Jesse Ventura

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Jesse Ventura (2008)

Jesse Ventura (* 15. Juli 1951[1] als James George Janos in Minneapolis, Minnesota) war von 1999 bis 2003 der 38. Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota. Zuvor war er als Wrestler, Filmschauspieler und Radiomoderator tätig.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Frühe Jahre [Bearbeiten]

Er wurde als Sohn von Bernice Martha (geb. Lenz) und George William Janos geboren. Beide Eltern dienten im Zweiten Weltkrieg. Die Eltern hatten eine slowakische bzw. deutsche Abstammung. Er wuchs in Minneapolis auf.

U.S. Navy [Bearbeiten]

Zwischen dem 1. Dezember 1969 bis zum 10. September 1975 diente er in der Navy.

Wrestlingkarriere [Bearbeiten]

Janos begann seine Wrestlingkarriere im Oktober 1975 im Alter von 24 Jahren. Er kopierte seinen Ring-Charakter, mit Federboa, Ohrringen, diversen Bartstilen und vor allem extravaganter Kleidung, fast komplett von seinem großen Vorbild Superstar Billy Graham. Mitte der 80er musste er seine aktive Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. Er selbst behauptet, dass diese aus dem Einsatz von Agent Orange während des Vietnamkrieges resultierten. Er wechselte dann ans Kommentatorenpult und wurde mit Gorilla Monsoon zum Teil eines der bekanntesten Kommentatoren-Teams des Wrestling. 2004 wurde er von seinem Sohn Tyrel in die WWE Hall of Fame eingeführt.

Schauspielerei [Bearbeiten]

1987 spielte er an der Seite Arnold Schwarzeneggers in dem sehr erfolgreichen Actionfilm Predator mit. Eines seiner Filmzitate- I ain't got time to bleed (dt.: „Ich hab keine Zeit zum Bluten“) wurde später Titel seiner Autobiographie. Es folgten acht weitere Auftritte in Spielfilmen (unter anderem Running Man mit Arnold Schwarzenegger).

Politische Karriere [Bearbeiten]

Von 1991 bis 1995 hatte er das Amt des Bürgermeisters von Brooklyn Park, Minnesota inne.

Bei den Wahlen zum Gouverneur von Minnesota 1998 trat Ventura als Kandidat der Reform Party of Minnesota an. Später trat er der Independence Party of Minnesota bei, nachdem sich diese von der Reform Party of the United States of America abgespalten hatte. Er gewann die Wahl knapp gegen die Kandidaten der Großparteien, den Republikaner Norm Coleman (Bürgermeister von St. Paul) und den Generalstaatsanwalt Hubert H. „Skip“ Humphrey III (Minnesota Democratic-Farmer-Labor Party).

Im Wahlkampf warb er mit dem Slogan „Don't vote for politics as usual“, außerdem nutzte er als einer der ersten Politiker das Internet zur Wahlwerbung.

Im Verlauf seiner Amtszeit führten eine schlechte wirtschaftliche Entwicklung in Minnesota und umstrittene Stellungnahmen von Ventura zu einer deutlichen Abnahme seiner Popularitätswerte. Er begründete den Verzicht auf ein Antreten zur Wiederwahl 2003 mit dem übertriebenen Medieninteresse für das Privatleben seiner Familie.

TV-Karriere [Bearbeiten]

Am 2. Dezember 2009 startete die Reality Show „Conspiracy Theory with Jesse Ventura“ auf dem US TV - Kanal TruTV. Die Serie behandelt verschiedene Verschwörungstheorien, etwa zu den Anschlägen vom 11. September 2001, HAARP oder die „Klimalüge“.

Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]

Bücher [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Cohen, Daniel. Jesse Ventura. 2001. 21st Century. Seite 26. Amazon.com. Abgerufen 16. April 2013

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Jesse Ventura – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien