Vohwinkel

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Wappen von Vohwinkel (3)
Wappen von Wuppertal

Vohwinkel (3)
Stadtbezirk von Wuppertal

Lage des Bezirks Vohwinkel in Wuppertal
Koordinaten 51° 13′ 52″ N, 7° 4′ 13″ O51.2311111111117.0702777777778Koordinaten: 51° 13′ 52″ N, 7° 4′ 13″ O.
Höhe 130–270 m ü. NHN
Fläche 20,4 km²
Einwohner 31.229 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte 1529 Einwohner/km²
Ausländeranteil 11 % (31. Dez. 2009)
Vorwahlen 0202, 02058
Politik
Sitzverteilung (Bezirksvertretung)
CDU SPD Grüne FDP Linke
6 5 2 1 1
Verkehrsanbindung
Autobahn Bundesautobahn 46 number.svg Bundesautobahn 535 number.svg
Bundesstraße Bundesstraße 7 number.svg Bundesstraße 224 number.svg Bundesstraße 228 number.svg
Eisenbahn RB 48 RE 4 RE 13
S-Bahn S 8 S 9 S 68
Nahverkehrsmittel Schwebebahn
Bus 60, 600, 609, 621, 629, 631, 641, 745, 784, NE1, NE23
Quelle: Wuppertaler Statistik - Raumbezogene Daten

Der Stadtbezirk Vohwinkel ist nach Elberfeld und Barmen der drittgrößte Stadtteil Wuppertals in Nordrhein-Westfalen und war bis 1929 eine selbständige Stadt. Vorher gehörte Vohwinkel zum Kreis Mettmann und war von 1877 bis 1929 sogar Verwaltungssitz des Landkreises.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Vohwinkel gehört zum sogenannten niederbergischen Land und ist somit Bestandteil des rheinischen Schiefergebirges, das im mittleren und jüngeren Paläozoikum entstand. Im wesentlichen gehören die geologischen Bänder des Raumes von Süden nach Norden einer immer jüngeren Periode der Erdgeschichte an. Schiefer des Mitteldevon bilden im Süden eine bis zwei Kilometer breite Zone, an die sich im Norden eine fast drei Kilometer breite Kalkzone des Devon anschließt. Im Bereich der sogenannten Vohwinkeler Senke zwischen Krutscheid und der Wupper wird der Kalk von Quarzsanden, Kiesen und Tonen und geringfügig von Lehmen überlagert und tritt nur selten an die Oberfläche. Im Süden befindet sich zwischen Wibbeltrath und der Wupper ein Höhenzug, der bei der Roßkamper Höhe mit 270 m den höchsten Punkt erreicht. Im Südosten neigt sich der Höhenzug nach dem Sonnenberg zur Wupper, die zwischen Hammerstein und dem Austritt aus dem Vohwinkeler Raum von 130 m auf 120 m, dem niedrigsten Punkt im Vohwinkeler Raum, abfällt.

[Bearbeiten] Gliederung in Quartiere

Einteilung in Quartiere

[Bearbeiten] Gewässer

Vohwinkel liegt zwischen den Flußsystemen von Düssel und Wupper, die alle fließenden Gewässer aufnehmen. Quellen gibt es ausschließlich in den Schiefergebieten. Die Wasserscheide verläuft von Kluse über Krutscheid und Tesche nach Katernberg.

[Bearbeiten] Geschichte

Verkaufsurkunde des Gutes Vowynkele vom 18. Februar 1356
Die Stadt Vohwinkel und ihre Eingliederung nach Wuppertal 1929 (rot umrandet)

Vohwinkel bestand ursprünglich aus mehreren, vom Oberhof Lüntenbeck abhängigen Höfen, diese lagen auf Höhe des heutigen Lienhardplatzes. Fälschlicherweise wird die Nennung eines Hofes „vouinkel“ im Verzeichnis der Wachszinsigen des Stiftes Gerresheim aus dem Jahre 1312 für eine Erwähnung Vohwinkels gehalten, hier war aber höchstwahrscheinlich Vonkeln in Wuppertal-Cronenberg gemeint. 1356 wurde Vowynkele vom Ritter Heinrich von Schönrode an das Kloster Gräfrath (bei Solingen) verkauft, diese Urkunde gilt heute als erste urkundliche Erwähnung Vohwinkels.

Nach 1800 erfuhr das Gut durch den Straßenbau und vor allem durch die gute Eisenbahnanbindung eine funktionale Wandlung. Es wurde zunehmend zur Wirtschaft und Fuhrmannsherberge. Vohwinkel wuchs nach dem Bau der Bahnstrecke nach Düsseldorf (1841) und Bahnstrecke nach Essen (1847) zu einer größeren Siedlung heran. Zunächst war es ein Bestandteil der Gemeinde Sonnborn und wurde erst 1888 eigenständige Landgemeinde. Zuvor wurde 1887 die Bahnstrecke Solingen–Vohwinkel „Korkenzieherbahn“ nach Solingen eröffnet. 1921 erhielt Vohwinkel schließlich das Stadtrecht.

Durch das Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets vom 29. Juli 1929 wurde Vohwinkel zusammen mit den Städten Barmen, Cronenberg, Elberfeld und Ronsdorf zunächst zu Barmen-Elberfeld vereinigt. Noch im selben Jahr beschloss die Stadtverordnetenversammlung der neu gegründeten Gemeinde, dem Preußischen Staatsministerium vorzuschlagen, die Stadt in Wuppertal umzubenennen. Dem Vorschlag wurde im Januar 1930 stattgegeben.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten] Wappen

Wappen der Stadt Vohwinkel

Die von 1921 bis 1929 selbstständige Stadt Vohwinkel führte seit dem 16. Dezember 1926 das durch das Preußische Staatsministerium genehmigte Stadtwappen.

Im Jahre 1889 hatte der damalige Bürgermeister der Gemeinde Vohwinkel eine Anfrage an das Preußische Heroldsamt in Berlin gerichtet zwecks Genehmigung eines Wappens. Es war ein Entwurf ausgearbeitet, in dem der Bergische Löwe, der Preußische Adler und ein aus einer Höhle kriechender Fuchs dargestellt war. Dies Wappenbild nahm unter anderem auch auf die etymologische Erklärung des Wortes Vohwinkel Bezug. Der Entwurf, der nicht den heraldischen Grundsätzen in allen Teilen entsprach, wurde vom Gemeinderat dennoch angenommen. Der Minister des Innern jedoch trug Bedenken, die Genehmigung bei der Krone nachzusuchen, weil ein Wappen für Landgemeinden im allgemeinen nicht üblich wäre (Reg.-Vfg. vom 12. Dezember 1889). Nach Jahren, durch Beschluss vom 30. September 1926, wurde die Verwaltung ersucht, ein Stadtwappen an zuständiger Stelle erneut zu beantragen. Es wurde eine glücklichere Lösung der Darstellung gefunden:

Unter silbernem Schildhaupte, worin ein roter Fuchs erscheint, in grün ein silberner Sparren.

Das Wappen ist ein redendes. Zugleich versinnbildlicht der Winkel die Lage der Stadt am Knie der Wupper. Als Farben sind die bergischen (rot-weiß) und die rheinischen (grün-weiß) gewählt. Ein auf historischer Grundlage beruhendes Wappen konnte nicht in Betracht kommen, weil dem Ort die Historie fehlte. Der Erlass, der dann das Wappen genehmigte, lautet:

Der Stadt Vohwinkel im Regierungsbezirk Düsseldorf wird hierdurch die Genehmigung zur Führung des auf der anbei zurückfolgenden Zeichnung dargestellten Wappens erteilt. Berlin, den 16. Dezember 1926. Das Preußische Staatsministerium. (gez.) Braun. Grzesinski. M. d. J. IV a IV 961.

1929, nur drei Jahre später, wurde durch die Eingemeindung Vohwinkels in die neu gegründete Stadt Wuppertal die offizielle Verwendung des Wappens hinfällig.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kaiserstraße mit Schwebebahn

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Kirchen

[Bearbeiten] Sport

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Vohwinkeler Bahnhof und ehemaliges Postgebäude
Der Gaskessel an der Lüntenbeck im Quartier Industriestraße

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Ehemals ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Bildung

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Signalwerk Wuppertal nimmt neue Wareneingangshalle in Betrieb / Investitionen von 3,5 Millionen Euro Zugriff 24. November 2007
  2. HAKO Beschlag Chronik Zugriff 24. November 2007
  3. Standort Wuppertal (PDF) Stand September 2000
  4. 100 Jahre Entwicklung im Transportwesen - 100 Jahre Fortschritt mit Blumhardt, Festschrift der C. Blumhardt Fahrzeugwerke, 1970

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Vohwinkel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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