Gemeinschaften von Jerusalem

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Gemeinschaften von Jerusalem bei der Vesper in Groß St. Martin in Köln

Die Brüder und Schwestern der Gemeinschaften von Jerusalem sind eine monastische Gemeinschaft, die 1975 von Bruder Pierre-Marie Delfieux mit dem Ziel gegründet wurde, die Spiritualität der Einsamkeit der Wüste, wie sie von Charles de Foucauld gelebt wurde, in die Herzen der Städte zu tragen. Die Ordensregel der Gemeinschaften ist in dem von Delfieux 1978 geschriebenen Lebensbuch (Livre de vie) niedergelegt. „Die Wüste ist heute ebenso in der Stadt ... Sei heute ein Städter mit den Städtern.“[1]

Die Brüder und Schwestern arbeiten für ihren Lebensunterhalt halbtags in einem Beruf, während sie die andere Tageshälfte dem kontemplativen Gebet und der Gemeinschaft widmen. Da ihre Spiritualität auf dem Leben in der Großstadt beruht, gründen sie ihre Gemeinschaften im Herzen großer Metropolen und auch an Wallfahrtsorten. Mit ihrer feierlich-meditativ gestalteten, ostkirchlich beeinflussten Liturgie des Stundengebets sind sie dort oft spirituelle Zentren.

Die Gemeinschaften von Jerusalem bestehen immer aus einer Schwestern- und einer Brüdergemeinschaft an einem Ort, wobei sie dort getrennt zur Miete wohnen, jedoch ihre Gottesdienste gemeinsam feiern. Die Gemeinschaften umfassten im Jahr 2007 rund 200 Mitglieder aus 30 verschiedenen Ländern; sie leben in Gemeinschaften in

Der mit der Gemeinschaften von Jerusalem verbundenen Laiengemeinschaft „Familie von Jerusalem“ gehören etwa 1000 Mitglieder an.

Seit April 2009 leben und beten die monastischen Gemeinschaften von Jerusalem im Herzen Kölns in der Kirche Groß St. Martin, die ihnen von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner anvertraut wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Herzen der Städte. Lebensbuch der monastischen Gemeinschaften von Jerusalem („Veilleurs sur la ville“, 1995). Herder, Freiburg/B. 2000, ISBN 3-451-27269-5.

Weblinks[Bearbeiten]