Logistic Services Danubius Is Now DB Schenker Rail Romania. Deutsche Bahn AG, 5. Mai 2011, abgerufen am 18. Juni 2011.
  15. ATG und SAR: Fusion zu DB Schenker Rail Automotive GmbH. DB Mobility Logistics AG, 5. Oktober 2010, abgerufen am 5. Oktober 2010.

49.9946958.280905Koordinaten: 49° 59′ 41″ N, 8° 16′ 51″ O