Oeversee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oeversee
Oeversee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oeversee hervorgehoben
54.7063888888899.436111111111131Koordinaten: 54° 42′ N, 9° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Oeversee
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 36,35 km²
Einwohner: 3316 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24987–24988
Vorwahlen: 04630, 04638, 04602
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 184
Adresse der Amtsverwaltung: Tornschauer Str. 3-5
24963 Tarp
Webpräsenz: www.oeversee.de
Bürgermeister: Ralf Bölck (CDU)
Lage der Gemeinde Oeversee im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Oeversee [ˈøvɐzeː] (dänisch: Oversø) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Frörup, Sankelmark und das Naturschutzgebiet Butschimoor gehören zum Gemeindegebiet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Oeversee liegt etwa zehn Kilometer südlich von Flensburg an der Treene und am historischen Ochsenweg. Westlich verläuft die Bundesautobahn 7 von Schleswig nach Flensburg.

Rundturmkirche St. Georg
Das Österreicher-Denkmal in Oeversee

Geschichte[Bearbeiten]

Wehrkirche[Bearbeiten]

Die romanische St.-Georg-Wehrkirche wurde im 12. Jahrhundert als Feldsteinkirche erbaut.

Schlacht von Oeversee 1864[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schlacht von Oeversee

Bekanntheit erlangte Oeversee durch eine Schlacht im Deutsch-Dänischen Krieg. Am 6. Februar 1864 trafen dort die mit den Preußen verbündeten Österreicher vom 6. k.u.k. Armeekorps auf die Dänen. Während des nur wenige Stunden dauernden Kampfes verloren die Österreicher 28 Offiziere und 403 einfache Soldaten, die Dänen, die auf der Flucht in schweres Artilleriefeuer gerieten, 18 Offiziere und 944 Soldaten.

Die Einwohner des etwa zehn Kilometer entfernten Flensburg gedenken noch heute der Hilfe ihrer Bürger für die Verwundeten am Tag nach dem Gefecht in einem alljährlich von Flensburg nach Oeversee stattfindenden Oeversee-Marsch.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 24. März 1974 wurde die damalige Gemeinde Frörup eingliedert.[2]

Am 1. März 2008 fusionierte die Gemeinde Oeversee mit der Nachbargemeinde Sankelmark, die am 24. März 1974 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Barderup und Munkwolstrup neu gebildet wurde[2], zur neuen Gemeinde Oeversee.[3]

Politik[Bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze, die Wählergemeinschaft FWG sechs und der SSW vier.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold über einem durch einen silbernen Wellenfaden von Blau und Grün geteilten Schildfuß und diesen teilweise überdeckend der silberne, blau bedachte Turm der Oeverseer Kirche, in den Oberecken begleitet rechts von zwei gekreuzten schwarzen Säbeln, links von einem roten Mühlrad mit schwarzen Schaufeln.“[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Oeversee stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Der Arnkielpark ist eine archäologische Freilichtanlage in Munkwolstrup, einem Ortsteil der Gemeinde Oeversee.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oeversee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 182.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein