Jevgēņijs Svešņikovs

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Evgeny Sveshnikov.jpg
Jevgēņijs Svešņikovs, 2005
Verband SowjetunionSowjetunion Sowjetunion (bis 1991)
RusslandRussland Russland (1992 bis 2001)
LettlandLettland Lettland (seit 2002)
Geboren 11. Februar 1950
Tscheljabinsk
Titel Internationaler Meister (1975)
Großmeister (1977)
Aktuelle Elo-Zahl 2520 (Mai 2015)
Beste Elo-Zahl 2610 (Januar 1994)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Jevgēņijs Svešņikovs (früher russisch Евгений Эллинович Свешников, wiss. Transliteration Evgenij Ėllinovič Svešnikov, deutsche Transkription: Jewgeni Elinowitsch Sweschnikow; * 11. Februar 1950 in Tscheljabinsk) ist ein lettischer Schachgroßmeister und -theoretiker russischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Er erlernte das Schachspiel im Alter von fünf Jahren von seinem Vater. Später trainierte er im örtlichen Pionierpalast und entwickelte sich allmählich zu einem guten Spieler. Er absolvierte zunächst ein Universitätsstudium als Ingenieur und widmete sich erst danach vollständig dem Schach.

Svešņikovs hatte seine beste Phase als Turnierspieler in den 1970er- und 1980er-Jahren. Er gewann 1974 in Děčín und teilte 1976 den zweiten bis vierten Platz in der 1. UdSSR-Liga, einem Qualifikationsturnier zur UdSSR-Meisterschaft. 1977 gewann er in Le Havre. Er nahm an mehreren UdSSR-Meisterschaften teil, gelangte aber niemals auf einen Siegerplatz. Die FIDE verlieh ihm 1977 den Titel Großmeister. Svešņikovs gewann 2010 die lettische Einzelmeisterschaft.

In Erscheinung trat er besonders als Schachtheoretiker. Er untersuchte gemeinsam mit anderen Tscheljabinsker Schachmeistern in den 1970er-Jahren eine Variante in der Sizilianischen Verteidigung und wandte sie selbst mit großem Erfolg an. Diese Variante, die früher als wenig empfehlenswert galt und als Lasker-Pelikan-Variante bekannt war, nahm daraufhin einen großen Aufschwung. Sie ist im russischen Sprachraum als Tscheljabinsker Variante bekannt, doch ist ihr Name außerhalb Russlands mittlerweile Sweschnikow-Variante. Sie ist im modernen Spitzenschach eine der meistgespielten und bestanalysierten Eröffnungen und gehört zum Hauptrepertoire so namhafter Spieler wie Wladimir Kramnik und Péter Lékó.

Svešņikovs war zweimal verheiratet und hat zwei Söhne und zwei Töchter. Sein Sohn Vladimir Svešņikovs trägt den Titel eines Internationalen Meisters.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Svešņikovs nahm mit der lettischen Nationalmannschaft an den Schacholympiaden 2004, 2006, 2008 und 2010 teil.[1] Zweimal spielte Svešņikovs bei Mannschaftseuropameisterschaften. 1977 gewann er den Wettbewerb mit der Sowjetunion, 2010 nahm er mit Lettland teil.[2]

Vereine[Bearbeiten]

In den 1980er Jahren spielte Svešņikovs für Zenit[3], später für Poliot Tscheljabinsk, mit denen er auch dreimal am European Club Cup teilnahm und dabei 1992 den zweiten und 1995 den dritten Platz erreichte[4], Kadyr Ufa, mit denen er 1994 die russische Mannschaftsmeisterschaft gewann, Magnezit Satka und Ural Oblast Swerdlowsk[5]. In Jugoslawien spielte Svešņikovs für die Mannschaft von Partizan Belgrad, mit der er am European Club Cup 1996 teilnahm.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jevgēņijs Svešņikovs – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jevgēņijs Svešņikovs' Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  2. Jevgēņijs Svešņikovs' Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  3. Jevgēņijs Svešņikovs' Ergebnisse bei sowjetischen Vereinsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  4. a b Jevgēņijs Svešņikovs' Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  5. Jevgēņijs Svešņikovs' Ergebnisse bei russischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)