Bundesstraße 3

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 3 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Donau Straße.

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Bundesstraße 3 in Deutschland
Bundesstraße 3
 European Road 531 number DE.svg
Karte
Verlauf der B 3
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Buxtehude
(53° 27′ N, 9° 45′ O53.4502039.751533)
Straßenende: Weil am Rhein
(47° 35′ N, 7° 36′ O47.5804947.604208)
Gesamtlänge: 812 km

Bundesland:

Bundesstraße 3 in Frankfurt (Babenhäuser Landstraße)
Bundesstraße 3 in Frankfurt (Babenhäuser Landstraße)

Die Bundesstraße 3 (Abkürzung: B 3) ist nach der Bundesstraße 2 die zweitlängste Bundesstraße Deutschlands. Sie beginnt bei Buxtehude, führt über Celle, Hannover, Göttingen, Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt am Main, Darmstadt, Heidelberg, Karlsruhe, Baden-Baden, Offenburg und Freiburg in den Südwesten der Bundesrepublik und endet bei Weil-Otterbach an der Bundesgrenze zur Schweiz, wo sie als Hauptstrasse 3 weiterführt.

Durch den Neubau von Umgehungsstraßen trägt sie teilweise den Namen Bundesstraße 3n. In Hessen tragen die Umgehungen und Neubauten den Namen Bundesstraße 3a. Im Abschnitt von Darmstadt bis Wiesloch trägt sie den (zusätzlichen) Namen Ferienstraße Bergstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprung[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 3 verläuft entlang sehr alter, schon im Mittelalter bedeutender Handelswege. Die Geleitstraße zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg gehörte bis 1461 zum Erzbistum Mainz, danach von 1461 bis 1651 zur Kurpfalz. Im Jahre 1661 einigten sich das Erzbistum Mainz und die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt über die Aufteilung der Einnahmen aus dem Straßenzoll: Das Erzbistum Mainz organisierte die Geleitzüge auf dem Abschnitt Frankfurt am Main–Heppenheim zu Zeiten der Frankfurter Messe, die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt organisierte die Geleitzüge zu den übrigen Zeiten.

Ausbau zur Chaussee im 18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer Bedeutung wurde die Bergstraße nördlich und südlich von Heidelberg schon ab 1759 zur festen Straße (Chaussee) ausgebaut. Da die Fronarbeit der umliegenden Gemeinden nicht die für den Straßenbau erforderliche Qualität brachte, wurden ab 1763 Straßenbauarbeiter aus dem Allgäu angeworben. Ab 1771 wurden auch die Streckenabschnitte im Breisgau zur Kunststraße ausgebaut.

Auch in Norddeutschland wurde die Leinetalstraße zwischen Hannover und Göttingen ab 1768 zur Chaussee ausgebaut. Nach der Hamelner Chaussee (heute B 217) ist diese Straße somit die älteste Kunststraße in Norddeutschland. Ein Jahrzehnt später (1777) wurde die Teilstrecke zwischen Göttingen und Kassel ebenfalls zur Chaussee ausgebaut.

Danach folgte der Abschnitt Hannover-Celle, der mitten durch das Große oder Müggenburger Moor hindurchgeführt werden sollte. Im Einzelnen ergibt sich dort folgendes Bild: Um den vermehrten Waren- und Personenverkehr von Süden nach Norden in sichere Bahnen zu leiten, gab die Regierung in Hannover im Jahre 1776 den Planungsauftrag für eine neue Streckenführung und einer befestigten Straße von Hannover nach Celle. Zu der Zeit mussten sich die Frachtfuhrleute, Postboten und Reisenden noch mit einer schlecht ausgebauten Poststraße, die über Ramlingen, Engensen und Bothfeld nach Hannover führte, begnügen.

1779 begann man mit dem Bau der von Hannover über Altwarmbüchen, Kirchhorst und Schillerslage nach Celle führenden Heerstraße. Hierbei mussten die Bewohner aller Ortschaften, die bis zu drei Meilen von ihr entfernt lagen, unentgeltlich Hand- und Spanndienste leisten. Bis Stelle konnte man auf die bereits bestehende Trasse der Heer- und Poststraße Hannover-Burgdorf-Peine-Braunschweig zurückgreifen.

In den Jahren 1779 bis 1783 hatte Burgdorf aus seinem Amtsbereich täglich vier Zweispänner-Wagen für den Spann- und zehn Männer für den Handdienst abzustellen. Aus Ramlingen waren alle 17 Stelleninhaber am Straßenbau beteiligt, sie leisteten insgesamt 443 Spann- und 371 Handdienste bei einem Neun-Stunden-Arbeitstag. Ende 1781 war die Straße bis Altwarmbüchen fertiggestellt, so dass schon 1782 der Postverkehr über diesen „neuen Postweg“ geleitet werden konnte. Im Jahre 1783 wurde von der Fertigstellung der Strecke vom hannoverschen Posthof bis zum Lister Turm berichtet. In einem Pachtvertrag vom 19. Mai 1784 wird schließlich die Fertigstellung der gesamten Chaussee erwähnt.

Wilhelm von Hassell spricht von Anfangsschwierigkeiten beim Weiterbau: „So kam es, dass nicht einmal die Chaussee von Hannover nach Celle, deren Anfang noch heute durch die ‚alte Celler Heerstraße’ bezeichnet wird, fertiggestellt werden konnte und dass der Weiterbau derselben in den drei Richtungen: nach Braunschweig, nach Lüneburg und nach Harburg kaum über die ersten Anfänge hinauskam.“[1]

Abschnitt der damaligen Reichsstraße 3 auf dem Truppenübungsplatz Bergen

Im Zuge der Errichtung des Truppenübungsplatzes Bergen musste der über den Übungsplatz verlaufende Teil der Straße verlegt werden. Zwischen Wardböhmen und der Anschlussstelle Soltau-Süd der A 7 wurde 1936/37 parallel außerhalb des Platzes eine neue Streckenführung gebaut. Die alte Strecke nutzt das Militär zu Übungszwecken.

In den 1950er Jahren galt die Bundesstraße 3 im Abschnitt zwischen Dibbersen und Nörten-Hardenberg als eine der gefährlichsten und unfallträchtigsten Fernstraßen in der damaligen Bundesrepublik. Hierzu trug nicht nur der stetig steigende Verkehr auf dieser Strecke bei, sondern auch das Fehlen jeglicher Ortsumgehungen und ganz besonders der sehr unzureichende Straßenzustand.[2]

Am 7. Mai 2010 wurde auf der Verkehrsinsel vor dem Ehlershäuser Bahnhof eine originalgetreue Replik eines historischen Meilensteins eingeweiht.[3]

Frühere Strecken und Bezeichnungen[Bearbeiten]

Die heutige Bundesstraße 3 durchquert zahlreiche ehemals selbständige Länder, in denen die Straßenbezeichnung höchst unterschiedlich war.

In Kurfürstentum Hessen wurde die 1831 als Hauptstraße erster Klasse eingeordnete Straße nördlich von Kassel als Göttinger Straße und südlich von Kassel bis zur Grenze zum Großherzogtum Hessen bei Fronhausen als Frankfurter Straße bezeichnet.[4]

Die Landstraße von Frankfurt am Main nach Basel wurde 1901 als Großherzoglich Badische Staatsstraße Nr. 1, 1907 aber als Landstraße Nr. 1 Frankfurt–Basel bezeichnet.[5]

Bei der ursprünglichen Nummerierung 1932 führte die damalige Fernverkehrsstraße 3 (FVS 3), 1934 in Reichsstraße 3 (R 3) umbenannt, über den heutigen Streckenverlauf hinaus über Hamburg nach Lübeck. Dieser nördlichste Streckenabschnitt wurde 1937 zum Bestandteil der verlängerten Reichsstraße 75.

Charakteristik[Bearbeiten]

Während die B 3 im Norden eher gerade verläuft und teilweise, wie zwischen Celle und Hannover autobahnähnlich ausgebaut ist und sogar als Messeschnellweg zusammen mit der A 37 und der B 6 dient, wird sie südlich von Hannover schmaler und kurviger.

Von Göttingen bis Kassel ist die B 3 stark kurvig. Der Verlauf ist aber landschaftlich sehr reizvoll, vor allem entlang der Fulda zwischen Hann. Münden und Kassel.

Die B 3 als Gelbe Autobahn in Marburg (Lahn)

Ebenfalls kurvenreich ist sie zwischen Borken und Marburg. Diese Strecke wird auch von sehr vielen LKW benutzt, für die die B 3 eine (mautfreie) Abkürzung zwischen Kassel und Gießen bzw. Frankfurt am Main darstellt, was zu einer starken Belastung für die Anwohner der an der B 3 gelegenen Ortschaften geworden ist. Im Oktober 2006 wurde ein Durchfahrverbot für LKW über zwölf Tonnen durchgesetzt. Gleichzeitig wurde bis 2007 jeder Ausbau nach dem allgemein üblichen Standard unterlassen. Eine neue Trassierung war auch 2008 nicht in der Planfeststellung. Das Durchfahrverbot gilt auf der B 3 von der Anschlussstelle Borken der A 49 bis zur Kreuzung mit der Bundesstraße 62 bei Cölbe.[6]

Mit einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofes Kassel im November 2009 wurde dieses LKW-Fahrverbot wieder aufgehoben.[7]

Ab den 1970er Jahren bis Ende der 1990er Jahre wurde der Streckenabschnitt von dort über Marburg bis zum Anschluss an die A 485 bei Gießen abschnittsweise als vierstreifige Autobahnähnliche Straße ausgebaut. Im Stadtgebiet von Marburg verläuft die Strecke im Bereich des Bahnhofs auf einer Länge von etwa 800 m aufgeständert als Hochstraße. Auf Grund von Auseinandersetzungen über die Umweltverträglichkeit kam es immer wieder zu Unterbrechungen des Ausbaus und zu einem Verbleib einer zweistreifigen Ausbaulücke von 4,6 km bei Weimar (Lahn) zwischen den Ortsteilen Niederweimar und Roth (Lahn), die jedoch am 11. Mai 2011 geschlossen worden ist.[8]

Streckenweise wird die B 3 südlich von Karlsruhe verlegt (siehe Abschnitt B3n). Seit dem 20. Juli 2009 umgeht die B 3 Bad Krozingen auf einer neuen, südöstlich um den Kurort herum führenden Umgehungsstraße.

Ersetzungen[Bearbeiten]

Ersetzungen in der Vergangenheit[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet Hannovers wurde die Bundesstraße 3 teilweise durch die Bundesautobahn 37 ersetzt; ab Weidetorkreisel bis kurz hinter die Stadtgrenze.

Von Kassel bis kurz hinter Borken wurde sie auf etwa 40 km durch die Bundesautobahn 49 ersetzt, die zwischen Kassel und Gudensberg auf der alten Trasse der Bundesstraße 3 und zwischen Gudensberg und Borken weitgehend parallel zu dieser gebaut wurde.

Im Bereich der Stadt Gießen wurde die Bundesstraße 3 zur Bundesautobahn 485 ausgebaut.

Zwischen Egelsbach und dem Offenbacher Kreuz sowie seit 1995 im Stadtgebiet Frankfurt am Main zwischen Friedberger Landstraße und dem Preungesheimer Dreieck führt die Bundesstraße 3 über die Bundesautobahn 661. Der letztgenannte Abschnitt wurde dabei zwischen 1995 und 2001 als Bundesstraße 3a bezeichnet.

B3n[Bearbeiten]

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Bundesstraße 3n in Deutschland
Bundesstraße 3
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: ca. 5 + 45 + 30 km

Bundesland:

Ausbauzustand: teilweise ausgeführt

Als Bundesstraße 3n werden amtlich Straßenabschnitte bezeichnet, die als Umgehungsstraßen die alte B3 ersetzen. Dabei werden sie allerdings meist als B3 beschildert. Zurzeit gibt es drei Abschnitte, die als B3n bezeichnet werden.

Niedersachsen[Bearbeiten]

In Niedersachsen gibt es zwei B 3n-Abschnitte.

Am 8. Juli 2009 begannen bei Neu Wulmstorf (östlich von Buxtehude) die Arbeiten an einer Verbindung von der in Bau befindlichen A 26 zur B 73. Der Teilstreckenabschnitt wurde am 11. Juli 2011 für den Verkehr freigegeben. Sie verläuft von Ovelgönne/Neu Wulmstorf abzweigend von der B 73 ab und führt über die Bahnlinie Hamburg-Cuxhaven zur L 235 südlich Rübke als Zubringer zur zukünftigen Autobahnanschlussstelle Neu Wulmstorf. Die neue Straße trägt die Bezeichnung B 3neu und endet etwa 3 km östlich des bisherigen Beginns der B 3. Eine direkte Zusammenführung mit der B 3 Richtung Elstorf ist in Planung.[9] Im Genehmigungsverfahren zu diesem 2,8 km langen Abschnitt soll bis zum zweiten Quartal 2014[veraltet] eine Vorzugsvariante für die Trassenführung erarbeitet werden. Weiterhin ist eine Fortführung als westlich Ortsumgehung Elstorf und Wiederanschluss an die B 3 auf der Höhe der K 31/K 52 (Rosengartenstraße) in Planung und Teil der Projektvorschläge Straße für den Bundesverkehrswegeplan 2015.[10][11]

Das zweite Bauprojekt ist die Ortsumgehung östlich an Celle vorbei mit einer Länge von 23,7 km. Dadurch wird der Durchgangsverkehr an Celle vorbeigeleitet, die Ampelstopps in der Innenstadt entfallen und die andauernden Staus im Berufsverkehr werden unterbunden. Die Bauarbeiten begannen Anfang 2007, sie sind in fünf Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste Bauabschnitt „südlich Celle bis nördlich Ehlershausen“ mit der Ortsumfahrung Adelheidsdorf, der Anbindung an Nienhagen und an Celle-Westercelle (Länge 7,4  km) wurde im Juni 2009 fertiggestellt. Der zweite Abschnitt ist der „Südteil Celle Ortsumfahrung Celle“ mit einer Länge von 3,2 km. Er beginnt im Ortsteil Westercelle, an der alten B 3, überquert die Fuhse und trifft östlich von Celle auf die Bundesstraße 214 im Ortsteil Altencelle. Dieser Abschnitt wurde am 20. Juni 2013 fertiggestellt und eröffnet.[12][13] Bauabschnitt drei ist der „Mittelteil Celle OU Celle“ (5,2 km). Dieser verläuft zwischen Celle und Celle-Altencelle, überquert nördlich von Altencelle die Aller, führt im Nordosten von Celle an Celle-Lachtehausen und westlich an Celle-Altenhagen vorbei und endet hier an der B 191. Am 2. Oktober 2012 hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg auf Klage des BUND in seinem Urteil mit aufschiebender Wirkung beschlossen, dass dieser Bauabschnitt mit der Allerquerung vorerst nicht begonnen werden darf. Nach Prüfung der Planfeststellungsunterlagen beständen Zweifel, ob die Vorschriften des europäischen Naturschutzrechts zum Schutz von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen ausreichend berücksichtigt worden sind. Abschnitt vier mit einer Länge von 2,4 km, ist der „Nordteil OU Celle“. Er beginnt an der B 191 und endet an der B 3 zwischen Celle und Celle-Groß Hehlen. Der fünfte und letzte Teil „Ortsumgehung Groß Hehlen“ mit einer Länge von etwa 5,5 km, verläuft zwischen Celle-Klein Hehlen und Celle-Groß Hehlen, führt dann westlich an Groß Hehlen vorbei und trifft nördlich des Ortes auf die B 3. Die genaue Trassenführung westlich von Groß Hehlen ist noch strittig. Zurzeit sind vier Alternativen im Gespräch. Dieser letzte Bauabschnitt wird etwa im Jahr 2015 fertig sein.[14]

Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Bundesstraße an der Bergstraße zwischen Heppenheim (Hessen) und Laudenbach (Baden-Württemberg). Die Bundesstraße wird hier aufgrund der landschaftlich attraktiven Lage am Westabfall des Odenwalds auch touristisch als Reiseroute vermarktet.

Streckenweise wird die B 3 südlich von Karlsruhe verlegt. So bestehen bei Baden-Baden und Bühl mittlerweile neue Strecken, die parallel zwischen der alten Streckenführung und der Bundesstraße 36 verlaufen. Abgeschlossene Teilstrecken sind beispielsweise die Strecke um Baden-Baden (inkl. Anschlussstelle A 5 Rastatt Süd) und eine Strecke zwischen Achern über Bühl bis Steinbach. Diese werden als B 3 neu bezeichnet. Während die alte B 3 durch die Ortschaften führt (z. B. zwischen erwähnten Neubauteilstrecken aufgrund noch nicht vorhandenem Lückenschluss auf dem Gebiet der Gemeinde Sinzheim), verlaufen die neuen Teilstrecken an den Ortschaften vorbei.

Weiterer Ausbau[Bearbeiten]

Schon länger in Vorbereitung ist die westliche Ortsumgehung von Hemmingen.[15] Seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Juni 2010 besteht für diesen Streckenabschnitt Baurecht. Im August 2013 erklärte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies, dass die Ortsumgehung für das Land Niedersachsen die höchste Priorität aller Bundesstraßenmaßnahmen habe. Dies sei bei der Vorgängerregierung unter McAllister nicht der Fall gewesen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung könnte die dafür benötigten 50 Millionen Euro bis März[veraltet] oder April 2014[veraltet] freigeben.[16][17]

Im Frühjahr 2007 wurde zwischen Marburg und Gießen mit dem vierstreifigen Ausbau des letzten zweistreifigen Abschnitts von 4,6 km Länge zwischen den Weimarer Ortsteilen Niederweimar und Roth begonnen. Im November 2009 wurde ein Teilstück der neuen Fahrbahn Richtung Gießen fertiggestellt. Nach ursprünglichen Planungen sollte die B 3 ab Dezember 2010 von Marburg bis Gießen durchgängig vierspurig befahrbar sein, was aufgrund des frühen Wintereinbruchs nicht realisiert werden konnte. Die Freigabe der Neubaustrecke erfolgte am 11. Mai 2011.[18]

Nach der westlichen Verlegung zwischen Frankfurt am Main, Bad Vilbel und Karben werden die Baumaßnahmen nun bis Friedberg fortgesetzt. Dort schließt die B 3 als Ortsumgehung an den ebenfalls schon etwas länger vorhandenen Umgehungsteil von Bad Nauheim an. Wie das Teilstück von Frankfurt am Main bis Karben wird sie zunächst als B 3a bezeichnet. Anfang 2009 waren schon mehrere Brücken errichtet und die Fahrbahn betoniert, im Sommer 2009 wurde die Umgehung von Friedberg fertiggestellt. Das Teilstück Friedberg bis Wöllstadt befindet sich seit 12. November 2012 im Bau und soll bis Ende 2016Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren fertiggestellt werden.[19] Vom Ausbauende bei Karben bis Wöllstadt waren die Planungen im Jahr 2009 jedoch noch nicht abgeschlossen. Hier soll sich die Fernverkehrsstraße mitten durch Karben und im engen Bogen um ein Wohngebiet schlängeln, welches am Hang liegt (Straßberg).[20] Bürgerinitiativen versuchen, die Planungen zu beeinflussen.

Lkw-Maut[Bearbeiten]

Seit dem 1. August 2012 wird auf dem Abschnitt Cölbe − Gießener Nordkreuz (A480) eine Lkw-Maut erhoben.[21] Außerdem auf der Strecke Bad Vilbel – Preungesheimer Dreieck und auf zwei Teilstrecken zwischen Ehlershausen und Hannover.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • „Der Bau der Chaussee und Heerstraße“, in: Heinrich Heinecke; Günter Witzel; Matthias Blazek (Bearb.): Schillerslage – Chronik eines Lüneburger Dorfes. Burgdorf 2005
  • Matthias Blazek: „Die Bundesstraße 3“, in ders.: Ein Blick in die Ramlinger Schulchronik und andere Schätze – Ein Leseheft, Beiträge zur Geschichte der früheren Gemeinde Ramlingen-Ehlershausen, Heft 2, aufgelegt aus Anlass des 175-jährigen Bestehens von Ehlershausen, 14./15. Juli 2006, S. 6 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Von Hassell, Wilhelm, Das Kurfürstenthum Hannover vom Baseler Frieden bis zur preußischen Occupation im Jahre 1806 – nach archivalischen und handschriftlichen Quellen, Hannover 1894, S. 86.
  2. Als Bundes-Mord-Straße – In: Der SPIEGEL, H.45, 1952. Abgerufen am 6. Februar 2012.
  3. Marktspiegel – Burgdorfer Nachrichten vom 12. Mai 2010.
  4. Annalen der Erd-, Völker- und Staatenkunde. Jg. 1830, S. 537.
  5. Geschäftsbericht des Großherzoglich Badischen Ministeriums des Innern, Karlsruhe: Ferdinand Thiergarten (Badische Presse) 1907, S. 247.
  6. hr-online: Land sperrt 400 km Straße für Lkws (Version vom 12. Februar 2013 im Webarchiv Archive.today), 7. Juli 2006.
  7. Hessischer Verwaltungsgerichtshof: Urteile zu Durchfahrverboten auf nordhessischen Bundesstraßen vom 17. November 2009.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLetzte Ausbaulücke der Bundesstraße 3 bei Marburg geschlossen. HNA.de, 11. Mai 2011, abgerufen am 28. Mai 2011.
  9. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Stade: Anbindung der Bundesstraße 3 an die Autobahn 26 (Ortsumgehung Neu Wulmstorf)
  10. Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes - Teil Straße. 25. Juni 2013, abgerufen am 30. Juli 2013.
  11. B 3 A 26 - w Neu Wulmstorf (B 73) - s Elstorf (OU Elstorf). 2. Mai 2006, abgerufen am 30. Juli 2013 (PDF; 572 kB).
  12. Cellesche Zeitung: Freie Fahrt auf zweitem Celle Ostumgehungsabschnitt
  13. Celle Heute: Zur Freigabe des 2. Bauabschnitts der Ortsumgehung Celle
  14. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Ortsumgehung Celle.
  15. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Ortsumgehung Hemmingen.
  16. Stefan Wittke: B-3-Umgehung Hemmingen, mw.niedersachsen.de, 1. November 2013, abgerufen am 17. November 2013
  17. Andreas Zimmer: Wird Streit um die B 3 beigelegt?, haz.de, 29. Januar 2014, abgerufen am 20. Februar 2014
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLetzte Ausbaulücke der Bundesstraße 3 bei Marburg geschlossen. Land Hessen, 11. Mai 2011, abgerufen am 11. Mai 2011.
  19. Wetteraukreis - Nieder-/Ober-Wöllstadt - B3 / B45 - Ortsumgehung, mobil.hessen.de, abgerufen am 20. Februar 2014
  20. Dennis Pfeiffer-Goldmann: Enge Umfahrung soll es werden, fnp.de, 10. Juli 2008, abgerufen am 20. Februar 2014
  21. www.hr-online.de: Lkw müssen auf 14 Strecken blechen (Version vom 6. Februar 2013 im Webarchiv Archive.today)
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