Hubert von Herkomer

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Hubert von Herkomer 1909, Foto von Jacob Hilsdorf.

Sir Hubert von Herkomer RA (* 26. Mai 1849 in Waal, Bayern; † 31. März 1914 in Budleigh Salterton, Devonshire, England) war ein britisch-deutscher Maler und Bildhauer, Musiker, Theater- und Filmemacher und Schriftsteller. Außerdem gilt er als einer der Wegbereiter des Automobilsports in Deutschland.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten]

Hubert war das einzige Kind des aus Waal stammenden (Kunst-) Tischlermeisters Lorenz Herkomer und seiner Frau Josephine, geb. Niggl, Schulmeisterstochter und Musiklehrerin aus dem nahe gelegenen Dorf Denklingen. Er hatte die Talente beider Eltern geerbt, sein Vater hatte jedoch für seinen Sohn seit dessen Geburt eine Karriere als bildender Künstler vorgesehen.

Der liberale Vater emigrierte 1851 in die USA, kehrte aber 1857 nach Europa zurück und ließ sich in Southampton nieder.[1]

Lesen und Schreiben lernte der inzwischen Achtjährige von einer der Musikschülerinnen seiner Mutter, eine öffentliche Schule besuchte er in Southampton nur sechs Monate lang: Wohl auch, um Schulgeld zu sparen (die Familie lebte lange Zeit in dürftigen Verhältnissen), unterrichtete ihn danach bis zu seinem 18. Lebensjahr fast ausschließlich der Vater.[2]

Künstlerische Ausbildung[Bearbeiten]

Im Schuljahr 1863/64 besuchte Hubert lustlos die örtliche Kunstschule, wo er in seiner Freizeit Aquarelle seines Lehrers kopieren musste; immerhin erhielt er für eine Zeichnung nach Michelangelos Moses zuletzt eine Bronzemedaille.[3]

1865 war eine Reise nach München möglich geworden, weil Lorenz Herkomer von seinem Bruder aus Amerika den Auftrag angenommen hatte, vier lebensgroße Evangelistenfiguren nach (kleineren) Figuren von Peter Vischer zu schnitzen. Vater und Sohn trafen allerdings erst eine Woche vor Beginn der großen Ferien dort ein. Hubert konnte eben noch die Zeichnung erstellen, die zur Aufnahme in die Akademie erforderlich war. Professor Michael Echter war von ihr so beeindruckt, dass er dem Sechzehnjährigen erlaubte, Gipsmodelle mitzunehmen und während der Ferien seine Arbeiten korrigierte. Daneben besuchten sein Vater und er eine private Aktklasse.

Der Aufenthalt in München (unter bescheidensten Verhältnissen – in einem einzigen Raum wurde gekocht, geschnitzt, gezeichnet und geschlafen!) musste jedoch im Frühherbst abgebrochen werden, weil der nur für sechs Monate ausgestellte Pass des in England eingebürgerten Vaters nicht in München verlängert werden konnte und eine zweimalige Reise aus finanziellen Gründen nicht in Frage kam. Die deutsche Staatsbürgerschaft wieder anzunehmen, hätte hingegen bedeutet, dass Hubert zum Militärdienst eingezogen worden wäre.[4][5]

1866 und 1867 studierte der junge Mann für jeweils ein Semester an der South Kensington Kunstschule. Bereits im Herbst 1866 hatte er in Southampton im Freundeskreis eine Malklasse organisiert, die, als erste Kunstausstellung Southamptons, 65 Arbeiten der Gruppe ausstellte und drei verkaufte – darunter zwei Arbeiten Herkomers.[6]

Als der Jüngling 1867 sein zweites Semester an der Kunstschule absolvierte, wurde Frederick Walkers in der Royal Academy of Arts ausgestelltes Gemälde Badende vieldiskutiert: Das Bild wurde vom Publikum je nach Einstellung als „genial fortschrittlich“ oder „unerträglich fehlgeschlagen“ eingestuft. Walker wurde damals zum jahrelang übermächtigen Vorbild Herkomers, der Walkers Entwicklung vom Zeichnen und Gravieren über das Aquarellieren zum Öl nachahmte und sich demgemäß noch an der Schule als Illustrator versuchte, allerdings ohne finanziellen Erfolg. Er kam jedoch zu dieser Zeit mit dem bereits bekannten Illustrator Luke Fildes in Kontakt, als dieser im South Kensington Museum für die London Illustrated News ein Bild kopierte.[7]

Erste Erfolge; Übersiedlung nach London[Bearbeiten]

Lonely Jane, 1868.

1868 gelangen Herkomer in dem idyllische Dorf Hythe, auf der westlichen Seite des Southampton Water, unter bescheidenen Umständen erste vermarktbare Zeichnungen, die von den Brüdern Dalziel in Holz geschnitten und gedruckt wurden, weiters Aquarelle, welche die Dudley-Galerie 1869 ausstellte und verkaufte.[8]

Noch 1868 ließ der Zeichner sich trotz Bedenken der Eltern in London nieder, um möglichen Auftraggebern nahe zu sein: Zunächst bei einer befreundeten Familie, 1869 in eigener Wohnung mit einem als Atelier geeigneten Zimmer in der Smith Street, Chelsea. In diesem Jahr wurde auch sein Aquarell Leisure Hours an der Akademie angenommen und „sehr gut gehängt“.

Zigeunerin, The Graphic 1870.

Nach einer finanziell kritischen Phase, in der er sich sogar als Zitherspieler beworben hatte und das Nötigste mit Schablonenmalerei zur Ausgestaltung des South Kensington Museum verdiente, stellte er sich 1870 bei William Luson Thomas, dem Gründer der seit 4. Dezember 1869 erscheinenden illustrierten Wochenzeitung The Graphic, vor.

Sein Bild wurde sofort angenommen und er selbst eingeladen, weitere Vorzeichnungen nach eigenen Ideen in gleicher Qualität in beliebiger Menge zu liefern.[9]

The Last Muster (Der letzte Appell), 1875

Während des nächsten Jahrzehnts war Herkomers Arbeit als Illustrator seine wichtigste und jederzeit verfügbare Einkommensquelle. Besonderen Anklang hatte 1871 sein Bild von Veteranen im Royal Hospital Chelsea gefunden, das einen während des Gottesdienstes Verstorbenen zum Thema hat. Thomas gab für sich selbst ein Aquarell davon in Auftrag, und das Ölgemälde danach, The Last Muster [Der letzte Appell], 1875 gemalt und an der Royal Academy mit Applaus angenommen,[10]. brachte Herkomers endgültiger Durchbruch als bedeutender Maler: Erstmals hatte er (damals zu seinem Leidwesen!) sich in der Malerei von seinem Vorbild Walker gelöst.

Aus den 1870 lukrierten Einkünften finanzierte Herkomer einen Sommeraufenthalt in der Normandie, von dem er das Bild War News [Neuigkeiten vom Kriegsschauplatz] heimbrachte. 1871 wurde er in die Royal Society of Painters in Water Colours berufen, wo er danach häufig ausstellte. 1873 lernte er Mansel Lewis kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Mansel kaufte auch Herkomers erstes Ölgemälde After the Toil of the Day. 1880 gründete Herkomer zusammen mit anderen Künstlern die Society of Painter-Etchers and Engravers, um die Radierung (Etching) und den Kupferstich (Engraving) als anerkannte Kunstformen zu etablieren.

Von seinen ab etwa 1881 entstandenen zahlreichen Porträts sind insbesondere eines seiner ersten, das des Kriegsberichterstatters Archibald Forbes und als Gegenstücke die Bilder einer jungen Engländerin (Miss Katharine Grant, The Lady in White) und einer Amerikanerin (Mrs. Sealbee, of Boston, The Lady in Black), 1884 und 1886 zu nennen; The Lady in White trug ihm noch im selben Jahr auf der Berliner Ausstellung die große goldene Medaille ein und wurde dann in mehreren europäischen Städten vorgestellt.[11]

1885 wurde Herkomer zum Mitglied der Berliner Akademie ernannt, und die Slade School übertrug ihm einen Lehrstuhl an der Universität Oxford.

Projekte[Bearbeiten]

Schule für Malerei[Bearbeiten]

Herkomer eröffnete 1883 in Bushey, wo er seit 1873 wohnte, eine zweisemestrige Schule für Malerei, die er unentgeltlich bis 1904 leitete. Sie bestand aus zwei Malklassen und einer Einführungsklasse. Die Schule verkörperte seine Vision einer sehr freien, nicht-akademischen Ausbildung, in der die Studenten gefördert werden sollten, sich selbst und die ihnen gemäßen Stile zu finden, statt dem Stil des Lehrers zu entsprechen. Überzeugt, dass jungen Menschen schwerlich eine Beziehung zur Antike fänden, verzichtete er beispielsweise auf das bis dahin für Anfänger zwingende Zeichnen nach Abgüssen antiker Plastiken und ließ seine Studenten von Beginn an auch nach lebenden Modellen zeichnen, und nach dem Vorbereitungskurs auch Akt malen.

Herkomers Führungsstil, Punch 1883.

All dies stand in krassem Widerspruch zu damaliger akademischer Tradition. Herkomers unkonventioneller aber reichlich autoritärer Führungsstil, der von Müttern mancher Studentinnen heftig kritisiert wurde, war Thema einer Karikatur der Zeitschrift Punch:
"No one to sit or stand" [Niemand darf sitzen oder stehen] ist unter „Rules“ zu lesen — eine Anspielung auf Herkomers Forderung "Stand by your work" [Doppelbedeutung "Stehe beim Arbeiten", aber eher "Stehe zu Deiner Arbeit"]. Der „selbstgemachte“ Besen, die eingesteckte Regelsammlung und der Bettlerhut vervollständigen die Kritik.

Die Anzahl der Schüler, anfangs 25, stieg auf nahezu 100 im Schuljahr 1893/94, insgesamt haben in 21 Jahren mehr als 500 Studenten Herkomers Schule absolviert. Zu den bekannteren zählen die als Pferdemalerin berühmt gewordene Lucy Elizabeth Kemp-Welch (1869–1958), die nach Herkomers Rückzug in Bushey die Bushey School of Painting von 1905 bis 1926 betrieb,[12][13] sowie George Harcourt (1868–1947), der beispielsweise das Porträt des First Marquess Curzon of Kedleston, das sein Lehrer begonnen hatte, nach dessen plötzlichem Tod vollendete.[14]

Schulgebäude und Areal waren von Beginn an von privater dritter Seite zur Verfügung gestellt und bewirtschaftet worden. 1887 wurde daraus die Einrichtung Educational establishment incorporated, und Schuldverschreibungen wurden ausgegeben. Mit Herkomers Austritt wurde alles mit bescheidenem Erfolg versteigert.[15] Der Künstler erwarb das Land 1912 und ließ es zu einem Garten umgestalten.

Mutterturm[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mutterturm

Häufig weilte Herkomer während des Sommers in Deutschland, meist in Bayern. In Landsberg am Lech wo die 1879 verstorbene Mutter ihre letzten anderthalb Lebensjahre verbracht hatte, erwarb Herkomer Baugrund neben dem früheren Wohnhaus der Eltern und begann, einen 30 Meter hohen Turm errichten zu lassen, was sich aus Kostengründen bis etwa 1887 hinzog.[16] Heute gehört der Turm zum Herkomer-Museum.

Lululaund[Bearbeiten]

Hauptartikel: Lululaund

In Bushey, wo nach dem Tod der Mutter auch der Vater hinzog, verwirklichte Herkomer zwischen 1883 und etwa 1894 ein Projekt, das bereits seinem Großvater vorschwebte: Einen Familiensitz, der gleichzeitig den künstlerischen Fähigkeiten der Herkomers ein Denkmal sein sollte. Das Haus wurde 1939 großteils abgetragen.

Automobilsport[Bearbeiten]

Hauptartikel: Herkomer-Konkurrenz

1905 regte der begeisterte Automobilist Hubert von Herkomer eine Tourenwagen-Rallye in Deutschland an und sponserte sie. Diese Herkomer-Konkurrenzen, Zuverlässigkeitsprüfungen, wurden auch 1906 und 1907 auf jeweils längeren Strecken ausgetragen und machten den neuen Sport in Deutschland populär, unter anderem weil aufgrund der persönlichen Kontakte des Künstlers sich auch Teilnehmer aus dem Hoch- und Geldadel einfanden.

Werke[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Zu Herkomers Werken zählen Bilder mit sozialer Thematik (das Frühwerk) und ab 1881 hunderte Porträts. Der Künstler gibt beispielsweise an, während seiner fünfmonatigen Amerikareise ab Mitte Dezember 1885, trotz zeitweise wochenlanger Krankheit, 34 Porträts geschaffen zu haben, bei bis zu vier Sitzungen täglich.

Später beschäftigte sich der Künstler mit Radierung und Fotografie und erfand dabei eine Mischtechnik, die als Herkomergravure Herkomer-übliches Aufsehen erregte. Auch mit Emailmalerei und Goldschmiedearbeit befasste er sich.

In der nachstehenden Auswahl wurden Originaltitel gemäß Herkomers Publikationen vorangestellt. Nur wenige seiner Arbeiten tragen im Original deutsche Titel.

  • Lonely Jane, 1868[17]
  • Gipsy Woman with Child, 1870, Herkomers erste Zeichnung für The Graphic.
  • Sunday at the Chelsea Hospital [Gottesdienst der Invaliden im Chelsea Hospital], 1871, The Graphic.
  • Rest [Die Ruhe] 1872
  • At the Well [Am Brunnen] 1872
  • Das Abendbrodt 1873
  • An Alpine Cheesemonger [Der Käsekrämer] 1873
  • Weary [Die Müdigkeit] 1873
  • After the Toil of the Day [Nach des Tages Lasten] 1873 Herkomers erstes Ölgemälde, noch ganz im Stil Walkers.[18]
  • Der Bittgang: Peasants praying for a Successful Harvest [eine Prozession in Bayern] 1874
  • The Last Muster [Die letzte Musterung] 1875, nach Sunday at the Chelsea Hospital
  • At Death's Door [An der Tür des Todes] 1876
  • Porträt Richard Wagners 1877
  • Eventide: A Scene in the Westminster Union [Tee trinkende alte Frauen in einem Armenhaus] 1878, Ölgemälde nach dem Holzschnitt von 1877)
  • Archibald Forbes, 1881, leitete Herkomers Erfolg als Porträtist ein.
  • Miss Katherine Grant („The Lady in White“), 1884
  • (Mrs. Sealbee, of Boston („The Lady in Black“), 1886
  • Theodor von Cramer-Klett jun. 1905
  • Die Zukunft ans Automobil gefesselt 1905

Kompositionen[Bearbeiten]

  • An Idyl, Novello, Ewer and Co., 1889; 152 S.; Libretto von Joseph Bennett, Musik und Illustrationen von Hubert Herkomer.

Schriften[Bearbeiten]

  • Kurze Autobiographie in The Graphic, 26. Oktober 1876. Diese Selbstdarstellung war Vincent van Gogh bekannt, der Herkomer daraufhin zum Vorbild idealisierte und später sogar überlegte, bei ihm zu studieren.[19]
  • Art Tuition, Peacock, Printer, 1882; 19 S.; Vortrag in der Stadthalle von Birmingham am 10. Februar 1882.
  • The Pictorial Music Play. In: The Magazine of Art, July 1889, S. 316–324 [20]
  • Scenic Art. In: The Magazine of Art, July 1889, S. 316–324 [20]
  • Autobiography of Hubert Herkomer., Printed for private circulation, 1890, 71 S.
  • Etching and Mezzotint Engraving, Macmillan, London 1892; 107 S.
  • A new Black and White Art, 1896; 58 S.
  • My School and my Gospel. Doubleday, Page & company, New York 1908; ebenso bei A. Constable, London 1908; x+223 S., Frontispiz in Farbe.[21] (7,67 MB)
  • [Meine Schule, Neues Stadtmuseum, Landsberg 2005]; 84 S.
  • A certain phase of lithography, Macmillan, London 1910; 38 S.; Vortrag in Lululaund, für geladene Gäste, 27. Jänner 1910.
  • The Herkomers. Vol. 1. Macmillan, London 1910. (58 MB; PDF-Datei)
  • The Herkomers. Vol. 2. Macmillan, London 1911. (59 MB)[21] (PDF-Datei)
  • [Die Herkomers, Neues Stadtmuseum, Landsberg 1999] 192 S.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Hubert von Herkomer wurde 1899 in Bayern sowie 1907 in Großbritannien geadelt. Drei weitere hohe Orden waren ihm bereits zuvor verliehen worden:

Herkomer erhielt bis zur Jahrhundertwende zehn damals sehr begehrte Medaillen:

Karikatur: Erfolg und Neid, 1878 (Punch).
  • 1878: Paris (Ehrenmedaille)[25]
  • 1879: München (Goldmedaille)
  • 1880: Sydney (kleine Goldmedaille)
  • 1883: Wien (Goldmedaille)
  • 1885: München (Goldmedaille)
  • 1886: Berlin (Goldmedaille)
  • 1888: Wien (Goldmedaille)
  • 1889: Paris (Goldmedaille)
  • 1892: Chicago (Goldmedaille)
  • 1898: Brüssel (Goldmedaille)

Nach entsprechender Wartezeit (A.R.A im Juni 1879) wurde Herkomer am 13. Mai 1890 zum Vollmitglied der Royal Academy of Arts gewählt.[26] Die verpflichtende Diplomarbeit, die er 1891 einreichte (das Ölbild On Strike), brachte ihm später dort auch eine Professur ein. Neben zehn Mitgliedschaften in britischen Institutionen wurde er auch im übrigen Europa in sechs Akademien und Künstlervereinigungen berufen.[27]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hubert von Herkomer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise, Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Lit. The Herkomers Vol.1, Seiten 15–19 (in der Folge: H1, Seitenzahl).
  2. H1, 26f.
  3. Wie er selbst dazu vermutet: Weil sein Studium an der Münchener Akademie zu diesem Zeitpunkt bereits vorgesehen war. H1, 39.
  4. H1, 51.
  5. An den Aufenthalt erinnert der Herkomerplatz in München-Bogenhausen.
  6. H1, 60.
  7. H1, 68
  8. Zu diesen im Stil Walkers gemalten Aquarellen bemerkte Herkomer später, dass seine Entwürfe für Holzschnitte derselben Sujets die weitaus besseren, weil eigenständigeren, waren. Siehe dazu beispielsweise diesen. H1, 65; 70.
  9. H1, 81.
  10. Siehe auch den Artikel Hubert von Herkomer. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 17, E. A. Seemann, Leipzig 1924, S. 102–105.
  11. Herkomer erklärt, dass er das Porträt seines Freundes Forbes gemalt habe, um nicht (nach The Last Muster und einem einzigen Porträtauftrag, nämlich 1879 durch den alten Dekan des King's College, Cambridge, Lord Stratford de Redcliffe,) als „Maler alter Männer“ etikettiert zu werden, nachdem er sich 1881 entschieden hatte, sich weitgehend der Porträtmalerei zu widmen. Während etwa des folgenden Jahrzehnts erlebt die Porträtmalerei in England eine Hausse, die damals noch wenigen Porträtisten waren überbeschäftigt. Bereits während der Arbeit an Forbes’ Porträt kamen weitere ähnliche Aufträge. The Lady in White wiederum sei bald erforderlich geworden, um zu widerlegen, Herkomer könne keine schönen Frauen malen. Das Bild entstand im selben Jahr, in dem er sich glücklich mit Lulu verheiratete. H1, S.118f, 129f, 133ff.
  12. The Modernist Journals Project for students and scholars of modernism
  13. Doris Jones-Baker: Hertfordshire in History: Papers Presented to Lionel Munby, University of Hertfordshire Press, Hatfield 2004, ISBN 978-0-9542189-4-2 (S.240ff)
  14. R. Lane Poole: Catalogue of Portraits in the possession of the University, Colleges, City, and County of Oxford, 3 Bände (1912, 1925), Bd. III, S.312
  15. Der Neubau von Holzhäusern für derartige Zwecke war bereits seit geraumer Zeit per Gesetz untersagt, die Gebäude waren daher für Investoren uninteressant. Siehe H1 und School+Gospel.
  16. That same year [1880] the foundations were put in, and the structure rose to some six feet above the ground. H1, 123f
  17. Herkomers erste gedruckte Zeichnung, von Dalziel in Holz geschnitten und mit einer dazu erfundenen rührseligen Geschichte in der Jugendillustrierten Good Words for the Young veröffentlicht.
  18. Es wurde bei der Ausstellung an der Akademie prompt mit Walker verwechselt. Herkomer schreibt dazu, dass die Verwechslung, die er mit angehört habe, ihm selbst nicht schmeichelte, aber Walker das Plagiat noch weniger begrüßte. H1, 103.
  19. Zitiert bei Alexander Roob: Van Goghs Favorites I, 2007.
  20. a b Zitiert bei Uta Grund, Zwischen den Künsten (Revised thesis, doctoral) Berlin 1999, S. 243
  21. a b Die PDF-Versionen sind Faksimiles und komplett. Den aus gleicher Quelle angebotenen sogenannten "Full Text" (*.txt)-Versionen fehlen derzeit, 20090214, Dutzende Seiten.
  22. Pour le Mérite: Hubertus von Herkomer
  23. Elisabeth Meixner: Herkomer, Sir Hubert von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 623 f. (Digitalisat).
  24. Herkomers Lebenslauf auf der website der Londoner Tate Gallery
  25. Hervorzuheben ist, dass Herkomer, kein Mitglied der Akademie, bloß zwei Ölbilder einreichen durfte, d.h. weniger als seine Konkurrenten.
  26. Royal Academy of Art(Collection-DB): Ehemalige Mitglieder
  27. L. A. Baldry: Hubert von Herkomer R.A., S.47.