Hostile Waters – Ein U-Boot-Thriller

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Filmdaten
Deutscher Titel Hostile Waters – Ein U-Boot-Thriller
Originaltitel Hostile Waters
Produktionsland USA
Großbritannien
Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1997
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie David Drury
Drehbuch Troy Kennedy-Martin
Produktion Tony Garnett
Wolf Bauer
Musik David Ferguson
Kamera Alec Curtis
Schnitt Ian Farr
Besetzung

Hostile Waters – Ein U-Boot-Thriller (Alternativtitel: Im Fahrwasser des Todes, Hostile Waters – Fahrwasser des Todes; Originaltitel: Hostile Waters) ist ein US-amerikanisch-britisch-deutscher Thriller aus dem Jahr 1997. Regie führte David Drury, das Drehbuch schrieb Troy Kennedy-Martin.

Handlung[Bearbeiten]

Das sowjetische Atom-U-Boot K-219 kollidiert nach einem riskanten Manöver mit dem US-amerikanischen, der Los-Angeles-Klasse angehörenden U-Boot USS Aurora. Als Folge des Unfalls werden im Rumpf des russischen Schiffes toxische Gase freigesetzt. Feuer bricht aus und das Schiff taucht auf. Der russische Chefingenieur warnt den Kapitän vor der Möglichkeit einer nuklearen Explosion.

Die Amerikaner bemerken die Probleme und befürchten die Kontamination der Ostküste der USA. Sie bereiten sich auf die Versenkung von K-219 vor. Kapitän Britanov taucht ab und flutet die brennenden Schiffsteile, die Amerikaner interpretieren sein Abtauchen jedoch zunächst als Vorbereitung zum Abschuss der Raketen mit Nuklearwaffen. Das Feuer wird gelöscht und K-219 taucht wieder auf. Da das Sicherheitssystem der Kernreaktoren versagt, muss einer der russischen Seemänner die Steuerstäbe manuell in die Reaktorkerne absenken. Er ist erfolgreich, kann danach aber nicht mehr evakuiert werden. Nach der Lösung weiterer Probleme werden die Überlebenden evakuiert und das U-Boot versenkt.

Der Seemann Sergei Preminin erhält posthum einen Orden, Kapitän Britanov wird aus der sowjetischen Marine entlassen. Der gesamte Vorfall wird von beiden Seiten geheim gehalten.

Die wenig später in Reykjavík stattfindende Island-Konferenz mit Ronald Reagan und Michail Gorbatschow beginnt planmäßig, hat aber keinen Erfolg und wird abgebrochen.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der „ambitionierte Film nach einem realen Ereignis“ verdeutliche „die Gefahr, die von atomgetriebenen Schiffen“ ausgehe. Bemerkenswert sei „innerhalb der ansonsten fernsehgemäßen Inszenierung (...) die Charakterzeichnung des Kapitäns als verantwortungsvoll und zutiefst human“.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Martin Sheen wurde im Jahr 1998 für den ALMA Award nominiert.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Handlung beruht auf wahren Ereignissen aus dem Jahr 1986.[2] Der Film wurde in Berlin, in Potsdam und in London gedreht.[3] Er wurde unter anderen von Home Box Office und BBC produziert. Erstveröffentlichung erfolgte in den USA und in Deutschland im Fernsehen; in einigen Ländern wie Portugal und Argentinien wurde der Film auf Video veröffentlicht. In Frankreich kam er im August 1998 in die Kinos.[4]

Die verwendete U-Boot-Kulisse am Drehort Potsdam-Babelsberg ist erhalten geblieben und seitdem Attraktionsbestandteil im Filmpark Babelsberg.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hostile Waters – Ein U-Boot-Thriller im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 30. Januar 2008
  2. uk.rottentomatoes.com/synopsis, abgerufen am 30. Januar 2008
  3. Drehorte für Hostile Waters, abgerufen am 30. Januar 2008
  4. Premierendaten für Hostile Waters, abgerufen am 30. Januar 2008
  5. Beschreibung der Filmkulisse auf der Website des Filmparks Babelsberg, abgerufen am 16. August 2013