Gerontokratie

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Gerontokratie entstammt den altgriechischen Ausdrücken γέρων géron (alter Mann, Greis[1]) sowie κράτος krátos (Herrschaft) und bedeutet „Herrschaft der Alten“. Sie ist eine Herrschaftsform, in der hauptsächlich Menschen hohen Alters das politische Handeln bestimmen.

Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff „Gerontokrat“ häufig in einem negativen Zusammenhang verwendet. Sie bedeutet hier die Unterstellung, dass die eingenommene Machtposition einer Person einzig durch ihr hohes Alter und nicht durch eine Qualifikation entstanden ist.

Künstlerische Verarbeitung[Bearbeiten]

In dem Science-Fiction-Roman Heiliges Feuer (Originaltitel Holy Fire, 1996[2]) beschreibt der US-amerikanische Autor Bruce Sterling eine Zukunft der westlichen Gesellschaft, in der die Lebenserwartung durch Medizin und Technologie auf über 200 Jahre angehoben wurde (siehe auch Transhumanismus), so dass sich Kapital und politische Macht fast ausschließlich im Besitz der Gerontokraten befinden. Die Jüngeren leben in einer Parallelgesellschaft und haben nur wenig Aussicht, im Laufe ihres Lebens Macht und Wohlstand zu erlangen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Altern im spätantiken Rom. Patriarchalische Gerontokratie. in: Psyche und Soma. 2005, Heft 5. OCLC 805585970.
  • Nils Binder: Gerontokratie: Herrschaft der Alten Über die Wahrscheinlichkeit einer Reformblockade der gesetzlichen Rentenversicherung. GRIN Verlag, München 2013, ISBN 978-3-656-36132-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Gerontokratie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. geronto- auf duden.de
  2. Phantastisches von Bruce Sterling auf phantastik-couch.de