HSG Bensheim/Auerbach

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HSG Bensheim/Auerbach
HSB Bensheim Auerbach Logo.png
Voller Name Handballspielgemeinschaft Bensheim/Auerbach
Abkürzung(en) HSG
Spitzname(n) Flames
Gegründet 19. August 1997
Vereinsfarben rot / weiß
Halle Weststadthalle
Plätze 2.000
Geschäftsführer Jörg Hirte und Michael Steinhäuser[1]
Trainer Florian Bauer
Liga 2. Bundesliga
2013/14
Rang 12. Platz (Handball-Bundesliga)
DHB-Pokal 2. Runde
Website www.flames-handball.com
Heim
Auswärts


Die Mannschaft der Saison 2008/2009
Die erste Frauenmannschaft im September 2006
Szene aus einem Spiel der „Flames“ 2006

Die Handballspielgemeinschaft Bensheim/Auerbach entstand im Jahr 2002 durch Zusammenschluss der Handballabteilungen der beiden Bensheimer Vereine TSV Rot-Weiß Auerbach und DJK-SSG Bensheim.

Historie[Bearbeiten]

Überregional bekannt ist die Spielgemeinschaft vor allem durch seine 1. Frauenmannschaft, die mehrere Spielzeiten in der Bundesliga spielten. Größter Erfolg der damals noch unter dem Namen TSV Rot-Weiß Auerbach spielenden Mannschaft war 1977 die Deutsche Vizemeisterschaft. Im Finale, das in Berlin am 3. April ausgetragen wurde, unterlag die Mannschaft gegen den TSV GutsMuths Berlin mit 7:12 Toren. Im selben Jahr, am 8. Mai 1977, verlor die Mannschaft das Endspiel um den DHB-Pokal in Vellmar gegen TuS Eintracht Minden mit 10:18. Bereits 1975 stand die Mannschaft schon einmal im Endspiel um den DHB-Pokal, das durch einen Sieg über Bayern München erreicht wurde. Das Finale fand in Rüsselsheim gegen Guths Muths Berlin statt und ging mit 4:7 verloren.

Seit der Saison 2006/2007 hat die Mannschaft den offiziellen Beinamen „Flames“.

Gegenwart[Bearbeiten]

In der Saison 2014/2015 spielt die 1. Frauenmannschaft der HSG Bensheim/Auerbach in der 2. Handball-Bundesliga. Nach nur einem Jahr in der 1. Liga stieg die Mannschaft als Tabellenletzter ab. Aktuell wird die Mannschaft von Florian Bauer trainiert.[2] Die Vorsaison war durch eine Vielzahl von Trainerwechsel geprägt. Die Saison wurde mit Claudia und Helmut Richter als Trainer beendet.[3] Interimstrainer Joachim Rath gab am 2. März 2014 sein Amt nach knapp drei Wochen auf.[4] Rath löste Gordana Čović ab, die, nach nur sechs Wochen im Traineramt, am 14. Februar 2014 entlassen wurde.[5] Čović war die Nachfolgerin von Thorsten Schmid, der ab August 2010 die Mannschaft trainiert hatte und 6. Januar 2014 entlassen wurde.[6] Schmids Vorgänger waren Lazăr Constantin Cojocar und Ildikó Barna.

Die Heimspiele der 1. Frauenmannschaft finden meist in der knapp 2000 Sitzplätze bietenden Weststadthalle am Berliner Ring in Bensheim statt. Die 2. Frauenmannschaft wurde 2009 Meister der Oberliga Hessen. In der Saison 2009/10 qualifizierte sich die Mannschaft für die 3. Liga aus der sie 2010/11 wieder abstieg. Die Mannschaft spielt aktuell in der Oberliga Hessen. Die 1. Männermannschaft spielt in der Bezirksliga A.

Für die sportliche und kaufmännische Führung, Verwaltung und Vermarktung des Leistungsbereichs Frauen der HSG Bensheim/Auerbach ist die Auerbacher Handball Sport und Marketing GmbH zuständig, deren Hauptgesellschafter die TSV Rot-Weiß Auerbach, der Handball Fördererkreis e. V., sowie einige Privatpersonen sind.

Die Bundesligabilanz 1975–1985[Bearbeiten]

Seit dem Start der Handballbundesliga zur Saison 1975/76 spielt die HSG Bensheim/Auerbach in der ersten beziehungsweise zweiten Bundesliga. Bis einschließlich der Spielzeit 1998/99 spielte sie unter dem Namen TSV Rot-Weiß Auerbach. Danach bis 2003/04 als SG Bensheim/Auerbach und seit 2004/05 als HSG Bensheim/Auerbach.

Saison Spielklasse Platz Spiele Tore Diff. Punkte
1975/76 Bundesliga Süd 2 14 137:88 49 19:9
1976/77 Bundesliga Süd 2 14 176:133 43 21:7
1977/78 Bundesliga Süd 2 16 201:169 32 23:9
1978/79 Bundesliga Süd 5 18 228:182 46 21:15
1979/80 Bundesliga Süd 4 18 240:197 43 23:13
1980/81 Bundesliga Süd 6 18 204:204 0 19:17
1981/82 Bundesliga Süd 6 18 262:259 3 16:20
1982/83 Bundesliga Süd 4 18 272:259 13 22:14
1983/84 Bundesliga Süd 8 18 267:287 -20 13:23
1984/85 Bundesliga Süd 4 18 287:272 15 22:14

Endrundenspiele um die deutsche Meisterschaft[Bearbeiten]

  • 1975/76: Halbfinale: TSV Rot-Weiß Auerbach - Bayer Leverkusen 7:10, 4:11.
  • 1976/77: Halbfinale: TSV Rot-Weiß Auerbach - Bayer Leverkusen 13:11, 18:17 n. S.; Finale: TSV GutsMuths Berlin - TSV Rot-Weiß Auerbach 12:7.
  • 1977/78: Halbfinale: TSV Rot-Weiß Auerbach - Bayer Leverkusen 14:12, 10:17.

Die Bundesligabilanz seit 1985[Bearbeiten]

Saison Spielklasse Platz Spiele Tore Diff. Punkte
1985/86 Bundesliga 6 18 299:340 -41 16:20
1986/87 Bundesliga 8 18 306:339 -33 12:24
1987/88 Bundesliga 9 18 285:362 -77 8:28
1988/89 2. Bundesliga Süd 5 18 328:260 68 22:14
1989/90 2. Bundesliga Süd 2 22 359:261 98 36:8
1990/91 2. Bundesliga Süd 3 22 434:367 67 29:15
1991/92 2. Bundesliga Süd 3 22 411:347 64 27:17
1992/93 2. Bundesliga Süd 8 22 354:355 -1 20:24
1993/94 2. Bundesliga Süd 6 20 389:394 -5 20:20
1994/95 2. Bundesliga Süd 8 26 480:488 -8 26:26
1995/96 2. Bundesliga Süd 6 26 518:473 45 28:24
1996/97 2. Bundesliga Süd 2 26 603:520 83 38:14
1997/98 2. Bundesliga Süd 4 26 655:587 68 30:22
1998/99 2. Bundesliga Süd 4 26 598:563 35 30:22
1999/00 2. Bundesliga Süd 9 26 559:567 -8 21:31
2000/01 2. Bundesliga Süd 8 26 508:546 -38 24:28
2001/02 2. Bundesliga Süd 4 26 731:641 90 32:20
2002/03 2. Bundesliga Süd 7 26 699:699 0 30:22
2003/04 2. Bundesliga Süd 11 28 708:776 -68 20:36
2004/05 2. Bundesliga Süd 8 26 685:698 -13 23:29
2005/06 2. Bundesliga Süd 7 28 759:743 16 32:24
2006/07 2. Bundesliga Süd 4 24 708:639 69 32:16
2007/08 2. Bundesliga Süd 5 22 559:543 16 26:18
2008/09 2. Bundesliga Süd 3 22 651:570 81 34:10
2009/10 2. Bundesliga Süd 1 22 635:537 98 37:7
2010/11 2. Bundesliga Süd 3 20 639:537 102 29:11
2011/12 2. Bundesliga 5 30 872:767 105 39:21
2012/13 2. Bundesliga 2 28 828:730 98 40:16
2013/14 Bundesliga Hauptrunde 12 22 479:643 −164 4:40
Bundesliga Abstiegsrunde 6 10 255:277 −22 6:14
Abstieg in die 2. Bundesliga
Aufstieg in die Bundesliga

Die „Flames“ in den Aufstiegs-Play-Offs[Bearbeiten]

Spielerinnen[Bearbeiten]

Kader für die Saison 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position Geburtstag seit
16 Hannah Melching DeutscheDeutsche Tor 24.03.1995 2010
26 Pauline Radke DeutscheDeutsche Tor 22.05.1986 2012
99 Melanie Veith DeutscheDeutsche Tor 10.12.1992
7 Pia Hildebrand DeutscheDeutsche Rückraum Mitte 02.06.1991 2013
88 Martha Logdanidou GriechinGriechin Rückraum Mitte 18.02.1988 2013
3 Maxine-Luise Schmohl DeutscheDeutsche linker Rückraum 22.05.1993 2012
22 Annika Hermenau DeutscheDeutsche linker Rückraum 17.06.1985 2007
77 Carmen Moser DeutscheDeutsche linker Rückraum 07.03.1995 2012
18 Ingrida Bartaševičienė LitauerinLitauerin rechter Rückraum 27.07.1976 2008
17 Helena Hertlein DeutscheDeutsche Linksaußen 14.07.1992
20 Sandra Kleinjung DeutscheDeutsche Linksaußen 10.07.1987 2012
24 Cathrin Groetzki DeutscheDeutsche Linksaußen 23.07.1992 2011
11 Carina Edlbauer DeutscheDeutsche Rechtsaußen 20.01.1995
19 Kaya Diehl DeutscheDeutsche Rechtsaußen 01.07.1992 2010
5 Antje Lauenroth DeutscheDeutsche Kreis 03.10.1988 2006
23 Michelle Klein DeutscheDeutsche Kreis 10.03.1991 2012
Jennifer Rode DeutscheDeutsche 03.08.1995 2013

Trainerstab[Bearbeiten]

  • Florian Bauer
  • Maria Dick (Betreuerin)

Bekannte ehemalige Spielerinnen der HSG bzw. der TSV Rot-Weiß Auerbach[Bearbeiten]

  • Isabell Klein (geb. Nagel), deutsche Nationalspielerin
  • Melani Marcantonio
  • Edina Rott, 30-fache ungarische Nationalspielerin
  • Stefanie Egger
  • Claudia Schückler
  • Laura Glaser
  • Kim Naidzinavicius
  • Claudia Richter (geb. Sturm), 105-fache deutsche Nationalspielerin
  • Iris Blab, 42-fache deutsche Nationalspielerin
  • Karin Euler, 10-fache deutsche Nationalspielerin, DHB-Trainerin, ehemalige Trainerin der TSG Ketsch und des TSV Auerbach
  • Erika Walthes-Friton, 40-fache deutsche Nationalspielerin
  • Claudia Bohrmann, Ex-Spielerin beim Erstligisten Bayer Leverkusen
  • Ellen Volk, geb. Krebs, 27-fache Nationalspielerin
  • Elke Hammann

Erfolge[Bearbeiten]

„Flames“[Bearbeiten]

  • 2007 Viertelfinale des DHB-Pokals
  • 2007 Teilnahme an den Play-Off-Spielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga
  • 2009 Teilnahme an den Play-Off-Spielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga
  • 2010 Meister der 2. Bundesliga Süd und Teilnahme an den Play-Off-Spielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga
  • 2011 Teilnahme an den Play-Off-Spielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga und der Final-Four-Runde im DHB-Pokal
  • 2013 Aufstieg in die 1. Bundesliga

Zweite Frauenmannschaft[Bearbeiten]

  • Landesliga-Meister 2006, 2007 und 2008
  • Oberliga-Meister 2009 und Aufstieg in die Handball-Regionalliga Süd-West
  • Qualifikation für die neugegründete 3. Liga

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jetzt sind zwei Geschäftsführer am Werk In: Darmstädter Echo vom 12. Juli 2014
  2. kr/ü/rs/ü: Florian Bauer trainiert HSG Bensheim In: Darmstädter Echo vom 14. April 2014
  3. H. Seip: Sportdirektor Becker wurde entlassen. In: Bergsträßer Anzeiger vom 5. März 2014
  4. hs: Flames schon wieder auf Trainersuche. In Bergsträße Anzeiger vom 3. März 2014
  5. Schon wieder Trainerwechsel bei den Flames − Covic muss gehen, Rath übernimmt In: Bergsträßer Anzeiger vom 15. Februar 2014
  6. Zweites Gastspiel endet jäh In: Bergsträßer Anzeiger vom 7. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten]