James Hilton

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James Hilton (* 9. September 1900 in Leigh, Lancashire, England; † 20. Dezember 1954 in Long Beach, Kalifornien) war ein britischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Hilton studierte in Cambridge, anschließend arbeitete er als Journalist in London. Sein mehrfach verfilmter Roman Der verlorene Horizont (auch verlegt als Irgendwo in Tibet oder Verworrener Horizont; Originaltitel: Lost Horizon) erschien 1933 und machte ihn über Nacht weltberühmt. Es folgten mehrere Romane und Drehbücher. Nach dem großen Erfolg seiner Romanverfilmungen zog er 1937 in die USA und ließ sich zunächst in Hollywood, später in Long Beach nieder.

Weitere bekannte Veröffentlichungen Hiltons sind Goodbye, Mr Chips (1934) und Random Harvest (1941). Auch diese Romane wurden für das Kino adaptiert. Für seine Arbeit am Drehbuch zu dem Film Mrs. Miniver nach dem Roman Mrs. Miniver erlebt die Vorkriegszeit von Jan Struther wurde er 1943 mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet.

Unter dem Pseudonym Glen Trevor schrieb er 1931 den Kriminalroman Murder at school.

Werke[Bearbeiten]

  • Catherine Herself, 1920
  • Storm Passage, 1922
  • The Passionate Year, 1924
  • The Dawn Of Reckoning (US-Titel: Rage In Heaven), 1925
  • The Meadows Of The Moon, 1926
  • Terry, 1927
  • The Silver Flame, 1928
  • And Now Goodbye, 1931
    • deutsche Erstausgabe: Ein Abschied. Übers. v. Carl Bach. Orell Füssli, Zürich 1949
  • Contango, 1932
    • deutsche Erstausgabe: Gewitterwind. Übers. v. Hans R. Wyss. Orell Füssli, Zürich 1944
  • Knight Without Armour, 1933
    • deutsche Erstausgabe: Ein schweigsamer Held. Einzig berechtigte Übertragung von Elisabet Arten. Benziger, Einsiedeln/Köln 1936
  • Lost Horizon, 1933
    • deutsche Erstausgabe: Irgendwo in Tibet. Geschichte eines Abenteuers. Dt. v. Herberth E. Herlitschka. Reichner, Leipzig/Wien/Zürich 1936
      • aktuelle Ausgabe: Der verlorene Horizont. Piper (sp 3963), München 6. A. 2007, ISBN 3-492-23963-3
        • Überarbeitete Übersetzung: Der verlorene Horizont. Auf der Suche nach Shangri-La. Roman. Arche, Zürich 2001, ISBN 3-7160-2286-1
Dieser Roman brachte den Durchbruch. Seine Beschreibung der Lamaserei Shangri-La hat den westlichen Blick auf Tibet und den Lamaismus bis heute nachhaltig geprägt. Der Begriff „Shangri-La“ erreichte – getrennt vom Roman – in westlichen Ländern ein Eigenleben, das bis heute anhält.
  • Goodbye, Mr Chips, 1934
    • deutsche Erstausgabe: Leb’ wohl, alter Chips. Dt. v. Herberth E. Herlitschka. Reichner, Leipzig/Wien/Zürich 1936
  • We Are Not Alone, 1937
    • deutsche Erstausgabe: Wir sind nicht allein. Dt. v. Herberth E. Herlitschka. Reichner, Leipzig/Wien/Zürich 1937
  • To You, Mr Chips, 1938
  • Random Harvest, 1941
    • deutsche Erstausgabe: Gefundene Jahre. Übers. v. Hans R. Wyss. Orell Füssli, Zürich 1941
  • The Story Of Dr Wassell, 1944
    • deutsche Erstausgabe: Die Geschichte von Dr. Wassell. Übers. v. Hans R. Wyss. Orell Füssli, Zürich 1945
  • So Well Remembered, 1945
    • deutsche Erstausgabe: George Boswells Geschick. Übers. v. Hans R. Wyss. Orell Füssli, Zürich 1946
  • Nothing So Strange, 1947
    • deutsche Erstausgabe: Seltsam wie die Wahrheit. Übers. v. Hans R. Wyss. Orell Füssli, Zürich 1948
  • Twilight Of The Wise, 1949
  • Morning Journey, 1951
    • deutsche Erstausgabe: Der Regisseur. Übers. v. Carl Bach. Orell Füssli, Zürich 1951
  • Time And Time Again, 1953
    • deutsche Erstausgabe: Jahr um Jahr. Roman eines Diplomaten. Ins Dt. übertragen von Hans B. Wagenseil. Desch, München 1954

Als Glen Trevor:

  • Murder at school. A Detective Fantasia, 1931
    • deutsche Erstausgabe: Ein zweiter Unglücksfall?. Kriminalroman. Berechtigte Übertragung von Karl Häuser. Tal (Die rotblauen Bücher 6), Leipzig/Wien 1937

Filmografie[Bearbeiten]

Drehbuch
Literarische Vorlage

Weblinks[Bearbeiten]