Heinz Bude

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Heinz Bude (2009)

Heinz Bude (* 1954 in Wuppertal) ist ein deutscher Soziologe und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Soziologie, Philosophie und Psychologie an der Universität Tübingen und an der Freien Universität Berlin legte er 1978 die Diplomprüfung in Soziologie ab. Von 1978 bis 1983 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin, danach Projektmitarbeiter sowie Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ferner war er als selbstständiger Sozialforscher tätig. 1986 promovierte er mit einer Dissertation zur Wirkungsgeschichte der Flakhelfer-Generation an der FU Berlin zum Dr. phil.; 1994 wurde er für das Fach Soziologie mit einer Studie zur Herkunftsgeschichte der 68er-Generation habilitiert.

Ab 1992 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und ist seit 1997 dort Leiter des Arbeitsbereichs »Die Gesellschaft der Bundesrepublik«. Bude vertrat Lehrstühle an der Freien Universität Berlin und an der Viadrina in Frankfurt/Oder und war 1996 Visiting Scholar am Center for European Studies der Cornell University. Seit 2000 lehrt er als Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind Generations-, Exklusions- und Unternehmerforschung. Bude ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, in deren Vorstand er 2004 gewählt wurde und deren 33. Kongress mit dem Titel „Die Natur der Gesellschaft“ er im Oktober 2006 in Kassel mitorganisierte.

In der Zeitschrift Lettre bezeichnete Bude das Plädoyer für Generationengerechtigkeit als eine „unbrauchbare Formel“. Er wurde dafür von verschiedenen Seiten stark kritisiert, insbesondere von der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen[1].

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Das Altern einer Generation. Die Jahrgänge 1938 bis 1948. Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main 1995. ISBN 3-518-58190-2
  • Heinz Bude, Andreas Willisch (Hrsg.): Exklusion: Die Debatte über die „Überflüssigen“. Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main 2007. stw 1819. ISBN 978-3-518-29419-2
  • Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft. Carl Hanser Verlag. München 2008. ISBN 978-3-446-23011-8
  • zusammen mit Ralf M. Damitz/André Koch (Hrsg.): Marx. Ein toter Hund? Gesellschaftstheorie reloaded. VSA-Verlag. Hamburg 2010. ISBN 978-3-899-65377-9
  • Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet. Carl Hanser Verlag. München. 2011. ISBN 978-3-446-23761-2

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://revue-magazine.net/replik_bud/

Weblinks[Bearbeiten]