Hermenegildo Anglada Camarasa

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Bronzebüste zu Ehren von Anglada Camarasa in Port de Pollença auf Mallorca

Hermenegildo Anglada Camarasa, auf Katalanisch Hermen Anglada i Camarasa, auch bekannt als Anglada-Camarasa, (* 11. September 1871 in Barcelona; † 17. Juli 1959 in Pollença) war ein katalanisch-spanischer Maler des Postimpressionismus und des Jugendstils.

Leben[Bearbeiten]

Anglada Camarasa studierte Malerei an der Escola de Belles Arts de Barcelona (‚Schule der Schönen Künste in Barcelona‘) bevor er 1894 nach Paris zog, wo er zunächst unter sehr einfachen Verhältnissen lebte, bevor seine Kunst um die Jahrhundertwende Anerkennung gewann. 1901 eröffnete Anglada Camarasa ein eigenes Atelier in Paris, nahm an einer großen Kunstausstellung in Dresden teil, gewann mehrere internationale Preise und erlangte vor allem in Italien Erfolg. Er war mit russischen Avantgardekünstlern wie Gorki, Meyerhold und Kandinsky befreundet. Der dekorativ-ornamentale Stil seiner Frauenporträts aus der Zeit vor 1914 weist hingegen jedoch deutliche Parallelen zu den Werken von Gustav Klimt auf.

1914 bis 1936 lebte Anglada Camarasa auf den Balearen. 1936, zu Anfang des Spanischen Bürgerkriegs, musste der bekennende Republikaner und Freimaurer ins Exil nach Südfrankreich gehen, 1948 kehrte er jedoch auf die Balearen zurück, wo er 1959 auch verstarb.

1967 wurde sein Haus in ein Privatmuseum umgewidmet, 1991 wurde sein Nachlass von der Kulturstiftung des katalanischen Kreditinstituts La Caixa erworben und wird derzeit in Palma de Mallorca im ehemaligen Gran Hotel permanent ausgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Francesc Fontbona, Francesc Miralles: Anglada-Camarasa. Polígrafa, Barcelona 1981, ISBN 978-84-343-0335-5.
  • El món d’Anglada-Camarasa. Ausstellungskatalog, Fundació ”la Caixa”, Barcelona-Palma 2006, ISBN 978-84-7664-918-3.

Weblinks[Bearbeiten]