Golczewo

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Golczewo
Wappen von Golczewo
Golczewo (Polen)
Golczewo
Golczewo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Kamień Pomorski
Fläche: 7,42 km²
Geographische Lage: 53° 29′ N, 14° 59′ O53.49083333333314.978333333333Koordinaten: 53° 29′ 27″ N, 14° 58′ 42″ O
Einwohner:

2708
(31. Dez. 2010)[1]

Postleitzahl: 72-410
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZKA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 106 Rzewnowo ↔ Pyrzyce
DW 108 Parłówko ↔ Płoty
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 28 Ortschaften
12 Schulzenämter
Fläche: 175,4 km²
Einwohner:

6017
(31. Dez. 2010) [2]

Bevölkerungsdichte: 34 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3207023
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Andrzej Danieluk
Adresse: ul. Zwycięstwa 23
72-410 Golczewo
Webpräsenz: www.golczewo.pl

Golczewo (deutsch Gülzow) ist eine Stadt mit Sitz einer Stadt- und Landgemeinde in Polen in der Woiwodschaft Westpommern.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das heutige Golczewo entstand vermutlich zwischen dem 9. und dem 11. Jahrhundert. Vermutlich 1284 wurde ein Schloss errichtet. 1304 erwarb der Bischof von Cammin, Heinrich von Wachholz, das castrum Gülzow[3] für 1.200 Mark, konnte die Kaufsumme aber nicht aufbringen. Das Dokument aus dem Jahr 1304 ist auch der erste urkundliche Beleg für den Ort. 1331 zahlte Bischof Friedrich von Eickstedt den Restbetrag für das Schloss.[4] Ob der Ort bereits im Mittelalter Stadtrecht besaß, ist ungesichert. Ein Dokument erwähnt civitatis episcopis Gilzov und ein Wappen, dies ist als Nachweis aber unsicher[3]. Im Jahr 1732 wurden im Ort 36 Wohngebäude gezählt. 1784 gab es in Gülzow 72 Häuser, von denen 27 Ziegeldächer und 42 Strohdächer hatten; darin wohnten 359 Personen. Patron der Kirche war der König.[5]

Der Anschluss Gülzows an das Schienennetz erfolgte 1901. Am Ende des Zweiten Weltkriegs marschierte die Rote Armee 1945 in die Stadt ein und sie kam später mit weiten Teilen Pommerns an Polen.

Der Turm des Schlosses von Golczewo (Gülzow)


[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Nachfolgend die Einwohnerentwicklung der Stadt seit 1780[6].

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Johann Hackvord (1624-1690), wurde im Jahr 1650 Pastor in Gülzow und 1653 Probst der Gülzower Synode.
Blick in das Stadtzentrum von Golczewo (Gülzow)

[Bearbeiten] Gmina Golczewo

Die Stadt- und Landgemeinde Golczewo umfasst eine Fläche von 175,39 km² bei einer Zahl von 6.081 Einwohnern.

Die Gemeinde gliedert sich in 12 Ortsteile ("Schulzenämter") bei insgesamt 28 Ortschaften:

a) Ortsteile:

  • Baczysław (Batzlaff)
  • Drzewica (Drewitz)
  • Kłęby (Klemmen)
  • Kozielice (Köselitz)
  • Kretlewo (Kretlow)
  • Mechowo (Dorphagen)
  • Niemica (Nemitz)
  • Samlino (Zemlin)
  • Unibórz (Tonnebuhr)
  • Upadły (Henkenhagen)
  • Wołowiec (Ravenhorst)
  • Wysoka Kamieńska (Wietstock)

Übrige Ortschaften:

  • Barnisławice (Balbitzow)
  • Dargoszewko (Neu Dargsow)
  • Dargoszewo (Alt Dargsow)
  • Dobromyśl (Augustenhöhe)
  • Gacko (Dammhof)
  • Gadom (Wildenhagen)
  • Golczewo-Gaj
  • Imno (Immenhof)
  • Kłodzino (Klötzin)
  • Koplino (Kopplin)
  • Książ (Papenhagen)
  • Niwka (Augustenhof)
  • Ronica (Rönz)
  • Sosnowice
  • Strażnica (Wachholzhof)
  • Zielonka (Grünhof)
  • Żabie (Hinzenhof)

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Durch Golczewo führt von Nord nach Süd die Woiwodschaftsstraße 106 (droga wojewódzka 106) welche im Norden nach etwa 20 Kilometern durch Kamień Pomorski führt. Im Süden führt sie in derselben Entfernung durch Nowogard und kreuzt dabei die Landesstraße 6 (Europastraße 28). In Ost-West-Richtung wird der Ort von der Woiwodschaftsstraße 108 gekreuzt. Diese führt etwa 20 Kilometer östlich durch Płoty, im Westen mündet sie nach etwa 15 Kilometern in der Landesstraße 3 (Europastraße 65).

Golczewo war bis 2005 an das Bahnnetz der Polnischen Staatsbahn an der Linie 420 Worowo (Wurow)–Płoty (Plathe)–Wysoka Kamieńska (Wietstock) angeschlossen. Bis 1996 bediente die Greifenberger Kleinbahn (bzw. Polnische Staatsbahn) noch die Strecke Greifenberg-Stepenitz mit der Station Gülzow, und außerdem - bis 1961 - die Strecke Gülzow-Zemlin-Schnatow.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Stettin-Goleniów Luftlinie etwa 27 Kilometer südlich der Stadt.


[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Literatur

  • Johannes Hinz, Pommern. Wegweiser durch ein unvergessenes Land, Augsburg, 1996

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Golczewo – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
  3. a b Website der Stadt, Golczewo na przestrzeni wieków
  4. http://zamki.res.pl/golczewo.htm
  5. Ausführliche Bechreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern (Ludwig Wilhelm Brüggemann, Hrsg.). II. Teil, 1. Band, S. 15-17.
  6. Quelle für 1780, 1846, 1837, 1939, 1960, 1. Jan. 1990; Website der Stadt
    für Juni 2007 Główny urząd statystychny LUDNOŚĆ -STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM Stan w dniu 30 VI 2007 r.
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