Jean-Paul Laurens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jean-Paul Laurens (1914)
Selbstporträt, Öl auf Leinwand, 1876

Jean-Paul Laurens (* 28. März 1838 in Fourquevaux, Dépt. Haute-Garonne; † 23. März 1921 in Paris) war ein französischer Maler, Radierer und Bildhauer, sowie Zeichner und Illustrator.

Leben[Bearbeiten]

Laurens besuchte zunächst die Kunstschule in Toulouse und wurde dann in Paris Schüler von Léon Cogniet und von Alexandre Bida. Nachdem er bereits einige Male an den großen Ausstellungen des Pariser Salons teilgenommen hatte, wurde 1879 dort sein Bild „Die Befreiung der Eingemauerten von Carcassonne“ mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet.

Rezeption[Bearbeiten]

Laurens widmete sich der Historienmalerei und schuf seit 1864 eine große Anzahl von kühn komponierten und energisch charakterisierten Gemälden, welche meist tragische, bisweilen grauenerregende Szenen aus der Geschichte behandeln und in einem ernsten, oft zu dunkeln und schweren Ton gehalten sind. In der Absicht, die stärksten Wirkungen hervorzubringen, gerät er zuweilen in Übertreibungen des Ausdrucks und der Bewegungen.

Für das Panthéon schuf Laurens zwei Szenen aus dem Leben der heiligen Genoveva („die Heilige auf dem Totenbett“ und „die Grablege der heiligen Genoveva“). Daneben entstanden auch einige beachtenswerte Porträts er konnte einige Werke des Schriftstellers Amédée Thierry illustrieren.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Papst Formosus und Stephan VI.
Eine Darstellung der Leichensynode

Literatur[Bearbeiten]

  • Anne de Margerie (Hrsg.): Jean-Paul Laurens (1838-1921). Peintre d'histoire. Réunion des Musées Nationaux, Paris 1997, ISBN 2-7118-3597-9.
  • François de Vergnette: Jean-Paul Laurens (1838-1921). Peintre d'histoire. Dissertation Sorbonne, Paris 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jean-Paul Laurens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.