Colin Halkett

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Dieser Artikel befasst sich mit dem britischen Offizier Colin Halkett. Für den Offizier und das Mitglied des deutschen Reichstags Colin Freiherr von Halkett (1816–1879) siehe Colin von Halkett.
Sir Colin Halkett

Sir Colin Halkett (* 9. September 1774; † 24. oder 25. September 1856)[1] war ein britischer Offizier, der aus einer Familie mit militärischer Tradition stammte. Sein Vater war Major-General Frederick Godar Halkett (* 1728; † 1803) und sein jüngerer Bruder General Hugh Halkett.[2]

Militärische Karriere[Bearbeiten]

Halkett begann seine militärische Karriere in der Garde der niederländischen Armee und diente für 3 Jahre in verschiedenen Kompanien. Er verließ die Armee im Rang eines Captains im Jahre 1795.

Von 1800 bis 1801 befehligte er niederländische Truppen, die auf Guernsey stationiert waren. Am 28. Juli 1803 erhielt Major Halkett einen letter of service von König Georg III. (ein gleiches Dokument ging auch an Lieutenant-colonel Friedrich von der Decken), das ihn ermächtigte, ein Infanterie-Regiment mit 459 Männer aufzustellen und der Zusage des Ranges eines Lieutenant-Colonel, wenn die Anzahl auf 800 Mann ansteigen sollte.[3] Diese Männer, die dem Aufruf folgten und von Hannover nach England zogen, bildeten den Kern der King’s German Legion (KGL), wie die Truppe im Dezember 1803 benannt werden sollte. Am 17. November 1803 erhielt er den Rang des Lieutenant-Colonel und bekam das Kommando über das 2. leichte Bataillon der King’s German Legion. Dieses Bataillon war Teil von Cathcarts Expedition nach Hannover, Rügen und Kopenhagen.

1811 erhielt er das Kommando über die Leichte Brigade der King’s German Legion. Er hielt diesen Rang während des Krieges auf der Pyrenäenhalbinsel beginnend mit dem Gefecht in Albuera bis zum Kampf um Toulouse. Am 1. Januar 1812 wurde er zum Colonel befördert. Zum Major-General wurde Halkett am 4. Juni 1814 ernannt.

In der Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815 kommandierte er die 5. Brigade in der 3. Division, die von Major-General Carl von Alten befehligt wurde. Er wurde im Verlauf des Gefechtes viermal verwundet.

Straßenschild in St. Helier

Gouverneur[Bearbeiten]

Zwischen 1821 und 1830 war er Vizegouverneur von Jersey und residierte als Erster in dem Regierungssitz (Government House, St. Saviour), das noch heute benutzt wird. Während dieser Zeit heiratete er Letitia Cricket, die Witwe eines Captain Tyle von der Royal Artillery. Sie hatten einen Sohn, Frederick (John) Colin Halkett, * 10. Juni 1826. Am 22. Juli 1830 wurde er zum Lieutenant General befördert.

Sir Colin verstarb 1856. Zu dieser Zeit war er Direktor des Royal Hospital Chelsea in London.

Zwei Straßen in Jerseys Hauptstadt Saint Helier sind nach Colin Halkett benannt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Halketts Pass, in dem seine Titel aufgezählt werden

Literatur[Bearbeiten]

  • N. Ludlow Beamish: History of the King's German Legion Band 1 und. 2. 1832-37 (Neuauflage: Naval and Military Press 1997 ISBN 0-952201-10-0)
  • Mike Chappell: The King's German Legion (1) 1812-1816. Osprey 2000 ISBN 1-85532-997-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. British Generals of the Napoleonic Wars 1793-1815: Colin Halkett by Ron McGuigan.
  2. Family Story Frederick Godar Halkett, Information from Dictionary of National Biography, London.
  3. Beamish, History of the King’s German Legion Band 1, S. 75 f.
  4. Beamish, History of the King's German Legion Band 2, S. 524 ff.