Holly Johnson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Holly Johnson (In der Bildmitte mit langem schwarzem Mantel)

Holly Johnson (* 9. Februar 1960 in Liverpool; eigentlich William Johnson) ist ein britischer Sänger, Songschreiber und Maler.

Leben[Bearbeiten]

Johnson war in den späten 1970er Jahren Mitglied der britischen Punk-Musikgruppe Big In Japan. Er wurde vor allem bekannt als Sänger der Popgruppe Frankie Goes to Hollywood. Im Jahre 1987 verließ er die Gruppe, da er mit der musikalischen Weiterentwicklung nicht einverstanden war. Holly Johnson und sein Bandkollege Paul Rutherford gehörten in den 1980er Jahren zu den ersten Künstlern, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekannten. Schon in den frühen 1980er Jahren begann Johnson mit der Malerei. Sein künstlerischer Stil ist unter anderem geprägt durch die plakative Verwendung von Phallus-Symbolen und die Auseinandersetzung mit Homosexualität. Im Jahre 1989 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum, das es auf Platz 1 in den britischen Charts schaffte. Im Jahre 1991 erfuhr er, dass er HIV-positiv ist. 1993 machte er seine Erkrankung öffentlich. Er ist einer der Langzeit-Überlebenden, die seit mehr als 23 Jahren mit ihrer Infektion leben.

1994 erschien Johnsons Autobiografie A Bone in My Flute.

Seit 2011 soll Holly Johnson wieder auftreten. Am 30. Juni 2012 trat er das erste Mal seit langem bei dem Stadtwerke-Fest Potsdam wieder in Deutschland auf eine Bühne. Bei dem ca. einstündigen Auftritt spielte er zu etwa gleichen Teilen Solomaterial sowie Stücke von Frankie Goes To Hollywood.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Ferry 'Cross the Mersey (The Christians, Holly Johnson, Paul McCartney, Gerry Marsden & Stock Aitken Waterman) Benefiz-Single (D #5, AT #15, CH #11, UK #1)
  • Blast (1989)
    • Love Train (D #4, AT #17, CH #8, UK #4, US #65)
    • Americanos (D #2, AT #1, CH #4, UK #4)
    • Atomic City (D #16, AT #19, CH #10, UK #18)
    • Heaven's Here (D #58, UK #62)
  • Dreams That Money Can't Buy (1991)
    • Where Has Love Gone (UK #73)
    • Across the Universe (UK #99)
    • The People Want to Dance
  • Legendary Children (All of Them Queer) (1994)
  • Soulstream (1999)

Videos[Bearbeiten]

Die Videos des Sängers Holly Johnson, die er ohne seine Gruppe Frankie goes to Hollywood machte, sind stets bunt und der Sänger lässt dabei gelegentlich homoerotische Konnotationen zu. Er tritt in diesen Videos oftmals mit Anzug und Krawatte auf und nicht selten mit Hut oder bunter Kleidung. Sein bekanntestes Video ist das zu dem Song "Love Train". Für die Lieder "Americanos", "Atomic City", "Legendary Children", "Love and Hate", "Heavens Here", "Across the Universe" und "Disco Heaven" gibt es ebenfalls Videos.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]