Hugh Halkett

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General Halkett.

Hugh Halkett (auch Freiherr Hugh von Halkett; * 30. August 1783 in Musselburgh, East Lothian, Schottland; † 26. Juli 1863 in Hannover) war ein britisch-hannoverscher General. Er war Inhaber hoher Orden, u. a. des Schwarzen Adlerordens, des Pour le Mérite, des Bath-Ordens und des russischen Ordens der Heiligen Anna.

Halkett war Sohn des Generalmajors Frederick Godar Halkett (* 1728; † 1803) und Bruder des Generalleutnants Colin Halkett.[1] Er trat schon 1798 in die von seinem Vater mit aufgebaute Schottische Brigade ein und 1803 als Kapitän in die Deutsche Legion, die King’s German Legion. 1805 wurde er Major in deren 2. leichten Bataillon und nahm 1805–1808 an den Expeditionen nach der Elbmündung, nach Rügen, Kopenhagen und Schweden teil.

1808 ging er mit der Brigade Carl von Altens nach Spanien und befand sich bei dem kühnen Rückzug John Moores bei der Flankendivision, welche denselben deckte. 1809 nahm Halkett bei der Schelde-Expedition unter Lord Chatham an der Belagerung von Vlissingen teil.

Im Frühjahr 1811 aber ging er abermals nach Spanien, wo er der zweimaligen Belagerung von Badajoz und an den Schlachten von Albuera und Salamanca teilnahm. Am 22. September 1812 zum Oberstleutnant befördert, begab er sich im Frühjahr 1813 mit Verstärkungen zu dem Korps des Generals Wallmoden nach Mecklenburg und erhielt hier den Befehl über eine hannoversche Brigade, mit welcher er in der Schlacht an der Göhrde am 16. September das feindliche Zentrum durchbrach.

Im März 1814 wurde er zum Obersten in der hannöverschen Armee ernannt und kommandierte in der Schlacht bei Waterloo die 3. hannoversche Brigade auf dem rechten Flügel der Schlachtordnung. Nachdem er den ganzen Tag die feindlichen Angriffe auf Schloss Hougomont heldenmütig zurückgewiesen, drang er, als am Abend die Armee die Offensive ergriff, vor und sprengte ein Karree der Kaisergarde (Garde impériale).

Halkett machte hierbei General Cambronne eigenhändig zum Gefangenen. Nach dem zweiten Pariser Frieden blieb Halkett mit seiner Brigade bei dem Okkupationskorps in Frankreich zurück. 1834 zum Generalmajor ernannt, kommandierte er nacheinander die 2. und 1. Infanteriedivision. Im Schleswig-Holsteinischen Krieg 1848 führte er die Truppen des 10. deutschen Armeekorps und schlug die Dänen 24. April bei Oeversee und wurde zum General der Infanterie, nach dem Feldzug aber zum Inspekteur der gesamten Infanterie ernannt und 1862 in den erblichen Freiherrenstand erhoben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Julius Georg von dem Knesebeck: Leben des Freiherrn Hugh von Halkett, K. hannover'scher General der Infanterie: nach dessen hinterlassenen Papieren und anderen Quellen entworfen von E. von dem Knesebeck. Hallberger, Stuttgart 1865
  • Mewes: Das Feldherrntum des Marschalls Ney in den Befreiungskriegen. Mit 1 Skizze. Gefangennahme d. Gen. Cambronne durch d. Oberst Halkett in d. Schlacht bei Waterloo. Von Frh. v. Halkett, Major im Kgl. Sächs. 10. Inf.-Reg. Nr. 134. Von Mewes, Oberlt. im Mecklenburg. Feldartill.-Reg. Nr. 60. In: Beiheft zum Militär-Wochenblatt; 1912, 7
  • Bernhard von PotenHalkett, Hugh Freiherr von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 412–415.
  • Louis Heinrich Friedrich von Sichart von Sichartshoff: Tagebuch des zehnten Deutschen Bundes-Armee-Corps unter dem Befehle des Königlich Hannoverschen Generals Halkett während des Feldzuges in Schleswig-Holstein im Jahre 1848. Hahn, Hannover 1851

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Family Story Frederick Godar Halkett, Information from Dictionary of National Biography, London.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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