Haymana

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Haymana
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Haymana (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Ankara
Koordinaten: 39° 26′ N, 32° 30′ O39.43111111111132.4955555555561259Koordinaten: 39° 25′ 52″ N, 32° 29′ 44″ O
Höhe: 1259 m
Einwohner: 9.922[1] (2008)
Telefonvorwahl: (+90) 312
Postleitzahl: 06 xxx
Kfz-Kennzeichen: 06
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Hacı Aysu (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Haymana
Einwohner: 40.537[1] (2008)
Fläche: 2.984 km²
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km²
Kaymakam: Hüseyin Karameşe
Webpräsenz (Kaymakam):

Haymana ist ein Landkreis der türkischen Provinz Ankara 72 km südlich der Stadt Ankara. Geographisch befindet sich Haymana in der Konya-Ebene. Der Landkreis hat 40.537 und die Stadt 9.922 Einwohner (Stand 2008). Der Landkreis ist 2984 km² groß.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Landkreis Haymana ist nach der Mutter Osmans I. Hayme Ana (Mutter Hayme) benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Ausgrabungen zwischen 1938 und 1990 brachten die Stätte Gâvur Kalesi zu Tage. Die hethitische Festung liegt beim Dorf Dereköy. Andere Tumuli bei Türkhöyük und dem Dorf Oyaca zeigen, dass das Gebiet seit der Zeit der Hethiter bewohnt war.[2]

Nach der römischen und byzantinischen Herrschaft fiel Haymana 1127 an die Seldschuken. Nach der Schlacht vom Köse Dağ war es vorübergehend Teil des Ilchanats. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Haymana von den Osmanen annektiert. Nach einer kurzen Herrschaft der Timuriden fiel Haymana wieder an die Osmanen und blieb bis zur Gründung der Türkei 1923 Teil des Osmanischen Reiches.[2]

Bewohner[Bearbeiten]

Die Bevölkerungsmehrheit in Haymana stellen die Kurden dar[3], die wahrscheinlich im 17. Jh. hierher deportiert wurden.[4][5] Außergewöhnlich unter einem Teil der Kurden ist, dass sie Leki sprechen, was man sonst nur im Iran findet[6].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Bevölkerungsstatistik abgerufen 31. Oktober 2009
  2. a b Bürgermeisteramt Haymana, Türkei: Kurze Geschichte Haymanas (Türkisch) Abgerufen am 27. März 2008.
  3. Andrews, Peter Alford: Ethnic Groups in the Republic of Turkey: Supplement and Index. Wiesbaden: Dr. Ludwig Reichert Verlag 2002
  4. Rohat Alakom: Orta Anadolu Kürtleri, Evrensel Yayinlari, Istanbul 2004.
  5. Cevdet Türkay: Osmanlı İmparatorluğunda Aşiret, Oymak ve Cemaatler, Istanbul 1979.
  6. Mahmûd Lewendî: Ferhengoka Şêxbizinkî, in: Bîrnebûn 4, Stockholm 1998, s. 68ff.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haymana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien