James Runcie

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James Runcie (* 1959) ist ein britischer Autor, Fernsehproduzent, Theaterregisseur, Dokumentarfilmmacher und seit 2009 Intendant des Bath Literature Festivals.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

James Runcie ist der Sohn von Robert Runcie, eines ehemaligen Ordinarius und Erzbischofs der Church of England in der Diözese von St Albans, und Rosalind Runcie, einer Pianistin. Von 1980 bis 1991 war sein Vater Erzbischof von Canterbury.

Er besuchte die Dragon School bei Oxford, das Marlborough College in Marlborough und das Trinity Hall in Cambridge. 1981 erhielt James Runcie an der University of Cambridge einen Grad erster Klasse im Fach Englisch.

Privatleben[Bearbeiten]

1985 heiratete James Runcie die Radioproduzentin Marilyn Elsie Imrie, mit der er eine Tochter, die 1989 geborene Charlotte Runcie, die am Queen's College der University of Cambridge studiert, hat. James ist ebenfalls Stiefvater der 1978 geborenen Rosie Kallagher, einer Tochter seiner Frau, die diese mit in die Ehe gebracht hatte. Rosie Kallagher ist eine Intendantin.

James Runcie lebt mit seiner Ehefrau in Edinburgh.

Arbeit in den Medien[Bearbeiten]

Von 1983 bis 1986 arbeitete James Runcie als Autor und Regisseur bei BBC Scotland.

Runcie vertrieb für BBC u.a. Musik-, Kunst- und Geschichtsfernsehprogramme. James Runcie arbeitet ebenfalls als Dokumentarfilmregisseur- und Produzent. Zu seinen Werken zählen unter anderem Ein Jahr im Leben der Joanne K. Rowling (im Original: Joanne K. Rowling: A Year In The Life) und Mein Vater (im Original: My Father), ein Film, der das Leben seines Vaters Robert Runcie behandelt. Des Weiteren arbeitet Runcie für Channel 4, BBC und ITV.

Der Dokumentarfilm Mein Vater wurde zwei Wochen vor dem Tod James Runcies Vaters gedreht und ist somit die letzte Aufnahme eines Interviews mit dem ehemaligen Bischof.

Ein Jahr im Leben der Joanne K. Rowling[Bearbeiten]

Von November 2006 bis Oktober 2007 begleitete James Runcie ein Jahr lang die Schriftstellerin Joanne K. Rowling, während sie am letzten Band der Harry Potter-Heptalogie, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (im Original: Harry Potter And The Deathly Hallows) arbeitete.

Der Dokumentarfilm zeigt viele Dinge aus Joanne K. Rowlings alltäglichem Leben, Teile ihrer schwierige Kindheit, der langen Arbeitslosigkeit und dem Findungsprozess, bis hin zur Idee und dem Ende der Harry Potter-Reihe.

Der Film erhielt von Fans einiger Communitys gute Kritik und erzielte positive Reaktionen. Runcie führte die Interviews und sprach den Dokumentartext selbst, sodass es umso verblüffender war, dass der Film, als er in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wurde, von einer Frau, Elizabeth Vargas, dokumentiert wurde.

James Runcie als Autor[Bearbeiten]

James Runcie hat bisher vier Romane geschrieben:

  • Canvey Island, eine Erzählung die zu Zeiten des britischen Postkrieges spielt,
  • Die Entdeckung der Schokolade (im Original: The Discovery Of Chocolate), eine philosophische Komödie, die von einem Mann handelt, der 500 Jahre lang versucht, nur mit Liebe und Schokolade zu leben,
  • East Fortune
  • Die Farbe des Himmels, (im Original: Colour Of Heaven).

Alle vier Romane wurden von Bloomsbury Publishing veröffentlicht.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

James Runcie gewann unter anderem zwei BAFTA-Auszeichnungen für seine Arbeit bei einem schottischen Sender und wurde für einen weiteren BAFTA-Award nominiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Humphrey Carpenter, Robert Runcie: The Reluctant Archbishop. Hodder & Stoughton, 1996. ISBN 0-340-57107-1. Seiten 269–272
  • Desmond Devitt, A Diversity of Dragons, 2003. Seiten 51–52

Weblinks[Bearbeiten]