Joseph Enseling

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Joseph Enseling (* 28. November 1886 in Coesfeld; † 16. Juli 1957 in Düsseldorf; vollständiger Name: Joseph Bernhard Hubert Enseling) war ein deutscher Bildhauer und Hochschullehrer.

Knochen-Karl in Bochum-Hofstede, ein Denkmal für gefallene Bergarbeiter

Leben[Bearbeiten]

Enseling studierte nach einer Bildhauerlehre von 1905 bis 1910 bei dem Bildhauer Rudolf Bosselt, dem Maler und Designer Peter Behrens und dem Architekten Wilhelm Kreis an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf und von 1910 bis 1912 an der Académie Colarossi in Paris bei Aristide Maillol. Ab 1922 übte er eine Lehrtätigkeit an der späteren Folkwangschule in Essen aus und wirkte von 1938 bis 1952 als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Joseph Beuys[1] und Hermann Blumenthal.

Enselings Werk, das häufig in Auftragsarbeit entstand, besteht aus Industrie- und Bergarbeiterdenkmälern sowie Bauplastiken, die oft in Zusammenarbeit mit dem Architekten Georg Metzendorf entstanden. Von Enseling stammen u. a. die Putten (1910) auf der Moltkebrücke über die Eisenbahnlinie nach Werden und in direkter Nachbarschaft zwei allegorische Giganten (1911) vor dem Robert-Schmidt-Berufskolleg (der damaligen Baugewerkschule) im Essener Moltkeviertel sowie der Schatzgräberbrunnen (1911/1912) auf dem Marktplatz im Essener Stadtteil Margarethenhöhe. Ferner schuf er Porträts von Persönlichkeiten der 1920er und 1930er Jahre, ferner Ehrenmale, Frauenköpfe und Masken.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joseph Enseling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reinhard Ermen: Joseph Beuys. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2007, ISBN 3-499-50623-8.