Gimte

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51.4391666666679.6405555555556124Koordinaten: 51° 26′ 21″ N, 9° 38′ 26″ O

Gimte
Wappen von Gimte
Höhe: 124 m
Einwohner: 2067 (31. Dez. 2009)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 34346
Vorwahl: 05541
Ansicht von Gimte von der Weser, 1804
Marienkirche Gimte
Schild am Ortseingang: Fisch- und Flößerdorf Gimte

Gimte ist ein Ortsteil von Hann. Münden mit 2.067 Einwohnern[1] und einer Fläche von 5,01 km2.

Lage[Bearbeiten]

Das Dorf Gimte liegt rechts der Weser direkt am Fluss (Weserkilometer 2,3) im Wesertal und ist zwischen Bramwald im Osten und Reinhardswald im Westen eingebettet. Das bei Weserkilometer 3,6 linksseitig gelegene Klostergut Hilwartshausen gehört zum Ortsgebiet.

Es ist mit dem Auto über die B3 aus den Richtungen Hann. Münden, Kassel, Göttingen oder über die L561 aus Richtung Hemeln bzw. Oberweser kommend erreichbar. Der Weserradweg führt durch den Ort.

Geschichte[Bearbeiten]

Gimte wurde im Jahre 970 erstmals urkundlich als Gemmet erwähnt und dem Kloster Hilwartshausen geschenkt. Über Jahrhunderte hinweg, bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, war die Flößerei und die Fischerei auf der Weser ein wichtiger Erwerbszweig in Gimte. Weitere Erwerbsgebiete waren der Holzhandel und die Leineweberei.

Am 1. Januar 1973 wurde Gimte in die Stadt Münden eingegliedert.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gimte pflegt eine Partnerschaft mit der Ortschaft Sannois (bei Paris/Frankreich).

Die 1006 entstandene Marien-Kirche in Gimte ist Radwegekirche am Weserradweg und Offene Kirche.[3][4] Die Kirche besteht heute aus zwei, in ihrer Höhe und Breite, unterschiedlichen Abteilungen. Im niedrigeren Teil ist der Chor untergebracht, dieser Abschnitt gehörte vormals zur alten Marien-Kapelle, welche im Jahr 1006 das Kloster Hilwartshausen erbaute und an deren Ostseite drei Linden gepflanzt wurden. Ein Erlass des Erzbischofs Peter von Mainz von 1318, sowie ein Ablassbrief aus dem Jahr 1336 erwähnen die Gimter Marienkapelle. In letzteren Brief wird allen Besuchern der Capelle dicte Gymmeth ein Ablass gewährt. Von 1610 bis 1612 wurde der größere westliche Teil der Kirche erbaut.[5] Die alten Glasmalereien an den Kirchenfenstern mit den Wappengebilden und biblischen Darstellungen, worunter auch ein Christusbild in Lebensgröße war, sind in der heutigen Zeit nicht mehr vorhanden. Der steinerne Altar, der an drei Seiten die Inschrift Hanc aram fecit Hermann de Neste parari; Munus ei petimus Christe, perenne dari! trägt, verweist damit auf den Stifter des Altars, ein Hermann von Nyste, welcher 1289 als ein Ratsherr von Münden geführt wird.

Sport[Bearbeiten]

Es gibt im Ort zwei Sportvereine, zum einen den TuSpo "Weser" Gimte und zum anderen den 1. FC Gimte. TuSpo wurde 1919 gegründet, der 1. FC 1994. TuSpo betreibt die Sparten Fußball, Badminton, Tischtennis, Kinderturnen, Gymnastik und verschiedene Freizeitsportarten. Der 1.FC Gimte ist in den Sparten Fußball, Kampfsport und Volleyball aktiv.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stadt Hann. Münden: Einwohnerbestand (Stand: 31. Dezember 2009)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.
  3. Jörn Barke: Kirche für Radler. Radfahrerkirche in Gimte. Göttinger Tageblatt vom 5. September 2011, Seite 11. Webfassung vom 4. September 2011, abgerufen am 5. September 2011.
  4. Antje Ibbeken-Henn, Bernd Vogel: Ev.-luth. Kirchengemeinde Gimte-Hilwartshausen. Stand September 2011, abgerufen am 5. September 2011.
  5.  Wilhelm Lotze: Geschichte der Stadt Münden nebst Umgegend. Eigenverlag, Hann. Münden 1878, S. 323.