Hotel Bellagio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bellagio
Bellagio Nacht
Das Bellagio bei Nacht
Eröffnung 15. Oktober 1998
Thema Bellagio
Zimmer 3.950
Casino‑Fläche 10.800 m²
Shows 0
Restaurants Le Cirque, Circo, Picasso, Olives, Jasmine, Prime, Michael Mina, Sensi
Attraktionen Fountains of Bellagio, Cirque de Soleil – „O“
Eigentümer MGM Resorts International
Website Bellagio

Das Hotel Bellagio ist ein Luxushotel am Las Vegas Strip in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada. Es gehört dem Verbund Leading Hotels of the World an und ist eines der größten Hotels weltweit. Eigentümer ist die MGM-Resorts-International-Gruppe, welche das Resort auf dem Gelände des ehemaligen The Dunes erbaute.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Bellagio wurde vom Unternehmer und Kasinobetreiber Steve Wynn konzipiert und von seiner Firma Mirage Resorts gebaut. Dem Baubeginn im Mai 1996 ging der Abriss des bis dahin auf dem Grundstück befindlichen Hotels The Dunes im Oktober 1993 voraus. Eröffnet wurde die Anlage am 15. Oktober 1998. Im Jahr 2000 erfolgte der Zusammenschluss von Mirage Resorts und MGM Grand Inc. zu MGM Mirage, welche seit 2010 wiederum als MGM Resorts International auftritt; das Bellagio ist damit heute im gleichen Besitz wie einige der bekanntesten Las-Vegas-Hotels (darunter Mandalay Bay, MGM Grand, Mirage und New York-New York). Das Bellagio beschäftigt rund 8.000 Mitarbeiter.

Das Bellagio war Hauptschauplatz der Filme Ocean’s Eleven (2001) und Ocean’s 13 (2007). Ein Großteil der Szenen wurde vor Ort im Hotel gedreht; auch die Springbrunnenfontänen kommen am Ende der beiden Filme vor (jedoch nicht im zweiten Teil der Filmreihe).

2006 wurde der Casinobereich neugestaltet, im Jahr 2011 folgte die Renovierung aller im Main Tower befindlichen Zimmer.

Anlage[Bearbeiten]

Die Anlage des Hotels ist der italienischen Landschaft des Comer Sees nachempfunden. Zur Hotelanlage gehören ein 3,2 Hektar großer See, die Ladenpassage „Via Bellagio“, ein Kasino sowie zwei Hochzeitskapellen. Das Hotel besaß bei seiner Eröffnung 1998 3.015 Zimmer im 36-stöckigen Main Tower (151 m), 2004 kamen durch den Bau des 33-stöckigen, südlicher gelegenen Spa Towers (119 m) 935 Zimmer und Suiten hinzu. Die Bellagio Towers zählen zu den Leading Hotels of the World und wurden zwölfmal in Folge (2000 - 2012) mit dem bekannten AAA Five Diamond Award ausgezeichnet. Zwei der Restaurants im Komplex, Le Cirque und das Picasso.[1], tragen ebenfalls diese Auszeichnung. Darüber hinaus erhielten die Restaurants Picasso (2 Sterne) sowie Le Cirque und Michael Mina (je 1 Stern) Auszeichnungen des Guide Michelin. Der Cirque du Soleil gastiert mit der Wassershow O in einem eigens errichteten Theater im Hotel.

Teil der Anlage ist auch die Bellagio Gallery of Fine Art, eine Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen, sowie ein Wintergarten in welchem je nach Saison aufwändig gestaltete Gartenschauen präsentiert werden.

Bekannt ist das Hotel vor allem wegen der Fountains of Bellagio, einer computergesteuerten Wassershow. Dazu befindet sich im See vor dem Hotel eine Installation aus über 1200 Düsen und rund 4000 Lampen. Einige der Düsen schießen Wasser über 140 Meter in die Höhe, andere sind beweglich und können ihren Strahl „tanzen“ lassen. Die Anlage wird vollautomatisch gesteuert. Täglich zwischen 15 und 24 Uhr zeigen die Fountains mehrmals pro Stunde ihre Show, die zu wechselnden Musikstücken choreographiert wird. Es sind etwa 30 verschiedene Stücke im Repertoire, u. a. The Pink Panther Theme von Henry Mancini und All Night Long von Lionel Richie. Der See wird durch eine lange vor Errichtung des Hotels gefasste Grundwasserquelle gespeist, welche einst der Bewässerung des Dunes-Golfplatzes auf dem Gelände diente. Die Anlage wurde von der amerikanischen Firma WET realisiert, welche auf die Errichtung solcher Wasserspiele spezialisiert ist.

Das Bellagio beheimatet zudem den legendären Bobby’s Room, in dem das Big Game stattfindet. Hier spielen die vermögendsten Pokerspieler um die höchsten verfügbaren Einsätze. Um Eintritt zu erhalten, muss man bereit sein, um mindestens 20.000 US$ (Minimaler Buy-In) zu spielen.

Eine gestalterische Besonderheit der Hotelfassade ist, dass die Fenster jeweils die doppelte Geschosshöhe einnehmen. Hinter einem Fenster liegen jeweils zwei Geschosse und vier Gästezimmer. Zum einen lässt dieser visuelle Trick das Hotel niedriger erscheinen (es ist weniger dominant und die Gehdistanzen werden als geringer empfunden), zum anderen erhält das Gebäude dadurch ein gefälligeres Gesamtbild. Ein ähnliches Prinzip wurde beispielsweise an den Hotels Treasure Island, Caesars Palace und Wynn angewandt.[2]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bellagio Hotel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bellagio Towers, The Leading Hotels of the World
  2. http://www.vegastodayandtomorrow.com/windows.htm , abgerufen am 14. März 2014

36.113055555556-115.17638888889Koordinaten: 36° 6′ 47″ N, 115° 10′ 35″ W