Jürgen Leinemann
Jürgen Leinemann (* 10. Mai 1937 in Celle) ist ein deutscher Journalist und politischer Korrespondent.
Inhaltsverzeichnis |
Leben [Bearbeiten]
Leinemann besuchte das Gymnasium Lehrte[1] und studierte anschließend Geschichte, Germanistik und Philosophie. Er begann seine journalistische Karriere bei der dpa in Berlin, Hamburg und Washington. Seit 1972 arbeitete er für das Magazin Der Spiegel; er war Reporter und Büroleiter in Washington und Bonn, zog 1990 nach dem Fall der Mauer nach Berlin und leitete dort bis 2001 das Ressort Deutsche Politik. Er ist seit 1997 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seit 2002 war er Spiegel-Autor im Berliner Büro.
Leinemann hat zahllose Artikel und eine Reihe von Büchern veröffentlicht, in denen er sich im Wesentlichen mit deutscher Politik, aber auch mit Fußball befasst. Sein Buch Höhenrausch thematisiert den Realitätsverlust von Politikern und Journalisten. Für die ARD lieferte er gemeinsam mit Michael Wech das Film-Porträt „Gerhard Schröder – Kanzlerjahre“, das begleitend zur Buchveröffentlichung des Altkanzlers ausgestrahlt wurde.[2]
Kurz nach dem Eintritt in den Ruhestand erkrankte Leinemann im Frühjahr 2007 an einem Zungengrundtumor.[3]
Ehrungen (Auswahl) [Bearbeiten]
- 1982 wurde unter er mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet
- 2001 erhielt er den Siebenpfeiffer-Preis.
- Im Ranking „Journalisten des Jahres 2004“ erreichte Leinemann hinter Frank Schirrmacher den zweiten Platz.[4]
- 2009 wurde er mit dem Henri-Nannen-Preis für sein publizistisches Lebenswerk ausgezeichnet.
Buchveröffentlichungen [Bearbeiten]
- Gerhard Schröder, Berlin (Schwarzkopf und Schwarzkopf) 1998
- Sepp Herberger. Ein Leben, eine Legende, Reinbek (Rowohlt) 1998
- Gratwanderungen, Machtkämpfe, Visionen, Wien (Picus) 1999
- Helmut Kohl, Berlin (Aufbau) 2001
- Höhenrausch, München (Blessing) 2004 und München (Heyne) 2005
- Das Leben ist der Ernstfall, Hamburg (Hoffmann und Campe) 2009
Hörspiel & Rundfunk [Bearbeiten]
- 1999: Auf der Kippe - Originaltöne zur Wende 1989/90 (Moderation: Monika Künzel, Rainer Burchardt; Studiogäste: Alexander Osang, Jürgen Leinemann)
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Jürgen Leinemann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Sven Hillenkamp und Stephan Lebert: "Eine Droge namens Politik". Interview in Die Zeit Nr. 40 vom 23. September 2004
- Evelyn Roll: Die Kunst der Schutzlosigkeit. Buch von Jürgen Leinemann. In: Süddeutsche Zeitung, 16. September 2009.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Welche Schule für mein Kind?, Verlagsbeilage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 12. Januar 2011, S. 15
- ↑ http://www.ard-digital.de/index.php?id=10763&languageid=1
- ↑ Das verflixte 70. Jahr. In: Die Zeit Nr. 40, 27. September 2007.
- ↑ Die Journalisten des Jahres; mediummagazin.de in 2004 (PDF; 439 kB)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leinemann, Jürgen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Autor |
| GEBURTSDATUM | 10. Mai 1937 |
| GEBURTSORT | Celle |