Jakomini

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Jakomini
6. Stadtbezirk von Graz
Wappen Graz.svg
Basisdaten [1]
Fläche: 4,06 km²
Einwohner: 31.023 (1. Jänner 2012)
Bevölkerungsdichte: 7.488 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 8010, 8041, 8042
Geografische Lage: 47° 3′ N, 15° 27′ O47.05555555555615.4475Koordinaten: 47° 3′ N, 15° 27′ O
Lage in Graz
Karte von Jakomini
Bezirksamt: Conrad von Hötzendorf-Straße 104
8010 Graz
Bezirksvorsteher: Edeltrud Taschner (KPÖ)[2]
1. Bezirksvorsteher-Stv.: Klaus Strobl (ÖVP)[2]
2. Bezirksvorsteher-Stv.: Gottfried Weißmann (GRÜNE)[2]
Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinien: 4, 5, 13
Buslinien: 34/E, 71
N4, N5, N8
Foto
Stadthalle Graz
Stadthalle Graz
Jacominiplatz um 1830, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz

Jakomini ist der 6. Grazer Stadtbezirk. Sein Name geht zurück auf Kaspar Andreas Ritter von Jacomini.

Geschichte[Bearbeiten]

Kaspar Andreas Ritter von Jacomini nutzte die einmalige Gelegenheit und kaufte 1784 den größten Teil der Grundstücke südlich des Eisernen Tores auf, also dort gelegen, wo sich heute der Gemeindebezirk „Jakomini“ ausbreitet. Eine kaiserliche Entschließung hatte 1782 die Auflassung der Stadtbefestigung und den Verkauf der Festungsgründe ausgelöst.

Die von ihm erworbenen Gründe verkaufte er, angeblich wohlfeil, an verschiedene Grazer Bürger weiter, wobei er die Auflage erteilte, diese zu überbauen. So entstand in den Jahren bis 1820 die „Jakominivorstadt“. Einige der damals errichteten kleinbürgerlichen Bauten und engen Straßenzüge sind noch heute erhalten.

Mit 1. Dezember 1900 wurde vom II. Stadtbezirk Jakomini der II. Stadtbezirk Leonhard abgetrennt und Jakomini als VI. Stadtbezirk neu geschaffen. Aus selbem Anlass wurden vom bisherigen zweiten Stadtbezirk verschiedene Straßen und Platzteile an den I. Stadtbezirk abgetreten.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Jakomini
  • Die Josefskirche liegt am Schönaugürtel und ist mit der Straßenbahn der Linie 5 erreichbar. Der Bau der Kirche, die im Stil des Historismus errichtet wurde, war sehr umstritten und zugleich eine Kampfansage gegen die Los-von-Rom-Bewegung. Die sogenannte Jubiläumskirche erinnert an das 60-jährige Priesterjubiläum von Papst Leo XIII., an das 50-jährige Jubiläum der Regentschaft Kaiser Franz Joseph I. und an das 300-jährige Jubiläum der Wiederherstellung der katholischen Religion in der Steiermark.
  • Der moderne Bau der Münzgrabenkirche ist mit der Straßenbahnlinie 6 zu erreichen. Sie liegt in der Münzgrabenstraße. Die Vorgängerkirche der Münzgrabenkirche, die Kirche St. Anna, welche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, war sechs Jahre lang die Wirkungsstätte des Predigers und Schriftstellers Abraham a Sancta Clara. An den alten Kirchenbau erinnert die kleine Annakapelle.
  • Das Veranstaltungszentrum Seifenfabrik befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Grazer Seifenfabrik am linken Murufer. Die Anlage wurde 1872 erbaut, 2003 revitalisiert und als Veranstaltungszentrum adaptiert. Die Seifenfabrik ist über die Fröhlichgasse erreichbar.
  • Grazer Frühjahrs- und Herbstmesse am Messegelände Graz

Schulen, Universitäten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Bildgalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bezirke auf graz.at
  2. a b c Bezirksräte im Bezirk Jakomini auf graz.at
  3. Z(ah)l 154631/III. Kundmachung. In: Grazer Tagblatt / Grazer Tagblatt. Organ der Deutschen Volkspartei für die Alpenländer, Morgen-Ausgabe, Nr. 330/1900 (X. Jahrgang), 28. November 1900, S. 10. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gtb.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jakomini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien