Großer Preis von Südafrika 1969

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flag of South Africa 1928-1994.svg Großer Preis von Südafrika 1969
Renndaten
1. von 11 Rennen der Formel-1-Saison 1969
Streckenprofil
Name: South African Grand Prix
Datum: 1. März 1969
Ort: Midrand
Kurs: Kyalami Grand Prix Circuit
Länge: 327,503 km in 80 Runden à 4,094 km
Wetter: heiß
Pole-Position
Fahrer: AustralienAustralien Jack Brabham Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham
Zeit: 1:20,0 min
Schnellste Runde
Fahrer: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart FrankreichFrankreich Matra
Zeit: 1:21,6 min
Podium
Erster: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart FrankreichFrankreich Matra
Zweiter: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus
Dritter: NeuseelandNeuseeland Denis Hulme Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren

Der Große Preis von Südafrika 1969 fand am 1. März auf dem Kyalami Grand Prix Circuit statt und war das erste Rennen der Formel-1-Saison 1969.

Berichte[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Das erste Rennen der Saison fand nicht wie in den beiden vorangegangenen Jahren Anfang Januar, sondern Anfang März statt. Dadurch ergab sich ein Feld aus Fahrzeugen, die als repräsentativ für die Saison angesehen werden konnten, während in den Vorjahren aufgrund der frühen Termine jeweils meist Vorjahresfahrzeuge bei diesem Grand Prix zum Einsatz gekommen waren.

Ferrari brachte nur einen Wagen an den Start, der von Chris Amon pilotiert wurde. Die übrigen namhaften Werksteams meldeten jeweils zwei Fahrer, Lotus mit Mario Andretti sogar einen dritten. Hinzu kamen einige Kundenteams, die jeweils ein bis zwei Fahrer meldeten, darunter die für den Großen Preis von Südafrika seit mehreren Jahren typischen einheimischen Teams und Fahrer, die ausschließlich bei diesem Grand Prix antraten.

Training[Bearbeiten]

Bereits im ersten Training wurde offensichtlich, wie akribisch die Konstrukteure über den Winter an der Aerodynamik der Fahrzeuge gearbeitet hatten. Neben den im Vorjahr neu eingeführten, hoch über die Heckpartie der Wagen hinausragenden Flügeln befanden sich nun an einigen Fahrzeugen zusätzlich ähnliche Konstruktionen im Bereich der Vorderachse. Während der Trainingssitzungen kam es zu einigen Problemen, die damit im Zusammenhang standen.

Jack Brabham, der sein eigenes Team von Repco- auf Ford-Cosworth-Motoren umgestellt hatte, fuhr die schnellste Rundenzeit und sicherte sich somit die Pole-Position. Jochen Rindt auf Lotus und Denis Hulme auf McLaren erreichten ebenfalls einen Startplatz in der aus drei Fahrzeugen bestehenden ersten Reihe. Mit Jackie Stewart auf Matra und Ferrari-Pilot Chris Amon, die die zweite Reihe bildeten, befanden sich fünf unterschiedliche Fahrzeuge auf den ersten fünf Startpositionen.

Die Gelegenheitsfahrer Basil van Rooyen und John Love erzielten mit den Startplätzen neun und zehn beachtliche Leistungen.

John Surtees erzielte keine gewertete Rundenzeit, wurde aber dennoch für das Rennen zugelassen und startete vom letzten Platz.[1]

Rennen[Bearbeiten]

Jack Brabham übernahm nach dem Start zunächst die Führung, ohne sich allerdings von seinem direkten Verfolger Jackie Stewart absetzen zu können. Es folgten Rindt, Hill, Hulme, und McLaren. Noch während der ersten Runde überholte Stewart Brabham und gab die dadurch gewonnene Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Brabham blieb zunächst Zweiter, bis er aufgrund eines gebrochenen Heckflügels die Box ansteuern musste. Dadurch kam Rindt zunächst auf die zweite Position, wurde jedoch kurz darauf von Graham Hill überholt und fiel kurze Zeit später auch hinter Hulme zurück. Nach einem Duell um Platz drei zwischen Hulme und Jo Siffert, welches Hulme für sich entschied, blieben die ersten Positionen in der zweiten Hälfte des Rennens unverändert.[2]

Meldeliste[Bearbeiten]

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Gold Leaf Team Lotus 1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Lotus 49B Ford Cosworth DFV 3.0 V8 F
2 OsterreichÖsterreich Jochen Rindt
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rob Walker Racing Team 4 SchweizSchweiz Jo Siffert
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bruce McLaren Motor Racing 6 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren M7A G
7 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Matra International (Tyrrell) 20 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra MS801 D
7 Matra MS10
8 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise
ItalienItalien Scuderia Ferrari SpA SEFAC 9 NeuseelandNeuseeland Chris Amon Ferrari 312 (1969) Ferrari 255C 3.0 V12 F
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Owen Racing Organisation 10 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees BRM P138 BRM P142 3.0 V12 D
11 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Oliver BRM P133
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Reg Parnell Racing 12 MexikoMexiko Pedro Rodríguez BRM P126 G
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Motor Racing Developments 14 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham BT26A Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
15 BelgienBelgien Jacky Ickx
RhodesienRhodesien Team Gunston 16 RhodesienRhodesien John Love Lotus 49 D
17 RhodesienRhodesien Sam Tingle Brabham BT24 Repco 620 3.0 V8 F
Sudafrika 1961Südafrika Team Lawson 18 Sudafrika 1961Südafrika Basil van Rooyen McLaren M7A Ford Cosworth DFV 3.0 V8 D
Sudafrika 1961Südafrika Jack Holme 19 Sudafrika 1961Südafrika Peter de Klerk Brabham BT20 Repco 620 3.0 V8 D

1 Jackie Stewart fuhr den Matra MS80 mit der Startnummer 20 nur im Training

Klassifikationen[Bearbeiten]

Startaufstellung[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start
01 AustralienAustralien Jack Brabham Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Ford 1:20,0 184,230 km/h 01
02 OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:20,2 183,771 km/h 02
03 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 1:20,3 183,542 km/h 03
04 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart FrankreichFrankreich Matra-Ford 1:20,4 183,313 km/h 04
05 NeuseelandNeuseeland Chris Amon ItalienItalien Ferrari 1:20,5 183,086 km/h 05
06 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:20,8 182,406 km/h 06
07 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:21,1 181,731 km/h 07
08 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 1:21,1 181,731 km/h 08
09 Sudafrika 1961Südafrika Basil van Rooyen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 1:21,8 180,176 km/h 09
10 RhodesienRhodesien John Love Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:22,1 179,518 km/h 10
11 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise FrankreichFrankreich Matra-Ford 1:22,2 179,299 km/h 11
12 SchweizSchweiz Jo Siffert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 1:22,2 179,299 km/h 12
13 BelgienBelgien Jacky Ickx Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Ford 1:23,1 177,357 km/h 13
14 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Oliver Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. 1:24,1 175,249 km/h 14
15 MexikoMexiko Pedro Rodríguez Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. 1:25,2 172,986 km/h 15
16 Sudafrika 1961Südafrika Peter de Klerk Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Repco 1:27,2 169,018 km/h 16
17 RhodesienRhodesien Sam Tingle Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Repco 1:50,4 133,500 km/h 17
18 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. 18

Rennen[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund
01 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart FrankreichFrankreich Matra-Ford 80 0 1:59:39,1 04 1:21,6
02 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 80 0 + 18,8 07 1:22,0
03 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 80 0 + 31,8 03 1:22,3
04 SchweizSchweiz Jo Siffert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 80 0 + 49,2 12 1:22,4
05 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 79 0 + 1 Runde 08 1:23,1
06 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise FrankreichFrankreich Matra-Ford 78 0 + 2 Runden 11 1:24,3
07 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Oliver Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. 77 0 + 3 Runden 14 1:25,3
08 RhodesienRhodesien Sam Tingle Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Repco 73 0 + 7 Runden 17 1:28,0
Sudafrika 1961Südafrika Peter de Klerk Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Repco 67 1 NC 16 1:29,3 nicht gewertet
OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 44 0 DNF 02 1:22,6 defekte Benzinpumpe
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. 40 0 DNF 18 1:24,6 Motorschaden
MexikoMexiko Pedro Rodríguez Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. 38 0 DNF 15 1:27,0 Kühlwasserverlust
NeuseelandNeuseeland Chris Amon ItalienItalien Ferrari 34 0 DNF 05 1:23,3 Motorschaden
AustralienAustralien Jack Brabham Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Ford 32 1 DNF 01 1:22,5 Handlingprobleme
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 31 0 DNF 06 1:22,7 Getriebeschaden
RhodesienRhodesien John Love Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Ford 31 0 DNF 10 1:24,7 Zündaussetzer
BelgienBelgien Jacky Ickx Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Ford 20 0 DNF 13 1:24,2 Zündaussetzer
Sudafrika 1961Südafrika Basil van Rooyen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Ford 12 0 DNF 09 1:24,6 Bremsdefekt

WM-Stände nach dem Rennen[Bearbeiten]

Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).[3]

Fahrerwertung[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra 9
02 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Lotus 6
03 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme McLaren 4
04 SchweizSchweiz Jo Siffert Lotus 3
05 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren 2
06 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra 1

Konstrukteurswertung[Bearbeiten]

Pos. Konstrukteur Punkte
01 FrankreichFrankreich Matra 9
02 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus 6
03 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren 4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Training“ (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 18. Juni 2011)
  2. „Bericht“ (abgerufen am 18. Juni 2011)
  3. „WM-Stände“ (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 18. Juni 2011)