Kamenický Šenov

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Kamenický Šenov
Wappen von Sokolov
Kamenický Šenov (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Liberecký kraj
Bezirk: Česká Lípa
Fläche: 1046,3918[1] ha
Geographische Lage: 50° 46′ N, 14° 28′ O50.77472222222214.4725525Koordinaten: 50° 46′ 29″ N, 14° 28′ 21″ O
Höhe: 525 m n.m.
Einwohner: 4.034 (1. Jan. 2014) [2]
Postleitzahl: 471 14
Kfz-Kennzeichen: L
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Jaroslav Andrysík (Stand: 2010)
Adresse: Osvobození 470
471 14 Kamenický Šenov
Gemeindenummer: 561681
Website: www.kamenicky-senov.cz
Lageplan
Lage von Kamenický Šenov im Bezirk Česká Lípa
Karte
Ansicht der Stadt Kamenický Šenov
Steinschönau, Kirche und Pfarrhaus. Postkarte ca. 1920er Jahre
Herrenhausfelsen, Postkarte ca. 1920er Jahre

Kamenický Šenov (deutsch Steinschönau, auch Stein-Schönau) ist eine Stadt des Okres Česká Lípa in der Region Liberec im Norden der Tschechischen Republik am Südhang des Lausitzer Gebirges. Sie liegt im Tal des Šenovský potok (Steinschönauer Bach) zwischen den Bergen Kameník (Wolfsberg), Smrčník und Šenovský vrch.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Siedlung wurde im Jahre 1362 erstmals erwähnt und entwickelte sich seit dem 16. Jahrhundert neben Nový Bor zu einem Zentrum der Glasveredelung. Seit 1856 ist hier eine Glasfachschule ansässig, die 1926 mit derjenigen in Haida zusammengelegt wurde; hier waren in der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg u.a. die Brüder Eiselt tätig. 1900 wurde Steinschönau zur Stadt ernannt.

Die Stadt erhielt 1886 durch die Böhmische Nordbahn einen Bahnanschluss von Česká Kamenice. Ab 1902 wurde die Strecke durch die Lokalbahn Böhmisch Leipa–Steinschönau bis in die Bezirksstadt Böhmisch Leipa weitergeführt. 1979 wurde der Personenverkehr eingestellt. Auf dem Reststück von Česká Kamenice nach Kamenický Šenov besteht heute eine Museumseisenbahn.

Im Ortszentrum befindet sich die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers von 1718.

Während der NS-Besatzung befand sich in Steinschönau ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Aufgrund der Beneš-Dekrete wurden die deutschen Bewohner 1945 enteignet und vertrieben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Kamenický Šenov besteht aus den Ortsteilen Kamenický Šenov (Steinschönau) und Prácheň (Parchen)[3], die zugleich auch Katastralbezirke bilden[4].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kamenický Šenov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/561681/Kamenicky-Senov
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/561681/Obec-Kamenicky-Senov
  4. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/561681/Obec-Kamenicky-Senov